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Des Heil. Röm. Reichs Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon : Darinnen Die heut zu Tage florirende älteste und ansehnlichste Adeliche, Freyherrliche und Gräfliche Familien nach ihrem Alterthum und Ursprunge ... vorgestellet werden
Entstehung
Seite
215-216
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215 Bünau.'

ruet heut zuTage inBohmcn, M eis?sttt,Lausitz, Hessen und Fvancken,wie sich den auch jnHolland ».Schwe-den verschiedene davon niedergelassen.In Böhmen (woraus der Religionwegen vorzeiten verschiedene weichenmüssen /) hat sie vormahls die Herr-schafften Tetsthett/Blanckenskeitt/Schönstem, Eila, und viele anderebesessen. In Meissen besitzet sie annochVOehsensteiN/ und Laueitsiem, ander Böhmischen Gräntze, ^aun-dorfssiin Amrc Pirne, piechen beyEilenburg LichrenwaldeuinveitChemnitz, und viele andere Ritter-Güter. In der Nieder-Lausitz hatsie das Skadtlein Gassen und dieDörffcr/ Meydorfsi, N?ciers-dorfsi, Leisigor, printzdorff)Nicverle, Tschcrn undBsshm-dinchen; in der Ober - Lausitz aberdie Güter Hannnersiadt und Lan-de, wie Grosser in seiner Lau-ilyisthen Lhronic anführet. Vondem Ursprünge dieses Geschlechts willpeccensiein in

aus dem Geschlechts-Archiv anfüh-ren, daß es seinen Anfang von einenItalienischen Herr»: und Fürsien derkcüsmonrsnlllum oder Piemontesergenommen, und soll es 12Z2.durch Thomam, welcher durch Krie-ges-Macht das Hertzogthum Sa-voyen an sich gebracht, aus seinen Va-terlande vertrieben worden seyn, da-hero es denn genüthiget worden wäre,zum Kayser kuÜLncc»!!. in Siciliensich zu wenden und selbigen um Hülffezu ersuchen ; Nachdem aber der Kay-ser (der selbsi mit sich gnung zuthungehabt) ihnen keine Hülffe leisten kön-nen, soll es sich zu den teutschen Für-sien gewendet, aber keinen Beystanderlanget haben, worauf es lange Zeit

Bänau.' 2i6

gleichsam in der Irre herum geschwei-fet, biß es sich endlich in Temschlandin unterschiedenen Provinziell nieder-gelassen. Allein es ist diese Erzehlungeine alte Irsllinon, welche keinenGrund hak, und davon in denenjeni-gen Nachrichten, so annoch bey demGeschlechts-Archiv aufbehalten wer-den, keine Spuhr anzutreffen, sondernaus dem Wappen derer von Bünanhergenommen worden,welches in demeinen Schilde einen Löwcnkopff hat,welcher Löwenkopss auch in dem Wap-pen des Fürstenthums Piemont zusehen. Mehrern Grund scheinenin seinerPohlnischenChro-

ttis UNd keuceru! in sä? 6>^.^/o^. zu haben, wenn sie melden,daßan der Litthauischen Gräntze ein Ade-lich Geschlecht Bünawetzki tlorire,daselbst in grossen Ansehen und mit de-nen von Bünau in Meissen einerleyStammes, Uhrjprünglich abervon alter Sächsischer Ankunffesip, und vor Zeiten in SarmsuZmdurch Kriege rranzferiret worden.Es wird auch dieses Geschlechts in denSächsischen Geschichten derer älte-sten Zeiten gedacht, wie denn Rud olphvonBünau in etnemvcm3n<Zo?-V:icfdes Bischosss Illcnrici zu Naumburgi i 66. als Zeuge angeführetwird.Eö sind auch unzehliche alte vc».cumencz von dieser Familie verHan-den, und in dem Chur- Sächsischen^rclüve finden sich sehr viele viplo.matz, da sie als Zeugen angeführetwerden; Zum Exempel können eis

HllMZ llYV. 1197. !2O0. 14Z1.

14z 8. und mehrere angezogen wer-den, dabey zu mercken, daß schon dazu-mahl bereits die drey Geschlechts-Nahmen, Heinrich, Rudolph undGünther allein in Gebrauch gewesen;

davon