Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
513
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Pfandinhaber auf Lebenszeit des Schlosses Obertrixen, 1448 Pflegerzu Gmünd und Erbhofmeister zu Tyrol, als welcher er zum Herren-stande gehörte, 1452 zog er mit nach Rom, als Marschall des KönigLadislaus fungirend, 1453 ist er Hauptmann zu Oberdrauburg, 1457ward er vom Kaiser mit der Fischerei im Millstädtersee belehnt, 1475focht er nebst seinem Sohne Sigmund ritterlich gegen die Türkenund 1477 war er Anführer der siegreichen Schaaren, die gegen Mat-thias Corvinus in Ungarn einfielen, 1489 war er todt. Der dritteSohn war Eurckard, welcher mit Anna V .Liechtenstein: 1) RitterSigmund 1457 in Cilli, 1462 kais. R. u. Hauptmann zu Forchtenstein,von wo er nach Wiener Neustadt zu Hülfe kam, 1465 ist er erz-bischöflicher Hauptmann zu Pettau und Freih. v. Modwig; 2) Bal-thasar war 1452 mit in Rom, war in bamberg. u. Salzburg. Diensten,1463 kaiserl. Kämmerer, 1468 stürmte er an der Seite der beidenKreutzer das Schloss Hollenberg für den Landesfürsten, 1475 warer Einnehmer im Türkenkriege, 1484 starb er und ruht zu Villachim herrlichen Gotteshause, dessen Emporkirche sein Werk. SeineGemahlin war Apollonia, Tochter des Eernhard Sax, sie heirathetein zweiter Ehe Peter Schweinshaupt, besass Schloss Sanzenberg undstarb kinderlos. Ritter Hans war Gurker Vasall; 3) Burkart er-scheint 1432 als Besitzer erkaufter Güter im Jaunthal und sass von1461 bis 1466 als Cardinal auf dem Erzstuhl zu Salzburg. Niclasv. W., Sohn Sigismunds, 1444, verm. mit Sigaun v. Hag aus Bayern,starb 1468, seine Kinder waren Hans Erasm., Niclas, Ulrich undBarbara. Er gehörte zum Lungauiächen Stamme, welcher in derzweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausstarb. Auch Lienhart zwi-schen 1455 — 68, Sohn weiland Enderleins v. W.; Ulrichs Tochterhatte Augustin Khevenhüller, der 1519 starb, zum Gemahl, Chri-stoph und David verkaufen 1507 ihre Antheile an Hardegg. Derletzte W. Hans starb 1570/71 im Besitz der Herrschaften Eisenstadtu. Forchtenheim, er führte (von Kaiser Eürdinand I. in den Grafen-stand erhoben) das Wappen geviert mit einem gekrönten halbmond-belegten Adler in Silber, welches nach seinem Tode 1572 an SigunasNachkommen, die Khevenhüller, verliehen wurde.

Bucelin , Germ. —• Gauhe, I, 282G. •— v. Hellbach, S. 70G. ■— Prevenhuber, Annal. Styrens.8. 147. —- Schmutz, IV. S. 325. — Sicbmachcr, IV. S. 15. n. 3. — Spener, hist. insig, — Weiss,Käruth. Adel (18GÜ) S. 158 und 258. — Zedier, 54, S. 1403.

Weitel.shausen gen. Sclirautenbacli (in Roth auf grünem Hügelein gehendes Lamm). Alte rheinl.-hess.-nassauische Familie, auswelcher im 14. Jahrh. Heinrich v. Sch. als Ritter v. Erlickheim vor-kommt; zumCanton Odenwald gehörig, war Balthasar v. W. gen. Sch.fürstlich hess. Rath und Amtmann zu Glessen und wurde ein Gross-vater Balthasars, fürstlich hess. Haushofmeisters und Amtmanns zuLichtenberg, dessen jüngster Sohn Johann Wolf 1634, fürstlich hess.Rath, Oberstlieut. und Commandant von Giessen, der ältere aber,Johann Balthasar ebenfalls fürstlich hess. Rath bei der Erbverbrii-derungs- Erneuung zu Erfurt unter dein Comitat des LandgrafenLudwig von Hessen-Darmstadt. Von seinen Söhnen war Balthasar

Kneschke, Deutsch. Adels-Lex. IX.