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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
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Warkosch geschrieben) und aus dem Königreich Ungarn übersiedelte.Von den früheren bekannten Ahnherrn des Stammes war KicolausWarkotsch v. Kobschütz im Ratibor'schen 1503, Beisitzer bei demunter dem Herzoge Carl I. zu Münsterberg gehaltenen Ritterrechte zuFrankenstein, und Georg von Warkotsch, ein schles. Ritter, diente1540 als Oberst unter Ferdinand im Türkenkriege, und machte dieBelagerung von Ofen mit, 1543 vertheidigte er als kaiserl. Generalund Gommandant die Festung Stuhl-Weissenburg gegen die Türkenund fiel im Kampfe noch während der Belagerung als tapferer Officier.Zu derselben Zeit war Thomas v. Warkotsch, Adoptivsohn desPalatin Grafen Pereny, kais. Oberst und Gouverneur zu Erla, auchbekleideten im 15. Jahrh. viele Edle v. Warkotsch in Kriegs- undStaatsdiensten zum Theil hohe Aemter und Würden. In Schlesienhatte die Familie sich zeitig in unterschiedene Häuser: zu Langen-hennersdorf im Glogauischen, Kobschütz im Münsterbergischen, Silbitzund Wilmsdorf im Briegisclien geschieden und besass später auchRennersdorf, Schwestern-itz und Merzdorf im Münsterbergischen,Grünau und Reudorf im Oppelschen, Klein-Tchunkawe bei Militsch,Warkotsch bei Strehlen, und neuerlich Strachwitz im Breslauischen.Von der Linie zu Silbitz lebte Anfang des 16. Jahrhunderts Kicolausv. W T arkotsch, verm. mit einer v. Pogrell und Lampersdorf, dergleichnamige Sohn hatte eine v. Tschesch und Krippitz zur Gemahlinund eine Tochter, Eva, vermählte sich 1589 mit Hans v. Reinsperg.Von der Linie zu Wilmsdorf war gegen Mitte des 16. JahrhundertsHeinrich v. Warkotsch mit Ursula v. Brauchitsch vermählt. Der SohnJohann Dietrich hatte Ursula v. Kopatsch zur Gemahlin und der Sohndesselben, Christian, war mit Sabine v. Gay in der Mark b. Frankf.a. 0. vermählt. Demselben folgte Heinrich Wenzel, verm. 1663 mitSalome v. Suchodolskina und Walislawitz, aus welcher Ehe er dreiKinder hatte. Später erleiden die Familiennachrichten eine grosseUnterbrechung bis zu der Zeit, in welcher der Freiherrenstand indie PMmilie gekommen war (s. oben). 1741 wurde ein Baron v.Warkotsch k. preuss. Kammerherr. Auch Heinrich Gottlob war alsFreiherr anerkannt worden. Derselbe hatte bis 1756 im k. k. Heereals Hauptmann gedient und war luther. Glaubens. Durch den Todseines Bruders wurde sein Besitz mit Schönbrunn und Ob- undKied-Rosen im Strehlenschen vermehrt, so dass er die ganze Herr-schaft Strehlen, über 23 Güter besass. Seine Anhänglichkeit an dasKaiserhaus bewog ihn 1761 zum Verrathe an dem neuen Könige,welche durch Einziehung sämmtlisher Güter freilich auch den unschul-digen Lehnsvettern ihr Anrecht an dieselben entzog. Der Baron starbzu Raab und mit seinem mit einer Gräfin Königsdorf A r erm. Sohneerlosch später sein Zweig. Freiherr Carl Ferdinand, welcher, alsder König von Preussen 1741 die niederschles. Huldigung annahm,die k. preuss. Kammerherrenwürde erhalten hatte, war Besitzer desGutes Ciasno im lublinitzer Kreise, welches er aber später wieder-verkaufte, und sich in Rybna im beutlmer Kreise niederliess. Durchdas wunderthätige Marienbild in Cubetzko bewogen, bekannte er sich

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