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sehen Ordens in Preussen wurde, und 1393 starb, Hans v. W., anlängs Erz-Bischof zu Riga, später Bischof zu Lüttich, Friedrich v. W.,Ordensmarschall in Preussen u. Christoph v. W., Bischof zu Lübeck.— Martin v. W., ein Sohn des Ricolaus v. W., wurde für seine demOrden geleisteten Dienste mit dem Gute Pachollen bei Mohrungenbelehnt, welches der Familie schon um 1498 und noch 1698 zustand.Rächstdem sass das Geschlecht unweit Mohrungen bereits 1498 zuProeckclwitz und Königssee, war in der Mitte des 17. Jahrh. auchmit mehreren Gütern im Rheinlande gesessen und hatte im 16., 17.und 18. Jahrhunderte in Ost- u. Westpreussen viele und ansehnlicheGüter im Besitze, welche am Genauesten Freih. v. Ledebur nennt.Hoch im 19. Jahrh. sass das Geschlecht 1801 zu Heinrichau im K.Rosenberg, 1809 zu Tarse im Kr. Wehlau und 1820 zu Pr. Arnauund zu Wangnicken, beide Güter im Kr. Königsberg und 1830 zuPopelinen im Kr. Wehlau. — Von den Sprossen des Stammes ge-langten in Preussen viele früher und später zu grossem Ansehen undzu hohen Ehrenstellen. Später hat nach Allem der Stamm an Glie-dern sehr abgenommen. In den letzten Jahrzehnten des vorigenJahrhunderts war Gottfried Ernst v. Wallenrodt k. preuss. Major.Derselbe hinterliess nur einen Sohn und drei Töchter. Der Sohnstarb als Rittmeister a. D. 1808 auf seinem Gute Popelinen. Vonden Söhnen desselben besass Hermann v. W. später das genannteFamiliengut und der Andere, Gustav v. W., lebte bei seinem Bruder.Beide waren unvermählt und nach einer Angabe im Reuen preuss.Adelslexicon die beiden einzigen damals noch lebenden Gliederdieses alten vornehmen Geschlechts in den diesseitigen Staaten. DieTöchter des genannten Majors v. W. waren durch Vermählung indie Familien der Freih. v. Goldstein, v. Korkwitz und v. Kessel ge-kommen.
Pastorii Francon. rediv., Anhang:, S. 502. — v. Fallcenstein , Annalecta Nordgav, IT. Nachlese,S. 255 nnd Codex diplomat. S. 442. — Gauhe, I. S. 2762 — G4 und II. S. 1261—05. — Zedier, 52S. 1630—46. — Biedermann, Ritterschaft im Yoigtlande, Tab. 24665. — N. Pr. A.-L. IV. S. 312und 13. — Freih. v. Ledebur, III. S. 74 und 75. — Siebmacher, I. 102: v. Wallenrodt, Fränkischund 101: v. Wallenrodt, Streitauer Linie, Fränkisch. — Spener, I. S. 296. — v. Meding, III. S. 718und 19. — W. B. d. Preuss. Monarchie, II. 10: Gr. nach dem Diplome von 1701.
Waller zum Wildtliurm. Altes, bayerisches Adelsgeschlecht,welches zwischen 1165 und 1548 vorkam, in der Mitte des 16. Jahr-hunderts aber erloschen ist.
Wigul Hund, I. S. 364—GG.
Wallhofen, Wallhofen, genannt Mathias (in Silber eine rothe,weiss ausgefugte Wallmauer, aus welcher sich zwei Zinnenthürmeerheben). Reichsadelsstand. Bestätigungsdiplom des der Familiezustehenden Reichsadels vom 14. Febr. 1709 für Georg Mathias v.Wallhofen. — Altes, zu dem in Schlesien begüterten Adel zählen-des Geschlecht, welches namentlich im Rosenbcrgisehen begütertwurde, wo demselben bereits 1725 die Güter Wienskowitz und 1777Zembowitz zustanden und welches noch 1830 zu Kneja, Leschna,Murkow, Oschietzko, Poczolkau, Pruskau, Thursy, Wachow, Reu-Wachow und Zembowitz, sämmtlich im Kr. Rosenberg, sass. —