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schlecht im Mittelalter sowohl zur bayerischen, als fränkischen Rit-terschaft gezählt. Ausser dem Schlosse Waldau besass der Stammnoch die Schlösser Pleystein oder Bielstein und Waldthurn im baye-rischen Kreise. Diese Linien in Bayern und Pranken sind 1540 mitGeorg Dominus de Waldauw zu Waldau, Pleystein und Waldthurn,der nur vier Töchter hinterliess, ausgestorben. — Im 10. Jahrh. brei-tete sich die Pamilie in der Lausitz aus, nachdem die sarmatischenSorben in diesem Lande vom K. Heinrich I. besiegt und unterworfenworden waren und erbaute in der Ober-Lausitz das Schloss Waldaudrei Meilen von Görlitz, doch ist es auch möglich, dass das Ge-schlecht aus Bayern, Franken und Schwaben unter den HerzögenWladislaus und Boleslaus Altus nach Schlesien kam und von hieraus in der nahen Lausitz das genante Schloss erbaute. _ In Schlesienbreitete sich der Stamm in mehrere Linien aus und kam auch indie Neumark, in welcher 1352 Hanns Johann, oder Henslyn v. Wal-dau, Ritter, Marschall Ludwig dos Römers, Markgrafen v. Branden-burg, mit der Stadt und dem Schlosse Ivunigswalde (Königswalde)in der Neumark von dem genannten Markgrafen belehnt wurde.Dieser Hans v. W. ist der Stifter der neumärkischen, ponnnemschenund meklenburgischen Linien. Die lausitzisehe Linie ist im 16. Jahr-hunderte erloschen. Auch die früher sehr ausgebreiteten Linien inSchlesien waren in neuerer Zeit bis auf die Linie zu Schwanowitz imBriegschen ausgestorben und auch letztere Linie ging 1841 mit CarlBernhard v. W. aus. — Um die Mitte des 15. Jahrh. erscheinen dieHerren v. W. der neumärkisch-pommernschen Linie als Besitzer derBurg und Stadt Königswalde, der Schlösser Költschen und Gleissen,so wie der Güter und Dörfer Neu-Költschen (später Hammer), Oster-walde, Herzogswalde, Arensdorf, Räuden, Mittenwalde (später Neu-dorf), Heuwalde, Stubbenhagen u. s. w., so wie in Pommern als Be-sitzer der Stadt und Burg Bärnstein, oder Bernstein und der GüterGottberg und Habusch. Gleichfalls besassen Hans und Caspar v.Waldow Nieder - Schönliausen und Blankenfelde unweit Berlin undpfandweise von dem Kurhause Brandenburg auch die Städte Lieb en-walde u. Wriezen, auch war um die Mitte des 15. Jahrh. Hans v. W.zu Königswalde Herr der Stadt und Herrschaft Peitz in der Nieder-Lausitz. — Die Pamilie, die namentlich im Brandenburgischen undin Pommern ansehnlichen Grundbesitz erlangt hatte, doch auch inMeklenburg, Ost- und Westpreussen und im Posenschen begütertwurde, hat dauernd und in vielen Gliedern fortgeblüht. Früherwaren aus derselben Bischöfe, Generale und andere hohe Stabsoffi-ciere in der k. preuss. Armee, Comthure des St. Johann.-Malteser-Ordens hervorgegangen und mehrere Sprossen der Pamilie habensich in dem Befreiungskriege 1813 bis 1815 u. später ausgezeichnet.Johann v. W. der Aeltere a. d. H. Königswalde, gest. 1423, wurde1413 Bischof zu Alt-Brandenburg und 1421 Bischof zu Lebus undder Bruder desselben, Johann v. W. der Jüngere, gest. 1424 wardem Bruder in der bischöfl. Würde zu Lebus gefolgt. — SigismundRudolph v. W. auf Gottberg u. Haselbusch stai'b 1735 als k. preuss.
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