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Waldorf, Ritter. Böhmischer Ritterstand und böhmischer alterRitterstand. Ritterdiplom vom 13. Sept. 1664 für Gottfried v. Wal-dorf und Diplom des alten böhm. Ritterstandes vom 6. Dec. 1670für Denselben.
v Helttatfi, II. 8. 674.
' Waldorf, Ritter. Böhmischer alter Ritterstand. Diplom vom29. April 1682 für Jacob v. Waldorf.
v. Belliadi, II. S. 674.
Waldorf, Freiherren. Böhmischer alter Freiherrnstand. Diplomvon 1702 für Catharina v. Waldorf, Hofraths-Wittwe, mit ihrenSöhnen: Gottfried Anton und Gottfried Ignaz und ihrer Tochter:Maria Catharina und Diplom von 1742 für Franz Augustin Waldorf,Kreishauptmann zu Brünn.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 111 und S. 112.
Waldorf, Grafen. Böhmischer Grafenstand. Diplom von 1727für Gottfried Ignaz Freih. v. Waldorf, Landrechts-Beisitzer in Mähren.Wie angegeben führt Megerle v. Mühlfeld das Grafendiplom an.Gauhe schreibt die Familie Walldorff und giebt über die Familie fol-gendes an: Franz v. Walldorff hatte zwei Söhne: Gottfried Ignazund Joseph Ignaz. Gottfried Ignaz Freih. v. W., Herr auf Osowa,Bitschlca, Iiogettin und Zadeck, wurde mit seiner Nachkommenschaft1728 in den Reichsgrafenstand erhoben. Er war damals Landrechts-beisitzer in Mähren. Joseph Ignaz v. Walldorf, kais. Beisitzer desLandgerichts in Mähren, setzte seinen Stamm durch einen Sohn,Franz Augustin, fort, der noch 1745 lebte.
Gauhe, II. 8. 1260 und 61. — Megerle v. Mühljeld, Erg.- Bd. S. 35. — Supplem. zu Siebra.W. B. VIII. 4.
Waldow, Waldau ( in Roth ein silbernes, schrägrechts gestelltesPfeileisen. — Was die Wappen der verschiedenen Linien und diehin und wieder vorkommenden Abweichungen anlangt, so stimmenalle Linien, da der ganze, oder abgebrochene Pfeil ein und dasselbemit dem Pfeileisen sein soll, bis auf zwei überein. Die beiden imWappen abweichenden Linien waren die zu Pleystein und Wald-thurn im alten bayerischen Kreise und die Linie zu Schanowitz inSchlesien. Erstere führte in Roth auf einem dreihügeligen, schwar-zen Berge einen silbernen Zinnenthurm und Letztere in Blau dreirothe Monde). — Eins der ältesten, deutschen Adelsgeschlechter,welches im Laufe der Zeit sich weit ausbreitete, zu grossem Ansehenund bedeutendem Grundbesitz gelangte und in alten Urkunden baldWaldow, Waldau, Waldaw, Waldav und Waldauw, bald Waldowe,Waldo und Walde geschrieben vorkommt, welche Schreibartensämmtüch eine und dieselbe Familie bezeichnen. In märkischen Ur-kunden ist der Käme meist „Waldow oder Waldaw" geschrieben.Als Stammschloss der Familie wird das Schloss Waldau, im Kordendes alten bayerischen Reichskreises, an der Grenze des fränkischenKreises, genannt. Wegen dieser Nähe des fränkischen Kreises undweil die Familie auch in demselben angesessen war, wurde das Ge-