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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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Volckrah, Volkra, Vollira, ancli Herren und Grafen (Schild ge-giert, 1 und 4 in Gold, auch in Silber, in der Mitte des Feldes defLänge nach gestellt ein dünner, schwarzer Stamm mit Wurzeln undabgehackten Aesten, an welchem zu jeder Seite eine Krähe so hängt,oder klebt, als wollte sie an demselben ganz hinaufsteigen und 2 und3 in Grün ein goldner Querbalken: Wappen der ausgestorbenen v.Missendorf, oder Missingdorf, verliehen 1525 vom K. Ferdinand I.).Ein früher zu den angesehensten gräflichen Familien in Oesterreichgehörendes Geschlecht, welches zu dem eingeborenen österr. Adelzählte und früher in Oesterreich ob, als unter der Ens sich ansässigmachte. Dasselbe besass das oberste Erbland-Falkenmeister-Amtin Oesterreich unter der Ens und führte sonst den Beinamen Dornach.Friedrich v. Yolckra zu Fach u. Stephan v. Y. zu Koppenberg lebtenum 1386. Die Angaben über den in die Familie gekommenenFreiherrnstand stimmen nicht mit einander, richtig ist wohl die An-nahme des Freih. v. Hoheneck, dass der Freiherrnstand 1656 undbald darauf der Grafenstand in die Familie gekommen sei. Als ersterGraf wird Ferdinand Gottlieb genannt. Derselbe, Herr zu Heyden-reichstein, Freih. zu Steinbrunn und Streitdorff, war kaiserl. Kämm,und Kammer-Präsident in Ungarn und lebte noch um 1670. DerStamm blühte fort und zu grossem Ansehen gelangte Graf Otto Chri-stoph, k. k. Geh. Katli, welcher 1722 Kammer-Präsident in Schlesienund 1729 Landmarschall-Amts-Verweser inNieder-Oesterreich wurde.Derselbe stand im 74. Lebensjahre, als er 1. März 1734 im Bettetodt gefunden wurde und soll nach Hübner u. A. der Letzte seinesStammes gewesen sein.

Bncelini Stemmat. P. III. Gr. Brandis, Nr. 64. Freih. v. Hoheneck , II. Hübner, III.Tab. 722. Gauhe, I. S. 2696 und 97. Zedier, 50. S. 402. Siebmacher, I. 38: Vollkralien,Oester reichisch. Spener, S. 556 und Tab. 24. v. Meding, II. S. 706 und 707.

Volgstiidt, Volckstedt, Vollstaedt (Schild quergetheilt: oben vonSilber und Roth der Länge nach getheilt und unten Schwarz, ohneBild). Altes, thüringisches Adelsgeschlecht, welches dem Dorfe undehemaligen Rittersitze Yolgstaedt bei Rudolstadt an der Saale Kamenund Ursprung verdankte. Johann v. V., Ritter, kommt von 1305bis 1316 mehrfach in Gleichenschen Urkunden vor und die Nach-kommen desselben werden noch bis in den Anfang des 17. Jahrb. alsGleichensche Vasallen aufgeführt. Dieselben hatten ihre Güter inGünthersleben, Wechmar und Wandersleben, später in Lützensöm-mern, Wormstaed u. s. w. Georg v. V. erwarb gegen Erlegungeiner Summe Geldes vom Kur-Sachsen das ehemalige Kloster Wal-lichen zwischen Weimar und Erfurt 1544 als Mannslehn erblich undvon seinen Urenkeln besass der Eine gleichen Namens, fürstl. mag-deburgischer Ober-Forstmeister, mit Klein-Mölsen diese Besitzungnoch 1650 und später. Von Hans George v. V., fürstl. Sachs. Amt-mann zu Ichtershausen, stammte Quirin v. V., Fürstl. WeimarscherRath und Amtmann zu Bercka. Der Sohn desselben, Wolf Dietrich,starb 1660 als Hofmeistor des Grafen v. Gleichen und sein gleich-namiger ältester Sohn war noch 1675 herz, sachsen-gothaischer Mar-