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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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rieh, k. sächs. Kammerherr, im Kr. Delitzsch Herr zu Gross-Wölkauund Reibitz, so wie zu Sausedlitz und Graf Hermann, k. sächs. Kam-merherr, Herr auf Ober-Lichtenau im Kr. Lauban. Eine adeligeLinie, die sich im 18. Jahrhunderte in Schlesien niedergelassen, sasszu Woitzdorf, Armenruh, Osselwitz, Seifersdorf u. s. w. Diese Güterbesassen später namentlich die Söhne des Majors a. D. V. v. E. aufWoitzdorf, doch lebten aus diesem Hause im dritten Jahrzehnt des19. Jahrh. nur noch Theodor V. v. E., Landschafts-Director, Justiz-rath a. D. und Herr auf Seifersdorf und Teichenau und die Schwesterdesselben, die Wittwe des grossh. hessischen Gesandten zu BerlinFreiherrn Schüler v. Senden. Aus den sächsischen adeligen Liniender Familie standen mehrere Sprossen in kur- und k. sächs. Hof-und Militärdiensten, so wie in der k. preuss. Armee. Johann LudwigY. y . E. wurde 1851 lc. sächs. Major und Platzcommandant in Dres-den und 0. V. v. E. k. sächs. Oberlieutenant a. D. war um 1862 Te-legraphen- V orstand.

Peccensteinj Theatr. Saxon. I. S. 299 301. Ällbini Wertherlische Historie, S. 71. Knauth,S. 58688. Hoenn, Coburg. Historie, II. S. 103, 111 und 359. M. Grosser, Progr. de insig-nibus Vitzthumianis, Görl. 3711. Sinapius, Olsnograph. I. S. 603. Gauhe, I. S. 267376 undII. S. 1213 und 14. Zedier, 49, S. 41222. Schöttgen, diplom. Nachl. der Historie von Ober-Sachsen, I. 3. Tab. 111. S. 458 u. 9 Th. S. 96 u. II. S. 145. Jacobi, 1800. II. S. 374. Thiiring.Vaterlandskunde, Jahrg. 1801. 3. Stck. S. 34. Jahrg. 1802, 12. Stck. S. 190 u, Jahrg. 1803, 8. Stck.:S. 13032. v. Lang, Suppl. S. 28. Allgem. Geneal. Handbuch, 1824, I. S. 876 u. 77. N. Pr.A.-L. IV. S. 299. Deutsch. Grafenh. d. Gegenw. II. S. 603605. Freih. v. Ledebur, III. S. 60und 61. Geneal. Taschenbuch, 1839, S. 515, 1848, S. 71719, 1859, S. 904, 1861, S. 913, 1864,S 949 51 u. ff. Jahvgg. und histor. llandb. zu Demselben, S. 1039. Siebmacher, I. 146: DieVitzthum!) v. Eckstedt. v. Meding , I. S. 635 und 36: V. v. E. und Grafen Vitzthumb. Tyrotf,II. 69: Gr. V. v. E. W. B. d. Kgr. Bayern, II. 45 und v. Wölckern, 2. Abth. S. 80 82: Gr. V.v. E. W. B. d. Siichs. Staaten, V. 94: V. v. E. und II. 9: Gr. V. v. E.

Vitzthum v. Egersberg, Freiherren (in Gold ein schräglinks lie-gender, oben und unten abgehauener, schwarzer Stamm, auf derrechten Seite zwei, auf der linken einen rothen Apfel an schwarzenStielen tragend (Vitzthum v. Apolda). Altes, freiherrliches, wieschon das ganz gleiche Wappen ergiebt, zu dem alten Stamme Vitz-thum v. Apolda gehörendes Geschlecht, doch fehlen über den Ur-sprung und den Fortgang desselben genaue Kachrichten. Bekanntsind nur die Angaben Balbins. Der gleichnamige Sohn des im 15.Jahrhunderte und später in der Sächsischen Geschichte so bekanntenApel v. Vitzthum (Vitzdum) v. Apolda, Geh. Raths des Herzogs Wil-helm zu Sachsen, besass anfangs das Schloss Tannroda in Thüringen,zog sich aber später ebenfalls nach Böhmen zurück, wurde 1472unter die Freiherren in Böhmen aufgenommen und setzte den Stammfort und die Kachkommen desselben, von welcher die GebrüderChristoph und Dietrich um 1575 lebten, vertauschten den KamenVitzthum v. Apolda mit dem Kamen: Vitzthum v. Egersberg. Unterdiesem Kamen blühte das Geschlecht fort und kam auch in das Wei-marische. In neuester Zeit ist im Grossherzogthum Sachsen-Weimardurch Friedrich August Johann Freiherrn Vitzthum v. Egersberg aufElxleben, Oberhofmeister u. Kammerherrn und Carl Freih. Vitzthumv. Egersberg, Finanzrath u. Kammerherrn, das Geschlecht zu grossemAnsehen gelangt.

Loh. Balbini Miseell. histor. regn. Bohem. Dec. II. Lib. 1, cap. XV. S.S. Gauhe, I. S. 2680, W. B. d. Sächs. Staaten, V. 28: Freih, V. v. E.