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21. Dcc. 1719 für Eric v. Eitinghof: Schild geviert mit silbernemMittelschilde. Im Mittelschilde das Stammwappen. 1 in Gold einrothes Haus; 2 in Both ein silbernes Boss; 3 in Blau ein Schwanauf Wasser und 4 in Silber ein Ordenskreuz). •—- Altes, stiftsfähigesund ritterbürtiges, ursprünglich aus dem Ilochstifte Essen und derGrafschaft Mark in Westphalen stammendes Adelsgeschlecht, vonwo aus sich Zweige desselben, theils schon erloschene, tlieils nochblühende, nach Curland, Liefland, Preussen und nach allen angren-zenden Ländern verbreiteten und sich, doch mit steter Beibehaltungihres einfachen Stammwappens im Adelsstande, durch Bei- undGüternamen unterschieden, wie die V., genannt Kotkerke, V. gen.Hörde, V. zum Broich, zu Altendorf, zu Scheppen u. s. w. Der Bei-name Scheie, Schell, kommt zuerst in Belehnungs-Urkunden derAbtei Wehrden von 1325 bis 1344 vor. — Das Stammschloss deredlen Herren von Vietinghoff, in alten Urkunden Vittinch und Vit-tinchove geschrieben, lag zwischen Büninghausen und Wehrden amBuhrflusse, nahe der ehemaligen Grafenburg Isenberg und Buinendesselben finden sich theilweise noch jetzt. Als um 1226 die BurgIsenberg zerstört wurde, deren Besitzer, Eriedrich Graf v. Isenberg,den Erzbischof Engelbert von Cöln erschlagen, verschwand auchdas Schloss Vietinghoff und mit der Zeit kamen Zubehör und Güterdieses Schlosses durch Kauf und Schenkung an das adelige Erauen-stift zu Bellinghausen, weches dieselben bis zur Aufhebung 1811unter dem Kamen des Vietinghoff-Amtes verwalten Hess. Urkundlichkommt der Käme des Geschlechts mehrfach von der Mitte des 13.Jahrhunderts an vor und bereits 1350 war Arnold V. Deutsch-Ordens-Comthur zu Marienburg und 1360 oberster Meister dieses Ordens inLiefland. Die Hauptlinie der Herren v. Vietinghoff bewohnte schonim 14. Jahrhundert das Schloss Bruch bei Hattingen an der Bulirund 1340 war durch die Erbtochter von Aldendorf das gleichnamigebei Kiederwenningen an der Buhr gelegene Schloss an die Eamiliegekommen. Die urkundlich erwiesene Stammreihe beginnt mit Hu-nold Vitting, miles, der um 1325 auf Bruch lebte. Die Enkel des-selben, Arndt (I.) und Heinrich, theilten später die Güter: Arndt (I.)bekam Aldendorf, Heinrich aber, dessen Linie bald wieder erlosch,erhielt Bruch. • Die Enkel des Arndt (I.) Vietinghoff. Arndt (II.)und Johann (I.), theilten abermals die Güter und gründeten zwei Li-nien: die von Arndt (II.) abgestiegene, aber 1606 wieder erloscheneAldendorfer Linie und die von Johann (I.) herrührende und noch blü-hende Schellenberger Linie. Der Stifter der Letzteren, Johann (I.),kaufte 1432 das Haus Op dem Berge (von ihm Schellenberg genannt)bei Bellinghausen und hatte Catharina, des Pilgrim v. KückelheimTochter u. Erbin von Scheppen, zur Hausfrau. Die zahlreiche Kach-kommenscliaft desselben, deren Sprossen bei den Hochstiften zu Cöln,Münster, Paderborn und Osnabrück häufig aufgeschworen hatten unddem deutschen, so wie dem Johanniter Orden viele Comthure undBitter gab, blühte durch sechs Generationen bis zu Johann (III.) v.Vietinghoff, gen. Scheel v. Schellenberg, Erbdrosten zu Essen, fort,