— 364 —
schloss ! Später lebten nur noch von der ganzen Familie des älteren,früher verstorbenen Bruders Wittwe, eine geborene v. Specht, mitihrer Tochter.
Handschriftliche Notiz. — Rehtineier, Braunschw .-Lüneburg. Chronik, S. G70. — Ribbentrop, Be :Schreibung der Stadt Braunsclnveig, S. 72 und 83. — Venturini, Umriss der Braunsehw. Geschichte,S. 81. — v. Hellbach, II. S. 635. — Hagemann, Gesch. d. Lande Braunsclrweig u. Lüneburg, Bd.I.Lüneburg, 1837, S. 2l8. — Freih. v. d. Knesebeck, S. 284 und S. 381 — 383. — Hannov. W. B.D. 3 und S. 14. — Kneschke, III. S. 433 und 34.
Vega, Freiherren ( in Roth eine freischwebende hochaufbren-n ende, goldene Bombe). Erbl.-österr. Freiherrnstand. Diplom vom22. Aug. 1800 für Georg Vega, Major des k. k. Bombardiercorps,wegen seiner Militär- und Literärverdionste. Derselbe, geb. 1754zu Sagoritza, einem Dorfe in Ivrain, erhielt bei Errichtung des k. k.Bombardiercorps als Hauptmann die Stelle eines Professors der Ma-thematik, kämpfte dann gegen die Türken und Franzosen und stiegzum Oberstlieutenant, wurde aber 26. Sept. 1802 von einem Müllerberaubt u. in die Donau gestürzt, in welcher man ihn fand. v. Vega,welcher 1802 unter die Landstände des Herzogthums Krain aufge-nommen worden war, hatte sich um Verbreitung der mathematischenWissenschaften sehr grosse Verdienste erworben u. von seinen vielenSchriften haben namentlich die Logarithmentafeln, Wien, 1783 unddritte Auflage, Leipzig, 1814, zwei Bände, seinen Hamen bekanntund berühmt gemacht.
Megerle v. Mühlfeld, S. 91. — Kneschke, IV. S. 420 und 27.
Vegesack, Fegesack (Schild der Länge nach getheilt: rechts inBlau ein grünbekränzter wilder Mann, welcher in der rechten Handeinen runden Klöpfel und in der linken einen kleinen Sack hält undlinks quer getheilt: oben in Roth ein aufwachsender, goldener Löweund unten in Roth auf grünem Rasen zwei blaue Blumen, derengrüne Stengel sich schräg kreuzen). Erneuerter, polnischer undschwedischer Adelsstand. Erneuerungsdiplom des polnischen Adelsvon 1597 für Heise Vegesack, Nachkomme des Bürgermeisters Tho-mas V., welcher 1536 einen Tumult in Reval gestillt hatte, mit Ver-mehrung- des Wappens durch den wilden Mann und Diplom desschwedischen Adels vom 12. Juli 1651 für Georg Vegesack. — DieFamilie besass in Schweden Vegesackholm in Upland, in Finnland:Siwasolm und Sölthoffshof, in Lief-, Cur- und Estliland: Atzendorf,Paikis, Ritener, Serums und Sylack, in der Priegnitz: Frehne undStresow und in Franken: Dürnhof bei Bayreuth. Bedienstet inPreussen waren in neuer Zeit: Dagobert Röderich Achilles v. V.,Major und Polizei-Präsident a. D. zu Danzig, gest. 1850 und derSohn desselben, Achilles Cäsar v. V., k. preuss. Kreis- und Gerichts-rath, gestorben ebenfalls 1850.
Zedier, 40. S. 940—43. — Freili. v. Ledebur, III. S. 50 u. 51 u. 354. — Solnved. W.II. A. 079.
Vehlen, Velen, Edle Herren und Grafen (in Gold drei hinter-einander gehende, gestiimmelte, rothe Amseln, Merletten). Reiclis-grafenstand. Diplom vom 11. Oct. 1641 für Alexander IL, EdlenHerrn v. Vehlen. — Altes, in Westphalen u. am Hiederrhein begütert