Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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Philipp Nebel, gen. T. war kurfürstlicher Amts - Kellermeister zuMainz und wurde mit Diplom vom 16. Oct. 1689 mit dem Titel:Nebel v. Türkheim in den Reichsadelsstand erhoben. Derselbe warvermählt mit einer Vogel v. Ganenburg und sein Sohn, Carl Ferdi-nand, mit Theresia, Tochter des Albert Chevalier de Lämotte undder Maria Theresia v. Saitz. Aus letzterer Ehe entspross Carl Lud-wig Freili. v. Türkheim, s. oben, dessen Enkel, Ludwig, das jetzigeHaupt des freili. Hauses ist. Derselbe, Ludwig Freih. v. TürkheimGeisslern, geb. 1817 Sohn des 1846 verstorbenen Freiherrn Lud-wig I. Herr der Herrschaft Hoschtitz und Mitherr auf Czernahorain Mähren, nahm 1842 für sich und seine Nachkommen den Namen:v. Geisslern" an und vermählte sich 1842 mit Elisabeth FreiinBrenner v. Felsach, aus welcher Ehe zwei Söhne entsprossten, dieFreiherren: Ludwig, geb. 1844 und Joachim, geb. 1847. Die beidenBrüder des Freih. Ludwig sind die Freih. Carl, geb. 1821, lt. lt. Le-gationssecretair und Johann, geb. 1830.

Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 109. Geneal. Taschcnb. ( 1. freili. Häuser, 1853, S 490 u. 911854, S. 548 u. 49, 1863, S. 986 u. 87 u. ff. .Tahrgg.

Tiirkaii v. Türkentlial. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von1798 für Joseph Türltael, lt. k. Capitainlieutenant bei dem RegimentcOguliner, mit: v. Türkenthal.

Megerle v. .Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 475.

Tiirler. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von 1774 für Hiero-nymus Türler, Oberstwachtmeister im lt. lt. Infänterie-Regim. AntonGr. Colloredo-Walsee.

Megerle v. Muhlfeld, Erg.-Bd. S. 475.

Tiitticlieroda , Tutclienrode. Altes, thüringisches Adelsge-schlecht, dessen Sprossen besonders im 15. Jahrh. als schwarzbur-gische Vasallen vorkamen. Der Stamm erlosch 24. März 1576 mitHans Friedrich v. Tütticheroda und die Güter desselben kamen alseröffnete Lehen an die Häuser Schwarzburg und Stolberg, auch kamdamals die dem Geschlechte im Anlange des 15. Jahrh. verpfändeteRothenburg wieder an Schwarzburg zurück.

Hessels Geschichte von Rothenburg, S. 24 und 51. Note 93 und 97. v. HelTbach, II. S. 616'

Tulendorp (Schild der Länge nach getheilt: rechts in Silber dreirothe Bosen über einander und links in Gold ein an die Theilungs-ünie angeschlossener, zweiköpfiger, schwarzer, halber Adler). -Altes, meltlenburgisches Adelsgeschlecht, welches in der erstenHälfte des 16. Jahrhunderts erloschen ist. Anna v. Tulendorp, dieLetzte des Geschlechts, Gemahlin Burchards v. Roland, lebte noch1523. Das Wappen findet sich, wie angegeben, in der SanitzerKirche.

v. Meding, III. S. 687: nach dem MS. abgegangener meklenb. Familien.

Tullestete, Doellstedt. Altes, thüringisches auch Tulstede,Tnlstedt und Tulistete geschriebenes Adelsgeschlecht, welches daszwei Stunden von Langensalz im .Gothaischen gelegene Dorf Döll-stedt besass und zwischen 1208 und 1371 urkundlich vorkommt.

Brückner, Kirchen u. Schulen-Staat des Herzogth. Gotha, I. Stck. 7. S. 41 u. II. Stck. 3. S. 11. Zedier , 45. S. 1734 und 35.