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1 und 4 das Stammwappen und 2 und 3 in Gold zwei über Kreuz ge-legte, geastete, schwarze Baumstämme: Wappen der alten HerrenBerka y . der Dub und Leipa). Böhmischer Freiherrn- und Grafen-stand. Freiherrndiplom zu Anfange des 17. Jahrhunderts lür die Ge-brüder Hans, David, Heinrich und Friedrich v. Tschirnhauss (Hansv. T. war kaiserl. Ivriegsrath, Mundschenk und Oberst und besassGräfenstein) und Grafendiplom vom 29. Mai 1721 für Sigmund Frei-herrn v. Tschirnhauss, Majoratsherrn auf Nieder-Baumgarten beiBollcenhayn in Schlesien, k. k. Kämmerer, Deputirter bei der Scble-sischen Steuer-Haitung u. s. w. — Altes, ursprünglich böhmischesBittergeschlecht, welches nach Sinapius von zwei Brüdern, Host undCzernaus, abstammen soll, welche der Sage nach, zwischen denJahren 657 und 661 unter dem Fürsten Czecho in Böhmen ein hohesHaus bauten, welches sie Czernaus nannten u. den Namen desselben,der später Tschirnhaus ausgesprochen wurde, annahmen. — Haus v.Tschirnhaus wird 1447 als Hauptmann zu Friedland im Schweidnit-zischen genannt und Christoph v. Tschirnhaus war um 1554 Appel-lationsrath zu Prag. Das genannte Stammhaus Czernhaus in Böh-men besass noch 1572 Christoph Czernhaus v. Czernhaus, nach dieserZeit aber scheint in Böhmen der Stamm ausgegangen zu sein undsich dafür in Schlesien aus der Hauptlinie zu Bolkenhain und denNeben-Aesten zu Baumgarten und Wederau weit ausgebreitet zuhaben. Um 1500 lebte noch Fabian v. T., auf Bolkenhain, Haupt-mann, fiel aber dann in einem Duelle. Sein Sohn, Hans, soll um1560 das wüste Haus Mittelwalde erkauft und zwei Söhne, Davidund Michael, hinterlassen haben. Letzterer setzte den Stamm durchdrei Söhne, Hans, David, Heinrich und Friedrich, fort, die, wie obenangegeben, den Freiherrnstand in die Familie brachten.— Zu Mi-chaels Nachkommenschaft gehörte unter anderen Enkeln Georg autBaumgarten und Petersdorff, der 1671 starb und einen Sohn, GeorgSigismund, kaiserl. Oberst-Lieutenant und Landes-Aeltesten der Für-stenthümer Jauer und Schweidnitz, hinterliess, dessen Enkel, Sigis-mund, Herr dos freiherrlichen Majorats Baumgarten und Heinzen-walde, wie auch zu Wederau, Falkenberg und Bartsch, k. k. Käm-merer, in den Grafenstand versetzt wurde u. sich 1721 mit TheresiaGrf. v. Happach, Hof-Dame am kaiserl. Hofe, vermählte, doch istnicht bekannt, dass er seine Linie fortgesetzt. Zu dieser SchlesischenLinie gehörten übrigens auch folgende Glieder der Familie: Abrahamv. T., der Schlesischen Fürsten und Stände um 1611 über viertau-send Mann Infanterie-Oberst-Lieutenant; Hans George auf Häslicht,kaiserl. Bittmeister, welcher 1692, einen Sohn, Johann Friedrich,hinterlassend, starb; Hiob Christoph auf Seifersdorf, um 1693 derFürstenthümer Schweidnitz und Jauer Landes-Canzler: Wolf Bern-hard, dessen gleichnamiger Vater Bockenau und Laubgrund im Lieg-nitzischen besass, und der sich durch Uebersetzung geistlicher, Eng-lischer Schriften und durch seine Reisen mit vornehmen Söhnen vomAdel bekannt gemacht hatte u. noch 1717 lebte; Friedrich Wilhelm,der 1718 eine „Einleitung zur Wappenkunst" zu Nürnberg in Folio