— 287 —
1235 Conrad v. Pommersfelden gelebt haben soll. Das StammschlossPommersi'elden liegt am Flusse Iteich-Eborach und die Familie ver-waltete anstatt Chur-Pfalz das Erbtruchsessen - Amt im HochstifteBamberg. Conrad Tr. v. P. wird von Hönn 1420 angeführt; Mar-garetha v. Pommersfelden, Aebtissin zu Pirckenfeld, starb 1494 undVitus Tr. v. P. 1503 als Bischof zu Bamberg und Laurentius Tr. v. P.befand sich 1520 als kurmainzischer Gesandter auf dem Wahltagezu Frankfurt a.M. Später, 1710, schloss Friedrich Ernst Truchsessv. Pommersfelden, kurmainzischer Kammerherr als Letzter des altenGeschlechts den Stamm.
G. Helwich, Elenchus nobilitatis ecclesiae Mognnt. in: Joannis Her. Mogunt. II. S. 334 und 35.
— Hoenn, Coburg. Chronik, II. S. 97. — v. Hattstein, II. S. 451 — 53. — v. Falkenstein, Annal.Nordgav., IV. Nach!. S. 335. — Doederleiris histor. Nachr. v. d. Marsch, v. Calatin. S. ,3G9. —Ritter's evang. Denkmiiler der Stadt Frankfurt a. M., S. 41 und 42. — Gauhe, I. S. 2610 und 11.
— Zedier, 45. S. 1251 und 52. — Biedermann, Oanton Steigenvald, Tab. 251—57. — Salver, S.323, 360, 363 und 397. — Siebmacher, 1. 101: Die Truchsess v. Pommersfelden, Fränkisch. — Ful-duischer Stifts-Kalender. — v. Meding, I. S. 619. — Supplem. zu Siebm. W. Ii. VII. 24: F. H. Tr.T. P.
Truchsess v. Rheinl'ehlen. Altes, schweizerisches Adelsge-schlecht, welches später auch zu dem schwäbischen Adel zählte.Ein Sprosse des Stammes lebte noch 1676 als deutscher Ordens-Com-thur zu Frankfurt a. M. und Regenfried Tr. v. Rh. wurde noch 1738zu den Capitular-Herren der Abtei Mürbach und Lüders gerechnet.
Urstisii Chronic. Basil., S. 396. — Gauhe, I. S. 2608. — Zedier, 45. S. 1252.
Truchsess v. Rieneck (Reineck) (Schild in der Mitte achtmalvon Roth u. Gold quergestreift). Altes, fränkisches Rittergeschlecht,s. den Artikel: Reineck, Rheineck, Rhenick, Grafen,Bd. Vit. S. 433.
Truchsess v. Riugingen. Altes, früher zu dem schwäbischenAdel gehörendes Geschlecht.
Siebmacher, II. 100.
Truchsess v. Schlotlieini. Altes, thüringisches, schon unter K.Lothar oder Ludwig Iii. mit dem Erbtruchsessen-Amte bekleidetesBittergeschlecht, s. den Artikel: Schlotheim, Schlottheim, Bd. VIII.S. 223 - 25.
Truchsess v. Wellers wähle, früher: Truchsess v. Borna (in Blauein von Silber u. Roth mit schmalen Streifen vielmals quergestreifterAdler). Altes, meissensches Adelsgeschlecht, welchem das Erbtruch-sessen-Amt der Markgrafen von Meissen zustand und welches sichfrüher nach dem Gute Borna bei Oschatz, später aber nach dem SitzeWeilerswalde, ebenfalls bei Oschatz, nannte. Die Familie sass be-reits 1200 und noch 1498 zu Borna und 1472 und noch 1620 zuWeilerswalde und brachte auch mehrere andere Güter an sich. Sosass dieselbe 1535 zu Naundorf und 1550 zu Glaubitz, beide Güterunweit Hayn, 1692 zu Falkenberg bei Liebenwerda, 1745 zu Ober-Sohland in der Ober-Lausitz, wurde auch in der Nieder-Lausitz be-gütert und kam in neuerer Zeit auch nach Ostpreussen, wo dieselbenoch 1849 zu Grzegofz unweit Culm und zu Zelgno bei Thorn ange-sessen war.
Pechenstein , Theatr. Saxonic. S. 110. — Knauth, S. 584. — Schannat, S. 168. — Horn's Stichs.Handbibl. S. 150. — Gauhe, I. S. 2608. — Zedier, 45. S. 1247—52. — Estor, A.Pr. S. 406: nennt