Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
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Herrschaft Troistorrens (Schloss und Commune) im WaadtländischenDistricte Payerne, besass in der Waadt, ausser Troistorrens, dieFreiherrschaft Champvent, die Herrschaften la Molliere, Golion,Bavois, St. Martin la Chene, Demores, Mollendins, Daillens u. A.,nebst der Castellanei and Majorei von Oiidrefin und theilte sich vonCüdrefin aus in drei Hauptlinien: in die von Güdrefin, Iverdun undPaverna, welche das Erb-Bürgerrecht dieser Städte besassen undnoch besitzen. Dem Geschlechte wurde der Adel von der Regierungder souverainen Stadt Bern (Herrin der gebürsteten Frei herrsch aftWaadt) 1609 bestätigt, so wie auch die Freiheiten, welche die Fa-milie von den Herzogen von Savoyen erhalten hatte. Was den Ur-sprung des Geschlechts anlangt, so wird dasselbe für einen Zweigdes ehemaligen schwäbischen Stammes v. Dreibach (Drybach) ge-halten, welcher, in Diensten des Herzogs Berthold IV. von Zaeh-ringen, nach Waadt kam und dort mit einem Strich Landes beliehenwurde, in welchem es ein neues Dreibach, das französische Trois-storrens, anlegte. —• Von späteren Sprossen des Stammes wurdeWilhelm Tr., Hauptmann der k. franz. Leibwache, mit dem KönigeFranz I. bei Pavia gefangen, darauf von seinem Geschlechte ausge-löst und später von dem genannten Könige zum Ritter geschlagen.Isaac Tr., geb. 1604, Oberst und Chef eines deutschen Regiments inschwedischen Diensten, trat mit demselben 1669 in französischeDienste und fiel an dessen Spitze 1640 bei Borborch in Flandern;Franz v. Tr., geb. 1590 u. gest. 1660, k. schwed. General-Lieutenant,wurde 1628 Grossmeister der Artillerie und 1641 Director der Fe-stungsbauten von Genf und Albert v. Tr. fiel 1633 bei Kempten alsk. schwed. Generalmajor u. Regiments-Chef. Franz Friedrich v. T.war um 1726 Professor der Philosophie und Mathematik und gehörtezu den ausgezeichnetsten Professoren der Lausanner Academie undAbraham v. Tr. rettete als Major im k. sicilianischen Schweizer-Regi-mente v. Tschudi mit dem grössten Heldenmuthe seinen König ausder augenscheinlichst eintretenden Gefangenschaft, nahm 1773 alsGenerallieutenant, Inhaber eines Infanterie-Regiments und Gouver-neur von Messina seinen Abschied und starb später im Vaterlande.

Leu, Schweiz Lcxicon, XVIII. S. 273 — 7G. — May, hist. milit. de la Suisse, VI. p. 339 — 341.— Hist. de Officiers Suisse par l'Abbö Girard, III. S. 157—1(51. — Lutz, Nekrol. denkwürdigk.Schweizer. — Documens relatif a l'histor. du Pays de Vaud de 1293 ä 1750. Geneve 1S17, p. 83,88, 109, 117 u. a. v. a. 0. — N. Pr. A.-L. V. S. 447 und 48. — Freih. v. Ledebur, III. S. 28.

Troll, auch Ritter. Reichsadels- und erbl.-österr. Ritterstand.Adelsdiplom von 1788 für Gustav Michael Troll, k. k. Hauptmannund für den Bruder desselben, Franz Xaver Troll, Polizei-Commissarund Ritterdiplom für Ersteren von 1793.

Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 208 und 474 und 75.

Tromney ( in Blau die vorwärtsgekehrte Büste eines gehar-nischten, bärtigen Ritters, welcher auf dem Kopfe eine silberne,schwarz verbrämte Kappe trägt und um den Hals eine goldeneKugelkette hat). Alte, Preussische Landesritter, ehemals in West-preussen zu Tromnau unweit Marienwerder gesessen.

Freih. v. Ledebur, III. S. 28.