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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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der Hofmark Mühlhaussen und Landgerichtsschreiber zu Vohburgund für Johann Aloys St., Hofkammer - Secretair, Haupt-Zoll- undHolzamts - Inspector zu Lechhausen (später Geh. und Ober-Landes-Regierungsrath), ausgeschrieben in Kur-Bayern 25. März 1768.Der Urgrossvater der Empfänger des Adelsdiploms, ein geschickterChirurg aus dem Hannoverschen, wurde vom Könige von Grossbri-tannien dem Kurfürsten von Bayern Max Emanuel als Kammerdienerüberlassen und nahm die katholische Religion an. Der Grossvaterwurde Propsteirichter zu Geissenfeld und die Väter der später in dieAdelsmatrikel des Kgr. Bayern eingetragenen Geschlechts-Aeltestenwaren die oben genannten Empfänger des angeführten PfalzgräflichenEdelndiploms von 1766. Als diese Geschlechts-Aeltesten nennt v.Lang die Gebrüder: Franz Xaver Joseph Edlen v. St., geb. 1773,k. bayer. Rentbeamten zu Mühldorf und Maximilian Joseph StephanEdlen v. St., geb. 1773, k. bayer. Stabs-Auditor bei der II. Armee-Division, welche mit zwei Vettern der Adelsmatrikel einverleibtwurden.

v. Lantj, S. 565. W. B. d. Kgr. Bayern, IX. 2.

Stubenvoll, auch Freiherren (Schild geviert: 1 und 4 in Goldzwei schwarze Querbalken und 2 und 3 in Roth ein rechtsgekehrter,zum Raub geschickter Wolf von natürlicher Farbe mit aufgewor-fenem Wedel und roth ausgeschlagener Zunge. Hächstdem kommtmit dem Hamen der Familie noch ein anderes Wappen vor: Schildgeviert: 1 und 4 in Schwarz drei schrägrechte, goldene Balken und2 und 3 in Roth ein Türkenkopf,-welchen ein Rabe benagt). Reichs-adelsstand. Diplom vom 3. Aug. 1589 für Wolf Stubenvoll und fürdie Vettern desselben: Hans, Michael und Jacob Stubenvoll. Einursprünglich aus Steiermark stammendes, nach Kiederösterreich undBayern gekommenes Adelsgeschlecht, welches später auch in dieSächsischen Lande Ernestinischer Linie, ins Gothaische und Weima-rische kam. Der Empfänger des Adelsdiploms, Wolf Stubenvoll,wurde in Folge der Religionsstreitigkeiten aus Steiermark vertriebenund starb, sechs Kinder hinterlassend, zu Wien. Ein Sohn desselben,Hans v. Stubenvoll, geb. 1569 und gest. 1640, kaiserl. Oberlieutenantund böhmischer und mährischer Landstand, setzte das Geschlechtfort. Von ihm stammte Hans Christoph v. St., geb. zu Wien 1603,gefallen 1638 als k. k. Oberstlieutenant in der Schlacht bei Rheinfelden.Aus seiner Ehe mit Elise v. Helfersheim, gest. 1645 zu Regensburg,entsprossten zwei Söhne: Hans Otto v. St., geb. 1627 und gest. 1650als k. k. Lieutenant und Hans Christoph v. St., geb.1635 zu Coblenz,welcher, verm. mit Anna Sophia v. Heiversen, 1684 als kurpfälz.Geh. Rath starb. Der Sohn des Letzteren, Albrecht Sigmund v. St.,geb. 1659, war Fürstl. Sachsen-Gothaischer Oberst und hatte aus derEhe mit Dorothea Sibylla v. Treskau vier Kinder, von welchen derälteste Sohn, Friedrich Sigmund x. St., geb. 1704 und gest. 1759,Herr auf Lobeda bei Jena, den-Stamm fortsetzte. Derselbe war zwei-mal vermählt und zwar in erster Ehe mit Magdalena Auguste v.Goldacker und in zweiter mit Anna Regina v. Rockhausen und hinter-