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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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theilt und in jeder Hälfte nochmals qjiergetheilt. Tn der oberensilbernen Hälfte stehen oben drei und unten zwei blaue Muschelnund in der unteren blauen Hälfte oben drei und unten zwei silberneMuscheln. Gräfliches Wappen: Schild geviert und im silbernenMittelschilde der preussische, schwarze Adler, auf den Flügeln mitden Kleestengeln. 1 itnd 4 in Gold ein rechtsgewendeter, schwarzer,unten blutender Schweinskopf mit silbernen Hauzähnen: Strachwitz-Gross-Zauche und 2 und 3 von Gold und Schwarz sechsmal querge-streift. Jeder goldene Streifen ist mit zwei schwarzen und jederschwarze mit zwei goldenen, neben einander gestellten Muscheln be-legt: Stammwappen, in den Farben aber verändert: Strachwitz undGaebersdorf). Reichsfreiherrn - und Grafenstand des Kgr. Preussen.Freiherrndiplom vom 22. Sept. 1630 für Christoph v. Strachwitz undGross-Zauche, kais. Rath, Prälat und Domherrn zu Breslau u. Gross-Glogau, des Bisthums Administrator und Mitstatthalter zu Neisse, sowie lur Maximilian v. Strachwitz, kais. Rath, Hauptmann des Bis-thums Breslau, mit seinen Nachkommen und zwar als Belohnungtreuer Dienste und Grafendiplom vom 6. Juli 1798 für Carl JosephFreih. v. Strachwitz, Herrn auf Kamminietz, vom K. Franz II. 30.März 1799 bestätigt. Altes, schlesisches Adelsgeschlecht aus demgleichnamigen Stammhause im Liegnitzchen, welches nach Einigenursprünglich aus Polen stammen soll. Nicolaus St. kommt 1331 alsDomherr zu Breslau und Ulrich 1420 als Bischof zu Breslau undNeisse vor und Christoph v. St. war 1494 oberster Hauptmann inOber-Schlesien. Die fortlaufende Stammreihe beginnt mit Hans v. St.,welcher sich 1505 mit einer v. Falckenhayn auf Massel vermählte. Im Laufe der Zeit bildeten sich mehrere Häuser, von welchen dasHaus Scygrod (Siegroth) den Beinamen Wilrich, das Haus Zaucheden Beinamen Sassky führte. Sinapius giebt an, dass die Strachwitzemit viererlei Wappen vorkämen und zwar die v. St. u. Geroltschütz:in Blau zwei goldene, schräglinks gestellte, rothe Rosen, Siebmacher,1. 53: Strachwitz; die v. St. und Ellgut: in Roth ein silberner Quer-balken, von drei Nelken ähnlichen Blumen begleitet; Siebmacher, II.50; die v. St. und Gaebersdorf: dreimal in Silber und Blau querge-theilt, jede der vier balkenweisen Theilungen mit Muscheln belegt,3,2,3,2, in wechselnder Farbe, Siebmacher, I. 53 und die v. St.und Gross-Zauche oder v. St. und Peterswaldau, oder St.-Sustky: inRoth ein schwarzer Schweinskopf, Siebmacher, II. 50. Von diesenvier Geschlechtern sind die beiden Ersteren erloschen, die anderenBeiden aber blühen fort, haben 1627 ihre Wappen vereinigt und er-langten, s. oben, den Reichsfreiherrnstand. Die Vereinigung derWappen erhielt 20. Juli 1627 die kaiserliche Bestätigung. Vonden Nachkommen des Freih. Maximilian, s. oben, stiftete MauritzFreih. v. Strachwitz, Bischof zu Tiberias und Weihbischof und Ad-ministrator des Bisthums Breslau, das Familien-Majorat Weigelsdorf,dessen erster Besitzer der Bruder desselben, Freih. Johann Friedrich,Herr auf Kostau und breslauischer Landschafts-Director, wurde. Derandere Bruder, Carl Joseph, erhielt, s. oben, den Grafenstand. Letz-