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an der äussern und innern Seite der Ranke drei kleine, sich etwaskrümmende Ausschüsse haben, unten aber über einander ins Andreas-kreuz gelegt u. jede mit drei Wurzeln ausgerissen sind). BöhmischerFreiherrn- und Preussischer Adels- und Grafenstand. Freiherrn-diplom vom 17. Jan. 1701 für Caspar v. Stosch, Herrn auf Gröditz,Altwasser, Klein-Wiersewitz u. s. w. und Landesältesten des Fiirsten-thumsWohlau; Adelsdiplom vom 18. Jan. 1701 für die GebrüderFriedrich Wilhelm StosGh, k. preuss. Geh. Stäats-Secretäir und Wil-helm Heinrich St., k. preuss. Geh. Kämmerer, auf Grund ihrer Ab-stammung aus der v. Stoschen Familie und zwar mit folgendemWappen: Schild geviert: 1 und 4 in Silber der schwarze, preussischeAdler und 2 und 3 des Stosch'sche Stammwappen und Grafendiplomvon 1. Juli 1798 für Hans Gottlieb Freili. v. Stosch, Herr zu Löwen,Polnisch-Kessel, Hartau u. s. w. Nächstdem sind preussischer SeitsAdels-Erneuerungen und Adelserhebungen 18. April 1811: Diplomfür Wilhelm St., k. pr. Cavalerie-Lieutenant, 1. Sept. 1815: D iplo mfür Ferdinand St., k. pr. Hauptmann und 24. April 1823: Diplom fürdie tiebruder Stosch: jAugust WTiTieThi, Doctor der Medicin, CarlFriedrich, k. pr. Lieutenant und Adjutanten und Gustav Heinrich,k. pr. Lieutenant, in die Familie gekommen. — Altes, schlesischesAdelsgeschlecht, eines Stammes u. "Wappens mit den Grafen v. Kaunitz,welches'schon im 12. Jahrhunderte, wo dasselbe aus Croatien nachBöhmen und aus Böhmen nach Schlesien kam, den gräflichen Titelgeführt haben soll. Die ersten Sprossen des Stammes in Schlesienschrieben sich Stosch v. Kaunitz. Otto Graf Stosch war 1181 Kron-feldherr der vereinigten Polen und Schlesier und man nimmt den-selben als Ahnherrn der jetzigen Grafen und Freiherren v. Stosch an.
— Im 13. Jahrh. scheint die Familie, wie andere vornehme Ge-schlechter, den böhmischen Herren- und Freiherrnstand für genügendgehalten und vom Grafenstande abgesehen zu haben. Im 13. Jahrh.bestanden drei Linien: eine in Ober- und zwei in Nieder-Schlesien.Die oberschlesische Linie, die sich Stosch zu Kaunitz schrieb, erlosch,wie mehrfach angenommen wird, zu Ende des 16. Jahrhunderts, dochkommt noch 1632 Otto Heinrich Stosch, Freiherr zu Kaunitz alsLandeshauptmann des Fürstenthums Sagan vor, die niederschlesischenLinien aber, die sich nur v. Stosch schrieben, theilten sich in verschie-dene Häuser u. Nebenlinien. Die ältesten Stammhäuser waren Siegrothim Briegischen mit dem Nebenhause Lorzendorf, welche beide im 18.Jahrhundert ausgegangen sind und Mondschütz im Wohlauschen.Das Haus Mondschütz schied sich wieder in die Nebenhäuser Gross-Tschirne, Simbschen, Schwarzau, Gr. Wangern, Rinnersdorf,Wandritsch, Kunzendorf und Conradswaldau. Das Haus Kreidelwitz,welches 1688 erlosch, war ein Nebenzweig des Hauses Schwarzau.
— Ueber alle diese Häuser, so wie über die früheren genealogischenVerhältnisse des Geschlechts giebt sehr genaue Auskunft die untenangeführte Monographie, welche Melchior Friedrich v. Stosch aufMondschütz, gest. 1724, k. Hofrichter und Landes-Deputirter desFürstenthums Wohlau der Familie zu späterem Druck hinterliess. —