Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
55
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Stoeven (imSchilde ein schrägrechter Balken). —Altes, meklenh.Adelsgeschlecht, aus welchem Marquard Stoeven noch 1445 lebte.

Meding , I. S. 596: nach dem MS. abgegangener, meklenb. Familien. — Siebmacher, v. 149: v.-Stöven, Holsteinisch.

Stojentin, Stoyentin (Schild schräglinks getheilt: oben (vorn) inBlau ein aus der Theilungslinie hervorwachsender Hirsch von natür-licher Barbe und unten (hinten) von Silber und Blau gcschacht. DerSchach nimmt gerade den Baum eines linken Schrägfusses ein, auchwohl von Gold und Blau zusammengesetzt und der Hirsch wächst inein silbernes Feld auf). — Altes, pommernschcs Adelsgeschlecht, wieMicrael sagt, Stettinischen Ortes. Abzweigungen desselben sind diev. Schwetzkow und v. Wojen. Ein Zweig im Bütowschen schriebsich 1639 und 1671 Stontin, auch Stentin und a; Westpreussen nahmdas Geschlecht den Beinamen Stojentin-"VVonglikowski an. — DieFamilie war und wurde in Hinterpommern, namentlich um Stolp, an-sehnlich begütert. Als Stammsitz wird Schwetzkow bei Stolp ge-nannt und in der Umgegend führte zeitig ein Sitz den Hamen desGeschlechts. Schon im 15. Jahrb. sass dasselbe zu Langenböse, Ben-zin, Darsow, Warbelin, Bumbiske, Zipkow, LojowfBowen u. s. w.und brachte später im Laufe der Zeit mehrere andere Güter zeitweisean sich. Heben Langenböse und Darsow kommen als alte Besitzun-gen des Geschlechts namentlich Prehendow, Yixow, Bonkow, Gie-sebitz, Saviat u. s. w. vor. Der Stamm blühte dauernd fort und diespäteren und jetzigen v. Stojentin sind Hachkommen des Caspar v.St.,welcher 1617 als Hauptmann zu Friedrichswalde starb. Yon denin der k. preuss. Armee gestandenen Gliedern der Familie ist beson-ders Peter Heinrich v. St. zu nennen, welcher als k. pr. Generalmajor,Chef eines Infanterie-Begiments und Amthauptmann zu Liebenwaldeund Zehdeniclc, 1776 starb. — Hach Bauer war noch 1857 ein v.Stojenthin Herr auf Schorin u. Darsow im Kr. Darsow und ein v. St.Herr auf Wendisch-Silkow, ebenfalls im Kr. Stolp.

Micrael, S. 532. S. 98. — Friedeborn, Stettinsche Chronik. — Gauhe , I. S. 2464 und 65. —Iianft, Archiv, 1734, S. 673. — Zedier, 40. S. 305. — N. Pr. A.-L. IV. S. 239. — Freih. v. Lede-bur, II. S. 488 und 89 und III. S. 347. — Siebmacher, V. 72: D. Stojenthin, Pommerisch. — v.Me-ding, III. S. 642. — Pommer. W. B. III. 30.

Stoixner, Edle. Pfalzgrällich Zeilsches Edelndiplom vom l .Sept.1769 für Franz Carl Stoixner, kurbayer. Batli und Stadtsyndicus inMünchen und für den Heffen desselben: Anton Jacob Stoixner, Sohndes verstorbenen Capitel-Syndicus Gottlieb Felix Stoixner zu Frei-sing. Das Diplom wurde in Kurbayern 5. Dec. 1769 ausgeschriebenund Anton Jacob Edler v. Stoixner, geb. 1759, als k. bayer. Appel-lationsgerichtsrath in München, nach Anlegung der Adelsmatrikel desKgr. Bayern, in dieselbe eingetragen.

v. Lang, S. 562. — W. B. d. Kgr. Bayern, VIII. 97.

Stoketo, Stocketo (Schild von Silber und Both mit drei aufstei-genden, gedämmten Spitzen quergetheilt). Altes, lüneburgisches Pa-triciergeschlecht, aus welchem Hicolaus Stoketo 1456 vom K. Fried-