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d. Gegenw. III. S. 381 u. 82. — Freih. v. Ledebur, II. S. 488 und III. S. 296. — Geneal. Taschenb.d. freih. Häuser, 1859, S. 821 u. '22, 1864, S. 86! u. 62 und histor. Handb. zu Demselben, S. 954.
Sternburg, Speck v. Sternbnrg, Speck-Sternburg, Freiherren
(Schild durch einen schrägrechten, schmalen, goldenen Balken ge-theilt, mit blauem Mittel Schilde und in demselben ein fünfeckiger,goldener Stern. Die linke, obere Schildeshälfte ist von Blau undGold fünfmal quergetheilt und in der mittleren, blauen Theilung der-selben erscheint ein fünfeckiger, goldener Stern, in der rechten, un-teren, rothen Schildeshälftc aber steht freiledig ein nach rechts sehen-der, silberner Hahn mit einem goldenen Hinge im Schnabel). Brei-herrnstand des Kgr. Bayern, im Kgr. Sachsen anerkannt. Breiherrn-diplom vom 23. Jan. 1822 für Maximilian Hitter v. Speck, Herrnauf Lützschena bei Leipzig u. s. w.-mit dem Prädicate: Erl), v. Stern-burg und Anerkennung des der Familie zustehenden bayerischenFreiherrnstandes im Kgr. Sachsen durch Ministerialrescript d. d.Dresden, 20. April 1859 für Alexander Freiherrn v. Sternburg, Be-sitzer des Familien-Fidei-Commisses u. s. w. — Freih. Maximilian,s. oben, geb. 1776 zu Groeba unweit Meissen und gest. 1856, verm.mit Charlotte Haenel v. Croncnthal, geb. 1787 und gest. 1836, wid-mete sich zuerst dem Ilandclsstande u. nachher der Landwirthschaftund den Künsten. 1825 wurde derselbe vom K. Alexander I. vonRussland nach St. Petersburg berufen, um in landwirthschaftlichenAngelegenheiten, besonders zur Hebung der Schafzucht, zu Rathegezogen zu werden, unternahm zu diesem Behuf'e eine Inspections-Reise ins Innere von Russland und kehrte dann zurück, nachdemseine ausgezeichneten Dienstleistungen anerkannt werden waren undihm schon vorher vom K. Alexander 1. unter dem Titel: Ritter v.Speck für seine Person und auf Lebenszeit der russische Adel ver-liehen worden war. 1829 berief ihn König Ludwig I. von Bayernnach München, beehrte ihn mit seinem Wohlwollen und Zutrauenund überliess ihm die schöne Besitzung St. Yeit in Ober-Bayern, aufwelcher alle Einrichtungen zu einer landwirthschaftlichen Muster-wirtschaft getroffen wurden, um durch Rath und That der Umge-gend und dem Lande nützlich zu werden. Für seine zehnjährigeDienstleistung kam der Freiherrnstand in die Familie. — Durch ge-richtlich beglaubigtes Testament stiftete Freiherr Maximilian einFideicommiss, welches das vom Freih. Alexander bewohnte Ritter-gut Lützschena bei Leipzig mit sämmtlichem Inventar und Zube-hörungen, so wie dazu Erkauftem u. auch die hinterlassene Gemälde-Sammlung nebst den anderen Kunstsachen in Sich begreift. DiesesFideicommiss wurde zu Gunsten des Freiherrn Alexander — dadessen älterer Bruder, Freih. Carl, geb. 1811, schon seit vielenJahren geisteskrank ist — derart errichtet, dass dasselbe auf seineehelichen Kachkommen, unter Bevorzugung des erstgeborenen Sohnes,übergeht. Die übrigen Besitzungen des Freih. Maximilian wurdenverkauft und der Ertrag der testamentarischen Verfügung gemässvertheilt. — Freih. Alexander, geb. 1821, Besitzer des Familien-Fideicommisses, vermählte sich 1849 zu Leeds in Yorkshire in Eng-