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zu Groningen unweit Osclierslcben; im Anhaltschenl777 zu Reinstedt;in der Oberlausitz ebenfalls 1777 bis 1790 zu Pannewitz bei Bautzenund 1830 zu Wiednitz bei Hoyerswerda, in Sachsen 1847 zu Gross-Pössna beiLeipzig und in Westpreussen 1854- zu Gora im Kr. Neustadt.— Ein Freiherr d'O. v. L. war 1709 k. schwed. a. o. Gesandter am k.dänischen Ilofe. — Isaac d'Orville v. Loewenclau lebte in der erstenHälfte des 18. Jahrb. in Frankfurt a. M. und eine Tochter desselben,Helene, geb. 1724, vertu-, sich 1748 mit Wolfgang Freih. v. Riesch aufNeschwitz, Ilolscha, Uebigau, Zescha etc., k. k. Rath u. kursächs. Geh.Rath. - Zwei Gebrüder v. L. standen 1806 im k. preuss. Cuirassier-Regim. v. Quitzow als Lieutenants. DerAeltere erhielt 1808 den Cha-racter als Rittmeister, war 1814 Lazareth-Commandant in Magdeburgund soll durch Adoption den Namen: d'Orville v. L. erhalten haben,was wohl unrichtig ist, da die Familie sicli ja immer d'Orville v. Loe-wenklau nannte u. schrieb, der Jüngere trat in k. westphälische Diensteund starb 1808. — Der k. preuss. Regier, und Forstrath d'O. v. L.,gest. 1842, liinterliess zwei Söhne, von welchen der Eine, Leopold,Oberlandesgerichts-Referendar zu Naumburg wurde, der Andere aber,Hugo, 1854 Prem.-Lieut. im k. preuss. Garde-Jäger-Bataill. war. —In neuester Zeit wohnte in Dresden Eleon. Jul. Charl. d'O. V.L., Wittwedes k. pr. Rittm. d'O. v. I;., so wie Richard Baron d'O. v. L.
Gauhe, IT. S. 1(564. — Brüggemann , I. S. 161. — N. Pr. A.-L. III. S. 294. — Freiherrv. Ledebur, IT. S. 56 u. S. 169 und III. S. 304. — Suppl. zu Siebm. W.-B. V. 30. — W.-B.d. Sächs. Staat.
Loewenstaedt, Loewenstädt und Ronneburg. Ein früher zu demschlesisclien Adel gehörendes Geschlecht, welches im Breslauischen an-gesessen war. Dasselbe stand mit der schwedischen Familie der Freih .v. Loewenstaedt in keiner Verbindung.
Sinapius, IT. S. 792. — Gauhe, II. S. 1665.—Suppl. zu Siebbm. W.-B. I, 8: v. Loewenstett.
Loewenstein , Grafen und Fürsten (Stamm - und Hauptwappen :in Silber ein rother, gekrönter Löwe auf einem vierfachen Felsen vonnatürlicher Farbe). Reichs-Grafen- u. Fürstenstand u. Fürstenstand desKönigreichs Bayern. Grafendiplom von 1494 für Ludwig Grafen v.Loe-wenstein; Reichsfürstendiplom vom 3. Apr. 1711 für Maximilian CarlGr. v. Loewenstein -Wertheim Jüngerer Linie, nach dem Rechte derErstgeburt und Ausdehnung der Fürstenwürde auf alle Nachkommenvom 8. Jan. 1712 und Fürstendiplom des Ivgr. Bayern vom 19. Nov.1812 für Friedrich Carl Gottlob Gr. v. L.-W., Aelterer Linie und zwarcarolinischer Speciallinie, k. preuss. Hauptm. a. D. — Die in Frankenund Schwaben reichbegüterten alten Grafen und Dynasten v. Loewen-stein erloschen um die Mitte des 15. Jahrb. u. der letzte Graf, Ludwig,verkaufte seine Grafschaft an den Kurfürsten Philipp v. der Pfalz, wel-cher dieselbe dem Sobne seines Oheims, Kurfürsten Friedrich des Sieg-reichen, aus rechtmässiger, doch ungleicher Ehe mit Clara v. Dettringen(Tetten), verm. 1462, Ludwig (I.), überliess. Letzterer, welcher denNamen: Graf v. Löwenstein angenommen, wurde Reichsgraf, s. oben u.sein Enkel, Ludwig n., erlangte nicht nur durch seine Gemahlin. AnnaGrf. v. Stolberg, die Grafschaft Wertheim und gegründete Ansprücheauf die Graf- und Herrschaften der vormaligen Grafen v. Rochefort,
Kneschke, Deutsch. Adels-Lex. V. 40