— 606 —
Gauhe , II. S. 645—47. — Biedermann, Nürnberger Patric., Tab. 299—336. — N. geneal.Ilandb. 1777. S. 238—94 und 1778. 8. 333. — v. Lang . S. 179 und 80. — Geneal. Taschenb.d. freih. Häuser, 1857. S. 447—53 und 1861. S. 446—49. — Siebmacher, 1. 206: Die Löfel-holtz, Nürnb. adel. Patric. — Jungendres , Einleit. zur Heraldik, Nürnb. 1729. S. 184. L.v. Kohlberg und Tab. V. Nr. 41. — Tyroff, I. 35 : F.-H. L. v. C. — Suppl. zu Siebrn. W.-B. II. 10. — W.-B. d. Kgr. Bayern, III. 53 u. v. Wölckern , Abth. 3. S. 147 u. 48. — v. Hefner,bayer. Adel, Tab. 45 und 46. — Kneschke , I. S. 277 und 78.
Löffler v. Friedeberg, Ritter. Böhmischer Ritterstand. Diplomvon 1717 für Johann Anton Löifler, mit dem Prädicate: v. Frie-deberg.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 172.
Lölineysen, auch Freiherren (in Gold ein schwarzer Adlerskopf,von einem Pfeile schräglinks, die Spitze nach unten, durchschossen).Freiherrnstand des Herzogthums Braunschweig. Durch landesherrlicheDeclaration des Herzogs Wilhelm v. Braunschweig vom 3. Febr. 1852ist dem Kammerratlie, jetzigem Geh. Legations-Rathe u. herz, braun-schweigischem u. herzogl. nassauischem Geschäftsträger am k. preuss.Hofe, August Friedrich Adalbert v. Löhneysen, älterer Linie, für sichund seine Nachkommenschaft der Freiherrnstand ertheilt worden. —Altes Adelsgeschlecht aus der Ober-Pfalz, in welcher dasselbe zu Wi-tzelsreith und Schönweide bei Amberg sesshaft war und sich früher„Leneis, Löhneyss" nannte. Der älteste bekannte Stammvater ist Ja-cob L., welcher, verm. mitRebecca v. Pfründner, zu Ende des 14. Jahrh.lebte. Die Familie wandte sich früh dem Protestantismus zu. SeiboldLöhneis führte 1545 nebstYeit Giech dem Kurfürsten Johann Friedrichdem Grossmüthigen zu Sachsen einen Zug Bewaffneter zu und GeorgEngelhardt Löhneyss, geb. 1552 und gest. 1622 — ein Sohn des Ja-cob L. und der Barbara v. Wallenrodt a. d. IL Markschorgest — kam1585 zu dem Herzog Heinrich Julius von Braunschweig, Bischof vonHalberstadt, als fürstl. Stallmeister, wurde 1596 Berg-Hauptmann desHarzes und erwarb sich um die Aufnahme des Bergbaues die grösstenVerdienste. Eine zu seinem Gedächtnisse auf dem Harze geschlageneDenkmünze ist eine grosse Seltenheit in Sammlungen. Derselbe, dessenNachkommenschaft dauernd fortgeblüht hat, kaufte 1589 u. 1605 vonLudwig v. d. Asseburg die Güter Remlingen und Neindorf unweitWol-fenbüttel, welche noch im Besitze der aus seiner Ehe mit Catharinav. Wurmb stammenden Nachkommen sind. In der Ober-Pfalz ist dieFamilie schon vor 1643 erloschen u. die dortigen Güter sind in andereHand gekommen. — Der genannte Berghauptmanu v. L.. zu seinerZeit ein bekannter Gelehrter, Staats - und Hofmann, welcher oft „derHutten Nieder-Sachsens" genannt wurde, legte bei seinem zu Remlin-gen gebauten Schlosse eine Druckerei an, in welcher er seine Werke :Deila Cavalleria, gründlicher Bericht von Allem, was zur Reutterey ge-hörig etc. (zuerst Groningen, 1580) Remlingen, 1609 und 1622; Be-richt vom Bergwerk, 1618 und Aulico-Politica, von Erziehung u. In-formation junger Herrn, von Ampt, Tugend und Qualität der Fürstenetc. Remlingen, 1622 mit grossem typographischen Aufwände u. vielenselbst angefertigten Zeichnungen u. Holzschnitten drucken liess. Diesejetzt selten gewordenen Werke sind für den damaligen Stand der Wis-senschaften, namentlich des Bergbaues und auch sonst noch immer von