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5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
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gesclilecht, nicht zu verwechseln mit der brandenburg-magdeburgischenFamilie v. Lochow. Das Stammhaus des Geschlechts ist in der jetzigenProvinz Sachsen zu suchen, doch muss dahin gestellt bleiben, ob dasheutige Annaburg, welches früher Lochau hiess, oder eins der Dörferdieses Namens im saal- und wittenberger Kreise der eigentliche Stamm-sitz gewesen ist. — Burchard v. L. war um 1130 K. Lotbars Geh.-Rathu. Statthalter in Ostfriesland; Berthold, Abt zu Bremen, wurde 1191Bischof in Liefland; Peter kommt im Anfange des 14. Jahrh. als Land-vogt in der Oberlausitz und Friedrich 1343 als Landes-Hauptmann inder Altmark vor und Martin, Doctor und Professor der Theologie zuLeipzig und General-Commissarius des Cistereienser-Ordens, starb spä-ter. 1522, als Abt zu Zelle. Noch im 17. Jahrh. war die Familie imAnhaltschen zu Gohrau und Rehsen, so wie im 18. Jahrh. in der Lau-sitz zu Dobbrikow bei Luckenwalde u. zu Tscliorna beiForsta gesessen.

— Von den Sprossen des Geschlechts haben Mehrere in der k. preuss.Armee gestanden. Von denselben mögen hier nur genannt sein: Ale-xander Erdmann v. d. Lochau, gest. 1800 als k. preuss. Generalmajora. D. u. Carl Christian Gottlieb v. d. L., k. pr. Hauptmann a. D., gest.14. Jan. 1845 im 89. Lebensjahre. Auch gehörte zu diesem StammeCharlotte v. der Lochau, Wittwe des k. sächs. Geh.-Raths v. Burgsdorff,gest. 12. Mai 1863.

Beckmann, Anhaltsche Histor., VII. Tab. B. Nr. 10. — Schlegel, de Cella veteri dition.Misnic. S. 110. — Grosser . Laus. Merkw. III. S. 38. — Gauhe, I. S. 1241—43. — Zedier,XVIII. S. 96 und 97. — N. Pr. A.-L. III. S. 279 und 80: mengt die Familien v. d. Lochauund v. Lochow unter einander. — Freih. v. Ledebur, II. S. 46. — v. Meding , II. S. 346. —W.-B. der Sächsischen Staaten, X. 54.

Lochau, Lochaw (in Silber drei, 2 u. 1, Mannsköpfe mit aufge-setzten Barten und zur Seite gestumpftem Haar u. runden, silbernen,oben spitz zugehenden, den Sturmhauben nicht unähnlichen Mützen).Altes, brandenburgisches Adelsgeschlecht, nicht, wie mehrfach geschehen,zu verwechseln mit der Familie v. d. Lochau, welches auch im Magde-burgischen, Mansfeldischen und Anhaltschen begütert wurde. Dasselbesass bereits 1375 zu Grüningen, Liepe und Zachow im jetzigen Kr.West-Havelland und erwarb später mehrere Güter im Brandenburgi-sclieu, auch kommt schon im 17. Jahrh. ein Gut im eben genanntenKreise, so wie ein Vorwerk im Kr. Jiiterbogk-Luckenwalde mit demNamen des Geschlechts vor. Im Magdeburgischen war die Familie be-reits 1458 zu Bergzau und 1480 zu Kützkow u. später zu Ferchland,Derben, Seedorf etc. angesessen, hatte im Anhaltschen 1589 Besitz zuRosslau und im 17. Jahrb. zu Zeitz, so wie im Mansfeldschen 1684 dasGut Belleben. — Ludwig v. L., Herr auf Zeitz, war 1616 Dom-Deckantund Thesaurarius zu Magdeburg und Dompropst zu Brandenburg undCuno v.L. 1617 Domherr zu Magdeburg und Dompropst zu Havelberg.Später haben mehrere Sprossen des Stammes in der k. preuss. Armeegestanden und in neuester Zeit war ein v. Lochow Herr auf Lübnitz I.u. II. im Kr. Zauche-Belzig u. Ferdinand Heinrich Ewald v. L., k. preuss.Lieutenant, Herr auf Petkus und Kaltenhausen im Kr. Jiiterbogk-Luckenwalde.

Eiler, Beltziger Chronik, S. 281—283. Neue Auflage, S. 522 — 26. — Gauhe , I. S. 1242.

— N. Pr. A.-L. III. S. 279. — Freih. o. Ledebur , II. S. 46. — Siebmacher, I. 175: v. Lo-chaw, Märkisch. — v. Meding , II. S. 345 und 46.