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von 1789 gelangte das Amt Schlieder an die Detmold'sche Hauptlinie,das Amt Blomberg aber blieb bei der Linie zu Bückeburg, welche 1812auch das Amt Alverdissen an die Detmold'sche Hauptlinie abtrat. —"Was die Hauptlinie Schaumburg-Lippe anlangt, so war Philipp's —jüngsten Sohnes Simons VI. — Schwester, Elisabeth, mit dem Grafenv. Holstein-Schaumburg vermählt und mit dem Sohne aus dieser Ehe,Otto, erlosch 1640 der Mannsstamm der Grafen v. Ilolstein-Schaum-burg. Otto's Mutter, Elisabeth, nahm als einzige Intestat-Erbin für sichund ihren Bruder Philipp die Grafschaft Schaumburg in Besitz, dochwurde dadurch mit Hessen - Cassel ein Kechtsstreit hervorgerufen,welcher durch Vergleich 1647 dazu führte, dass Hessen-Cassel die halbeGrafschaft Schaumburg bekam, mit der anderen Hälfte aber PhilippGraf v. d. Lippe für sich und seine Nachkommen belehnt wurde. —Beide Hauptlinien, welche auf der Reichsversammlung im Fürstenrathcan der reichsgräflich-westphälischen Curiativ Stimme Tlieil hatten undwestphälische Reichsstände waren, führen die fürstliche Würde: die äl-tere, Detmoldsche, obgleich dieselbe den Reichsfürstenstand schon 1720erlangt hatte, erst seit 1789, nachdem die reichsfürstliche Würde fürden Fürsten Friedrich Wilhelm Leopold und für den Bruder desselben,Casimir August, erneuert und bestätigt worden war und die jüngere seit18. Apr. 1807, an welchem Tage beide regierende Häuser Lippe demRheinbunde beitraten. Das in Folge des früheren Dynastenstandes ge-führte Prädicat: Edle Herren, hat der Stamm neben dem fürstlichenoder gräflichen Titel stets beibehalten. Seit der Gründung des deut-schen Bundes gehören beide regierende Häuser zu den Mitgliedern des-selben. — Die den gräflichen Titel führende, erbherrliche Linie: Lippe-Sternberg-Swalenberg zählt zu der älteren oder Detmoldschen Haupt-linie und zerfällt in zwei Zweige: den älteren: Lippe-Biesterfeld undden jüngeren: Lippe-Weissenfeid. — Die erblierrliche Linie Lippe-Sternberg- Swalenfcid stiftete JobstHermann—jüngster Sohn Simons VII.aus zweiter Ehe — welcher durch Vergleich von 1667 mehrere Be-sitzungen in den Aemtern Swalenberg, Oldenburg und Stoppclberg be-kam, dessen Nachkommenschaft aber weitere Ansprüche machte, dienach langem Rechtsstreite 1762 endlich so beigelegt wurden, dass dasgräfliche Haus jährliche Geldrenten von dem fürstl. Hause erhielt. Durchzwei Söhne Rudolph Ferdinand's: Friedrich Carl August und FerdinandLudwig, entstanden zwei Zweige: es gründete nämlich Ersterer denälteren Zweig: Lippe-Biesterfeld und Letzterer den jüngeren: Lippe-Weissenfeld, doch sind die, diese Namen veranlassenden Besitzungenschon längere Zeit in andere Hand übergegangen. — Ueber die beidenLippe'schen fürstl. Häuser geben die neueren, die deutschen Fürsten-häuser betreffenden Werke nähere Auskunft, während ältere genealog.Nachweise in den alten bekannten Schriften zu suchen sind. — Die ab-steigenden Stammreihen der zunächst in dieses Werk gehörenden erb-herrlich lippeschen Linien, deren Glieder, unter Beibehaltung des altenPrädicats des Stammes: „Edler Herr", sich Grafen und Edle Herrenzur Lippe schreiben, sind folgende: Lippe-Biestcrfeld: Friedrich CarlAugust, gest. 1781 —älterer Sohn des 1726 verstorbenen Rudolph