— 505 —
Zeit als Theologe in hohem Ansehen stehend, war 1552 zu "Wimmen-den im Württembergischen geboren und starb 1610 als kursächs. Ober-Hofprediger zu Dresden. Zu seinen Nachkommen gehörten die sämmt-lichen oben genannten Empfänger der Bestätigungsdiplome des Adelsder Familie. — Von den Sprossen der sächsischen Linie sind Viele inKur-Sachsen im Staatsdienste zu hohen Ehrenstellen gelangt, auch kamdie Familie nach Preussen und Hannover. Georg Friedrich v. L. wargegen Mitte des 18. Jahrh. k. preuss. Commissions-Rath, Bürgermeister ,der Stadt Magdeburg und Syndicus der dortigen Collegiatstifte zu St.Sebastian u. zu St. Gangolf; Friedrich Wilhelm v. L., ein sehr kundi-ger Botaniker, schrieb 1761 eine „Flora Hallensis" und Polycarp Frie-drich v. L. starb 1795 als k. grossbritann. Leibarzt zu Hannover. —In der k. sächs. Armee coinmandirte der Generalmajor v. L. von 1815bis 1821 das 2. leichte Reiter-Regiment und trat dann ä la suite derArmee. Ein Sohn des obengenannten Commissions-Rathes Georg Frie-drich v. L.: Johann Gottlieb v. L., Herr auf Gersdorf, gest. 1780, warkursächs. Kriegsrath und von ihm stammte August Polycarp v. L., gest.1820, k. sächs. Premierlieut. in d. A. Derselbe war in erster Ehe mitEva Magdalena v. Diepow a. d. H. Gürigh und in zweiter mit einer v.Nostitz vermählt. Aus der ersten Ehe entsprossten, neben einer Toch-ter, Auguste, zwei Söhne August Ernst, geb. 1789 u. Julius Eduard,geb. 1794. Ersterer nahm, nachdem er zehn Jahre im lc. sächs. Dra-goner-Regimente Prinz Albrecht gedient, als Hauptmann den Abschied,bewirthschaftete mehrere Jahre das vom Major v. Hohenstein geerbteRittergut Dittmannsdorf i. d. Oberlausitz, vermählte sich 1811 mitAmalie v. Oppen a. d. H. Sglietz und übernahm später das RittergutSglictz im lübbenei Kreise, als dessen Besitzer u. Landesdeputirter imgenannten Kreise derselbe noch in neuester Zeit aufgeführt wurde.Seine, 1825 verstorbene Gemahlin binterliess ihm. neben zwei Töch-tern, fünf Söhne. Aus seiner zweiten Ehe mit Charitas v. Tietzen-IIen-nig, gest. 1837, stammten Friedrich v. L., geb. 1800, welcher bis 1832im k. pr. Regim. Iv. Alexander stand und später das Rittergut Cottabei Pirna besass und Leonta v. L., geb. 1809, verm. mit v. Scheicherauf Tocksdorf bei Forste. — E. P. Freih. v. L., k. sächs. Oborlieut.a. D., lebte in neuester Zeit in Dresden.
Gr. v. Brandis, Nr. 25. — Gr. v. Wurmbrand , S, 141. — Seifert, adel. Stammtaf.IT. Nr. 10. — Gaulie, I. S. 1204 u. 5. — J. A. Laurentius, Denk- u. Ehrenmal August v. Ley-sers, Leipzig, 174:1. — Zedier, XVII. S. 725. — Freih. v. Kr ohne , II. S. 232. — Weidlich,Geschichte d. Rechts, S. 527. — Hamburg. Correspondcnt, Jahrg. 1795. Nr. 73. —N. Preuss.A.-L. III. S. 230 u. 31 u. V. S. 307. — Freiherr v. Ledebur, II. S. 32. — Siebmacher , 1.48':Die Leiser, Steierisch und IV. 15: Freih. v. L. — Sipener, Lib. I. c. 52. — Suppl.zu Siebm.W.-B. IX. 20. — Tyroff, I. 225: Freih. v. L. u. 273 ; v. L. — VV.-B. d. Sachs. Staat. I. 57 :Freih. v. L. u. II. 87: v. L. — Kncschke, III. S. 298 und 99.
Leyter v. Waidburg und Göring. Erbländ.-österr. Adelsstand.Diplom von 1701 für Johann Venerand Leyter, Gutsbesitzer in Tirol,mit dem Prädicate: v. Waidburg und Göring.
Megerle v. Mühlfeld , Erg.-Bil. S. 359.
Cezaack. Ein in der Person des Johann Philipp Victor Bartho-lomäus Joseph v. Lezaack, laut Eingabe d. d. Düsseldorf, 18. Sept.1829, in die Adelsmatrikel der Preuss. Rheinprovinz unter Nr. 143 derClasse der Edelleute eingetragenes Geschlecht. In neuester Zeit wurde