Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
496
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Leven. Ein früher zu dem Adel in den Herzogtümern Schleswigund Holstein gehörendes Geschlecht, welches mit Hans v. Leven in derersten Hälfte des 17. Jahrh. erloschen ist.

C. Dankwei t/i, Landes-Beschr. v. Schlosw. 11. Holstein, 1650. I. S. 20. Zedier , XVII.S. 606.

Leveneur v. Griinwall, Ritter u. Freiherren. Alter, böhmischerAdel. Ritterstandsdiplom von 1705 für Heinrich Leveneur v. Grünwall,böhmischen Kammerrath u. für den Bruder desselben, Johann L. v. G. u.Freiherrndiplom von 1727 für Johann Ritter L. v. G. und für dieSöhne seines verstorbenen Bruders : Johann Wenzel, Franz Joseph undLeopold Ritter L. v. G.

Magerte o. Müht/cld, Erg.-Bd. S. 74 u. 170. Tyroff, II. 202: Kitt. n. F. H.

Levenstede. Altes, lüneburgisches, im 13. Jahrh. schon vorge-kommenes, später aber erloschenes Adelsgeschlecht.

Harenberg, Histor. Gandersh. Diss. X. 8. 1523. Zedier, XVII. S. 607.

Levetzow, Levezovv, Lewetzav, auch Grafen. Dänischer Gra-fenstand. Diplom vom 13. März 1751 für Christian Friedrich v. Le-wetzow, k. dänischen Generallieutenant. Altes, ursprünglich meklen-burgischcs Adelsgeschlecht aus dem gleichnamigen, schon 1262 vorge-kommenen Stammsitze im meklenb.-schwer. Amte Neu-Kalildeu, welchesin der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. nach Holstein und Dänemark, sowie später nach der Alt- u. Neumark kam u. zu ansehnlichem Güterbe-sitze gelangte. Urkundlich tritt das Geschlecht bereits 1266, 1275,1294 etc. auf. Johannes de Levezau, Miles, erscheint 1305 und Hen-ricus Levezow 1375 als Zeuge in Urkunden der Stadt Güstrow u. 1523unterzeichnete die Familie die Union des meklenburg. Adels. Dieselbebrachte im Schwerinischen und Strelitzischen ansehnliche Güter au sichund breitete sich namentlich aus den Linien Marckow-Mistorff, Schor-rentin und Lunow weit aus. Die schorrentinische Linie war mit demLandmarschall-Amte in Wenden belehnt, ist aber später, wie die lunow-sclic Linie, wieder erloschen, die Linie Marckow-Mistorff aber hat dau-ernd fortgeblüht und ist im 18. Jahrh. auch in den Marken ansässiggeworden. Nach Dänemark kam das Geschlecht im 17. Jahrhundertmit Hans Friedlich v. Levezau, welcher 26. Apr. 1670 naturalisirtwurde, in der dänischen Armee zum Generallieutenant stieg, in Nord-Jütland in der Gegend von Alburen mehrere grosse Güter kaufte undseine Linie in Dänemark fortsetzte. Aus dieser Linie wurde, s. oben,Christian Friedrich v. L., ein Enkel des Hans Friedrich v. L. u. Sohndes Tlieodosius v. L. zu Oxholm k. dän. Generallieutenant, in dendänischen Grafenstand erhoben, doch starb derselbe, ohne die gräflicheLinie fortgepflanzt zu haben, 17. Apr. 1756. Dagegen gelangt^deradelige Stamm in weiteren Nachkommen des'Ilans Friedrich v. L. inDänemark zu hohem Ansehen und hohen Würden und noch nach An-fange dieses Jahrh. war Siegfried Victor Rabe Levetzow, k. dän. Geh.-Confer.-Ratli und Kammerh., Albrecht Philipp Levetzau k. dän. Geh.-Rath, Kammerherr und Domdechant zu Lübeck und Tlieodosius Leve-tzau ebenfalls k. dän. Geh.-Rath. Eben so blühte in mehreren Gliedernder Stamm in Meklenburg fort u. Sprossen desselben standen bis auf die