Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
479
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Prennberg. — Tyroff, I. 79 u. Siebente Pen, I. 2. Abschn. Hft 14. S. 37. — VV.-B. des Kouigr.Bayern, III. 69: Gr. v. L.-Brennberg und III. 49: F.-II. v. L. und v. WÖlckern, Abth. 1.und 3.

Lerchenfeld (in Roth eine zum Fliegen sich anschickende Lerche'U. auf dem gekrönten Helme ein rother u. ein silberner Adlerflügel).Adelsstand des Kgr. Polen. Diplom vom 26. Mai 1685 für FriedrichLerchenfeld. — Ein zu dem Adel in Westpreussen gehörendes Ge-schlecht, welches in den Kreisen Conitz, Stuhm und Bereut begütertwurde und noch in neuester Zeit zu Borkau im Kr. Karthaus sass.

Freih. v. Ledebur , II. S. 26.

Lersner, aucli Freiherren. Altes, hessisches, aus Felsberg (demkurliess. Amte dieses Namens an der Edder und Schwalm) stammendesAdelsgeschlecht, welches schon 1521 einen kaiserlichen Wappenbrieferhielt u. 1681 in den Reichsadelsstand erhoben wurde. — MehrereGlieder des Stammes zeichneten sich in hessischen Diensten sehr aus.Jacob Lersner, geb. 1504, war Vice-Canzler und der Bruder desselben,Heinrich L., gest. 1613, ein in der Geschichte seiner Heimath sehrausgezeichneter Mann, war 1542 Canzler. Der Sohn desselben, Her-mann v. L., gest. 1613, wurde 1559 in die altadelige Ganerbschaft desHauses Alten - Limpurg zu Frankfurt a. M. aufgenommen, welchemHause die Nachkommen noch jetzt angehören. — Heinrich Ludwigv. L., gest. 1696 und Philipp Ludwig v. L., nebst den Söhnen desPhilipp Christian v. L., erhielten vom Landgrafen Carl zu Hessen dasmarbnrger u. grabensteiner Lehen, so wie von Ludwig Grafen zu Nas-sau das nordenstadter Lehen. Achilles August v. L., gab 1706 diebekannte frankfurter Chronik heraus u. brach mit derselben die Balmzu der Geschichte Frankfurts. Friedrich Maximilian v. L., k. k. Rath,geb. 1736, kam 1767 in den Rath u. war 1789 u. 1798 alter Bürger-meister. — Die jetzt allein noch blühende Linie der Familie stammtvon Carl Ludwig Freih. v. Lersner, geb. 1777 und gest. 1847, grossli.hessisch. Kammerherrn u. Obersten, welcher sich mit Auguste Wilhel-mine Helene du Bos Freiin du Tliil vermählt hatte.

N. Geiieal. Handb. 1777. S. 279. 1778. S. 332 und Nachtr. s. 153. — Siebmacher , I. 211 :Die Lersner, Frankf. a. M. adel. Patric. — Frankfurter Calender: Wappen des Friedr. Maxi-milian v. L. — Suppl. zu Siebm. W.-B. II. 33: v. L. — Kneschke , III. S. 291 und 92. —v. Hefner , Frankfurt. Adel.

Lescli v. Miilillieim, auch Freiherren (in Silber drei in Gestalteines Schächerkreuzes mit den Spitzen zusammengestellte rotheHerzen).Altes, schon im Anfange des 13. Jahrb. bekanntes, hessisches Adelsge-schlecht, welches zuerst in Mühlenheim, oder Mühlheim, dein späteren,schon seit vier Jahrh. den Freiherren Schenck zu Schweinsberg jünge-rer Haupt-Linie zu Hermannstein zustehenden Sitze Hermannstein beiWetzlar sass. Nach dieser Zeit waren die Lescli namentlich zu Vetz-berg, Rodheim, Lützellinden, Crofdoi'f, Hof-Schmitte u. Königsberg,sämmtlich bei Giessen, so wie zu Erda begütert u. hatten ausserdem injenen Gegenden mehrere Besitzungen, Gefälle etc. theils in allodialer,tlieils feudaler Eigenschaft inne. Der grösste Theil dieses Vermögenswar noch im 30jährigen Kriege Eigenthum des Gesammtgeschlechts,welches mit den Grafen v. Lösch zu Hilkerthausen in Bayern nicht ver-wechselt werden darf. Dasselbe gehörte zu der hessischen Ritterschaft,