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5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
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als Lieutenant 1757 bei Collin u. Wilhelm Alexander v. L. war Stan-darten-Junker. — Das Geschlecht ist ausgegangen.

v. Hellbach, II. S. 30. — N. Preuss. A.-L. I. 8. 43 und V. S. 305. — Freiherr v. Ledebur*II. S. 25. — VV.-B. d. /Preuss. Mon. III. 83.

Leoprechting, Leuprecliting, Freiherren (Schild geviert mitMittelschilde. Im rothen Mittelschildo auf einer rechten schwarzenStufe ein'rechtsgekelirter, gekrönter, doppeltgeschweifter, goldenerLöwe. 1 in Silber eine rechte und 4, ebenfalls in Silber, eine linke,schwarze Stufe (Staifel) u. 2 u. 3 in Silber ein abgekürzter, gestürzter,schwarzer Sparren). Rcichsfrcihcrrnstand, in Kur-Bayern ausgeschrie-ben. Freiherrndiplom von 1052 für Hans Rudolph v. Leoprechting,Domherrn zu Freising, u. für den Bruder desselben, Georg BernhardV.L., Oberstlieutenant im kurbayerischen Dragoner-RegimentcBartheis,so wie für den Sohn des Letzteren, Heinrich Balthasar V.L., Fähndrichim genannten Regimente, oder nach einer anderen Angabe vom 1. Jan.1685 für Hans Rudolph v. Leuprecliting. Domherrn in Freising u. fürHans Georg Wolfgang v. L., Herrn auf Altransbc-rg u. kurbayer. An-erkennung des Freiherrnstandes der Familie für Dieselben vom 3. April1694. — Der Ursprung dieses alten, edlen Geschlechts, eines der we-nigen noch blühenden Geschlechter Alt-Bayerns, welche von dem ein-geborenen Adel urkundlich abstammen, verliert sich unter den Gemein-Freien Alt-Bayerns auf seinem angestammten und noch heute ihmzustehenden, adeligen Sitze und Sedelhofe Leoprechting im GerichteNeumarkt an der Rott. Der Name selbst hat die ganze Entwickelungdes bayer. Dialects durchgemacht u. spiegelt in den noch lebenden For-men Leu-, Leo-, Lui- u. Loiprecliting sich die Geschichte derselben mitihren Stufen u. haftend gebliebenen Uebergängen ab. Der EigennameLuitperaht bedeutet einen im Heergefolge Strahlenden, oder durchseine Leute Ansehnlichen und grub bei Besitzergreifung des Landesdurch die Deutschen, welche jedenfalls erst nach 500 n. Christ, ge-schehen, einer der mit solchem Wunschnamen begabten Männer seinGedächtniss der Art in sein Eigen. Es dürfte wegen Seltenheit diesesNamens hier ein Mag des Adelsgeschlechtes als möglich angenommenwerden. Nach allen bis jetzt bekannten Urkunden blieb die Familie aufLeoprechting im altüberkommenen gemein freien Stande bis zum Jahre1345, in welcher verhältnissmässig sehr späten Zeit sie das bis dahinfreieigene Leoprechting den Grafen Orttenburg, gegen Empfang vonSchloss und Hofmark Lanzing, zu Lehen auftrug. — In den alten Ur-kunden u. Seelgeräthen der Klöster Raitenhaslach. St. Veit, Seemanns-hausen, St. Zeno. Baumburg, Vormbach, Aspach, Fürstenzell u. Seeli-gentlial erscheinen Mitglieder dieses Hauses vielfältig, s. MonumentaBoiica, Yol. II., III., IY., V. u. XV., u. zuerst Heinrich v. Leuprech-ting, welcher 1199 gestorben u. in Raitenhaslach bei seinen Vorälternbegraben worden ist. Auch nennt Buchner, Geschichte von Bayern, V.S. 276, die Lewprachtinger unter den ältesten Landständen Nieder-bayerns. Die Familie theiltc sich schon frühzeitig in .vieleLinien, unterwelchen eine auch ein anderes Wappen: in Silber einen gestürzten,schwarzen Sparren, führte. Die Veranlassung ist unbekannt, doch