Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
465
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Kleinschmidt , Samml. Calenb. Landt. Absch. T. S. 321. II. S. 337. — Freih. v. d. Knesebeck,S. 189 und 90. — Freih. v. Ledebur. II. S. 24. — U. F. C. Manecke, (Zöllner zu Lüneburg,gest. 1827) topogr.-histor. Beschr. d. Städte, Aemt. u. adel. Ger. iin F. Lüneburg. Celle, 1858.I. und II. an vielen Orten. — E. L. v. Lenthe, Arch. f. Gesch. und Verf. d. F. Lüneburg.Bd. IX., Celle, 1862 und 63. Nummer 52. 317. 372. 373 und 443 : (Angaben aus Lehnreg. von1330—69) und S. 158—167. — Siebmacher, I. 187: v. Leute, Braunschweig. — v. Mediny, I.S. 323 und 24, nach alten Siegeln, Zeichnungen etc. — VV.-B. des Kgr. Hannov. C. 15 undS. 9. — Kneschke , I. S. 266. — v. Hefner , hannov. Adel, Tab. 20 u. berichtigt. Tab. 37.

Lentken, Lentcke (in Blau drei, 2 u. 1, goldene Anker). Reichs-u. Adelsstand des Kgr. Preussen. R.-Adelsdiplom vom 1. Sept. 1659für Stephan v. Lentcke, aus einem alten niagdeburger Patricierge-schlechte stammend, k. k. General und k. preuss. Adelsdiplom vom25. Juli 1767 für die Gebrüder und Vettern Lentcke: Johann DanielSiegfried, Jobann Christian Wilhelm, (gest. 1808 als k. pr. General-major a. D.). Johann Carl, Johann Ludwig, Carl Friedrich und AntonWerner Conrad. — Die Familie sass bereits 1654 und noch 1767 imMagdeburgischen zu Bönnikenbeck unweit Wanzleben.

N. Pr. A.-L. V. S. 304. — Freiherr v. Ledebur, II. S. 24. — W.-B. der Pr. Monarch.,III. 83.

Lentl, Ritter. Erbl. - österr. Ritterstand. Diplom von 1819 fürJohann Lentl, k. k. Geh.-Rath, Appellations- u. Criminal-Obergerichts-Präsidenten zu Fiume.

Megerle v. Mühlfeld, S. 127.

Lentulus, auch Freiherren (Schild blau und quer getheilt: obenneben einander drei Lanzenspitzen u. unten drei, 2 und 1, Linsen. Aufdem Helme steht Ceres mit Kranz und Füllhorn. — Das freih. Wappenhat nach dem Siegel des Freih. Rupert Scipio (III.) noch einen zweiten,linken Helm, aus welchem ein, in der Faust einen Palmzweig haltenderArm aufwächst). — Eins der ältesten Patriciergesclilechter des Frei-staats Bern, welches der Sage nach seinenürsprung von der ehemaligenrömischen Familie Lentulus herleitet, deren Stammvater Servius Corne-lius, ein trefflicher Landwirth. welcher namentlich den Bau der Linsenoder ihre Verbesserung gelehrt, weshalb er den Ehrennamen Lentuluserhalten, gewesen sein soll. Urkundlich steht fest, dass im 7. u. 9. Jahrb.Vorfahren der Familie Lentulus in Neapel u. Rom ansässig waren. —Scipio Lentulus entfloh 1551 aus dem Kloster, kam endlich ausNcapelüber Sicilien und Genua 1559 nach Genf, bekannte sich zur evange-lischen Lehre, war später Prediger u. starb 1599 zu Cläven in Valte-lina. Der Sohn desselben, Paul L., Leibarzt der KüniginElisabeth vonEngland, wurde von seiner Vaterstadt Bern 1593 zurückberufen, zumersten Arzte des Freistaats Bern erklärt u. mit dem Erbbürgerrechtebeschenkt. Derselbe starb 1613 u. hinterliess seinem Sohne, Caesar,die Herrschaft Corcelles. Letzterer unterschrieb sich 1658 in einemLehnbriefe, unter Vordruckung des oben angegebenen Wappens: CesarLentulus, Gentilhomme, bourgeois de Berne, ballif de Lausanne. EinEnkel desselben, Rupert Scipio (I.), gest. 1712 zu Bern, Herr zu Cor-celles u. Mühlthal u. Mitglied des grossen Raths in Bern, war frühermarkgr. brandenb.-culmbach. Commandant von Christian-Erlangen.Von den Söhnen desselben wurde Joseph Caesar, gest. 1744, k. k. Feld-marscli. -Lieutenant, verm. mit einer v. Wangenheim, in den erbl.-österr.Freiherrnstand erhoben u. ein Sohn desselben, Freih. Rupert Scipio (III.),

Kneschke , Deutsch. Adels-Lex. V. 30