Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
366
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1698 für Johann Friedrich Lamprecht. Derselbe war 1718 k. k. Rathund Amts-Assessor der Fürstentümer Schweidnitz und Jauer und be-sass das Gut Nieder-Gröditz im jetzigen Kr. Goldberg-Hainau. DasGeschlecht ist zeitig wieder erloschen.

Sinapius, II. S. 762. Freih. v. Ledebur, II. S. 3.

Lampreclit (Schild quergetheilt: oben in Blau eine auf der Thei-lungslinie stehende, brennende, gehenkelte, goldene Lampe oder Opfer-schaale und unten in Silber ein nach der rechten Seite springenderFuchs von natürlicher Farbe). Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplomvom 12. Octbr. 1786 für Joachim Friedrich Lamprecht, k. preuss. Geh.Ober-Tribunals- u. Ober-Cousistorialratli. Derselbe, gest. 1807 einSohn des Predigers Lamprecht zu Spandau war in erster Ehe ver-mählt mit Regina Schlüter, in zweiter mit Maria Luise Druckenbrodund in dritter mit Dorothea Schorf, Wittwe des 1774 verstorb. k. pr.General-Majors Friedrich Wilhelm Grafen v. Lottum-Wylich. Die ausder zweiten Ehe stammende Tochter, Sophie Friederike Luise v. L.,gest. 1841, vermählte sicli 1795 mit dem später, 1841, verstorb. CarlFriedrich Heinrich Grafen v. Wylich und Lottum, k. preuss. General,w. Geh. Staats- und Schatzminister etc., aus der ersten Ehe aber ent-spross Georg Friedrich v. L., k. pr. Geh. Ober-Regierungsrath etc., ausdessen Ehe mit Caroline Ulrike Wiesel, drei Söhne stammten, vonwelchen der eine als Intendant des k. preuss. Gardecorps und der zweiteals k. pr. Geh. Regier.-Rath starb und der dritte, jüngere: GustavEduard Ferdinand v. L., k. pr. Geh. Rath, Präsident der k. preuss.Haupt-Bank zu Berlin ist. Die Familie war 1817 in der Prov. Bran-denburg zu Gallun im Kr. Teltow angesessen.

v. Hellbach , II. S. 6. N. Preuss. A.-L. III. S. 2 u. 196 u. 97 u. V. S. 296 und 97.Freih. v. Ledebur, II. S. 3 u. 4. W.-B. d. Preuss. Monarch., III. 7-, Kneschke, I. S. 253.

Lampreclit v. Gerolzhofen (in Silber ein springender rother Wolf).Altes, fränkisches Adelsgeschlecht aus dem Stammhause Gerolzhofen,einem Städtchen unweit Hassfurth, welches zu dem unmittelbaren Reichs-Rittercanton Steigerwald gehörte und wohl mit dem 22. August 1523verstorbenen, würzburgischen Domherrn Laurentius Lamprecht erlo-schen ist. Das Geschlecht soll schon 1103 wegen Vermählung einesSprossen desselben mit einer v. Fuchs aus dem alten fränkischen Ge-schlechte dieses Namens, welches den Fuchs-in goldenem Felde führte,die Erlaubniss erhalten haben, das Wappenbild, wie oben angegeben,zu führen.

Schannat. S. 121. Biedermann, Canton Steigerwald, Tab. 22023. Salver, S. 355.Note b. Siebmacher, II. 79: L. v. G., Fränkisch. v. Meding , II. S. 329 und 30.

Lancredere, Lanltredere, Langreder Altes, braunschweig-lüne-burgisclies Rittergeschlecht aus dem Stammhause Langreder im AmteWennigsen unweit Hannover. Lodewicus et Lambergus de Lancrederekommen urkundlich 1348 vor, und Cord v. Lankreder, welcher um1470 starb, war der Letzte des Stammes. Nach seinem Tode wurde1470 die Abbatissin zu Wunstorff, eine v. Münchhausen, mit einemHofe und fünf Hufen zu Langreder im Calenbergischen beliehen.

Grupen, hannov. Alterthümer, S. 129. Treuer , Geschlechtshistorie der v. Münchhau-sen, Beilage 85. v. Meding, III. S. 375.