Lamotte v. Frintropp, Freiherren (Schild geviert mit schwarzemMittelschilde und in demselben ein Todtenkopf und zwei schräg insKreuz gelegte Todtenbeine: 1 Roth, ohne Bild, 2 u. 3 in Silber einaufrecht gestellter, eisenfarbiger Anker und 4 Gold, ohne Bild). Erbl.-österr. Freiherrnstand. Diplom vom 6. Apr. 1756 für Johann WenzelLamotte v. Frintropp, k. k. Gubernialrath und Hauptmann des könig-graetzer Kreises in Böhmen. — Die Familie v. Frintropp ist ein altes,französisches Adelsgescldecht, aus welchem Joachim v. Frintropp ausFrankreich nach Oesterreich kam, in die k. k. Armee trat und zumObersten stieg. Derselbe vermählte sich mit Gertrud v. Schivelberg,welche in Böhmen die Güter Jcssoncy, Nawarow, Wüstung u. Punson-dorf besass und sich in zweiter Ehe mit Peter Anton v. Lamotte ver-mählte. Derselbe, kais. Oberster der Arkebusier zu Pferde etc. stammteebenfalls aus einem alten, französischem Adelsgeschlechte, welches sichfrüher de La Mort nannte und im Wappen einen Todtenkopf führte undsetzte, kinderlos geblieben, seinen Stiefsohn, Vincenz v. Frintropp, zumErben seines bedeutenden Vermögens ein, welcher sich nun de la Mottev. Frintropp nannte, von seiner Mutter die Güter Jesseney u. Naworowund 1657 den böhmischen Ritterstand und das Jncolat erhielt. Ausseiner Ehe mit Helena Catbarina v. der Krön stammte Maximilian Ru-dolph, verm. mit MariaMagdalene v. der Jahn u. aus dieser Ehe entsprossFreiherr Johann Wenzel, s. oben. Derselbe, gest. 1768, war vermähltmit FranziscaGrf.v. Huldenberg, aus welcher Ehe zwei Söhne stammten :Freih.Maxim.Franz u. Freih. Joh. Baptist. Letzterer, Herr auf Hollowaus,k.k. Gub.-Rath u. Stadthauptmann zuPrag, verm. mitClara Turba, gest.1802, starb 1819 ohne Nachkommen, Ersterer aber, geb. 1748 u. gest.als k. k. Major a. D., war mit Theresia Freiin Rodowsky v. Hustirzan,geb. 1800, vermählt, und aus dieser Ehe entspross Freih. Georg, gest.1859, k. k. Kämm, und Generalmajor in d. A. Von demselben stammtFreih. Carl, geb. 1833, k. k. Lieutenant. Der Bruder desselben, nebendrei Schwestern, ist Freih. Franz de Paula, geb. 1835, k. lt. Fregatt.-Lieutnant.
.1 fegerle v. Mühlfeld . S. 64. — Geneal. Taschenh. d. freih. Häuser, 1348. S. 215 u. 16 u.1861. S. 400 und 401. — Suppl, zu Siebm. W.-B. VI. 23.
Lamotte v. Heldenburg. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von1795 für Franz Carl La Motte, k. k. Artillerie-Major, wegen 46jälirigerDienstleistung, mit dem Prädicate: v. Heldenburg.
Megerle v. Mühlfeld , S. 216.
Lamparter. Ein ursprünglich österreichisches Ritterstands - Ge-schlecht, weiches sich zuerst Lamparter zu Mauer, später Lamparterzu Mitterau schrieb, und in welches Georg, Martin, Johann und JosephL. von Mauer 22. Sept. 1573 den Reichsadel mit einigen Leben undeinem adeligen Wappen brachten. — Der Stamm wurde fortgesetzt undErnst Lamparter zu Mauer auf Mitterau, kais. Rath, 1635 als Land-mann in Niederösterreich dem Ritterstande einverleibt. Die ausser-halb des Marktes Gundtramstorf ihm zustehenden Besitzungen, die s. g.Krautmühle etc. waren 1627 durch kaiserl. Freiheitsbrief unter demNamen: Mitterau zu einem adeligen Sitze erhoben worden. Ernst L.