Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
337
Einzelbild herunterladen
 

337

Kurssei, Kursei. Altes, lief- u. estliländisches Adelsgeschlecht,welches die Güter P arg eil, Sinnelep etc. erwarb, in Ostpreussen Schmerk-stein u. Tieifenthal im Kr. Preuss. Eylau u. in Westpreussen Bautenim Kr. Marienwerder an sich brachte u. in Schlesien bereits 1758 zuBrödelwitz unweit Steinau, 1800 u. später zu Költschen im Kr. Reichen-bach u. 180!) u. noch 1830 zu Dobergast im Kr. Strehlen sass.Christoph Heinrich v. Kurssei, k. schwed. Oberstlieutenant, war mitAnna Gertrud v. Tiesenhausen a. d. H. Echmes vermählt u. aus dieserEhe entspross Heinrich Adolph v. K., der Stammvater der später inPreussen vorgekommenen Sprossen der Familie. Derselbe, gest. 1758,k. preuss. Generalmajor u. Chef des Regiments du Moulin, hatte ausder Ehe mit Eleonore Luise v. Bardeleben fünf Söhne u. acht Töchter. Von seinen Nachkommen liessen sich Mehrere in Schlesien niederu. wurden bei Nimptsch u. Strehlen angesessen. Das Gut Költschenbesass Carl Ludwig v. K. Ein v. K., k. pr. Major a. D. starb 1825u. Carl Heinrich v. K., schlesischer Linie, u. verm. mit einer v. Lieresa. d. II. Dittmannsdorf, wurde 1842 k. preuss. Generallieutenant underster Commandant zu Neisse.

Hupel , Material, zu einer liefländ. Adelsgesch. Jahrg. 1789, S. 17386. N. Pr. A.-L.III. S. 191 u. 92 und VI. S. 63. Freih. v. Ledebur , I. S.492 u, III. S. 297. Siebmacher,V. 156. Schlesisch. VV.-B. Nr. 403.

Kurtzrock, Kurtzrock v. Wellingsbüttel, Kurzrock v. W.,Freiherren und Grafen. Reichsfreiherrn- u. erbländ.-österr. Grafen-stand. Freiherrndiplom vom 1. Sept. 1707 (nach Wissgrill von 1705)für Maximilian Heinrich v. Kurtzrock, k. k. Hofkammerrath u. Resi-denten zu Hamburg u. Grafendiplom von 1819 für Alexander Freih.v. Kurtzrock U .Wellingsbüttel, fürstl. thurn- u. taxischen Ober-Post-Di-rector in Hamburg, Herrn u. Landmann in Niederösterreich u. für dieBrüder desselben. Altes, ursprünglich thüringisches Adelsgeschlecht,dessen alter Adel bereits 1587 durch ein kaiserliches Diplom bestätigtwurde. Dasselbe war bis in das 16. Jahrb. bei Erfurt angesessen undbegütert. Heinrich u. Theobald v. Kurtzrock erlangten durch kaiserl.Diplom vom 14. Apr. 1654 eine Verbesserung u. Vermehrung ihresalten Wappens. Theobald v. K. stand in kurköln. Hof- u. Staatsdien-sten, lebte bis 1682 u. hinterliess einen Sohn, Maximilian Heinrich,welcher, s. oben, den Freiherrnstand in die Familie brachte. Derselbe,gest. 1735, Herr auf Wellingsbüttel im Lande Hadeln u. auf Schön-weyde im Ilolsteinschen, h. holsteinsch. Kammerli., kais. Reichshofrathetc., war in erster Ehe mit Clara Geyer v. Schweppenburg und in zwei-ter mit Hildegardis v. Finnecke vermählt. Aus der ersten Ehe ent-sprossten zwei Söhne, die Freiherren Theobald Joseph u. Eugen Hein-rich, von welchen Letzterer, 1729 Domherr und Propst zum h. Kreuzin Hildesheim und Domherr zu Lübeck, das Gut Almstedt im Hildes-heimschen kaufte u. dasselbe als Fideicommiss seiner Familie bestimmte.Ersterer, Freiherr Theobald Joseph, Herr auf Wellingsbüttel u. Schön-weide, kurmainz. Hof- u. Regier.-Rath, h. holst. Kammerli., seit 1731kais. Reichshofrath u. seit 1735 residirender k. k. Minister am nieder-sächsischen Kreise, wurde 1763 der ober-rheinischen Reichsritterschafteinverleibt u. starb 1770 zu Hamburg. Aus der zweiten Ehe desselben

Kneschke, Deutsch. Adels-Lex. V. 22