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5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
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dem Prädicate: v. Löwenstern. Derselbe, gebürtig aus dem Holstein-scben, machte sieb als Alchymist bekannt, lebte zuerst am fiirstl. lauen-burgischen - u. dann unter dem Kurfürsten Jobann Georg II. am kur-sächsischen Hofe als Director des chemischen Laboratoriums in Dresden,hielt 1677 zu Wittenberg Vorlesungen über Experimental-Chemie, gingbald nachher nach Berlin in die Dienste des Kurfürsten Friedrich Wil-helm, hatte sein Laboratorium auf der Pfaueninsel u. besass ein Besitz-tum zu Dreissigacker bei Berlin u. zu Cladow im jetzigen Kreise Ost-Havelland. Nach dem Tode des Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1688)begah er sich nach Schweden u. wurde vom Könige Carl XI. zum Berg-rathe ernannt u. bald darauf in den Kitterstand versetzt. Er lebtenoch 1694 in hohem Alter. Zu den Nachkommen desselben wirdJobann Carl K. v. Loewenstern gerechnet, welcher in der ersten Hälftedes 18. Jahrh. k. schwed. General war. Der Stamm blühte fort undSprossen desselben haben bis auf die neueste Zeit in der k. pr. Armeegestanden. Ein Major K. v. L. war 1839 Divisions-Adjutant zu Posenu. Director der dortigen Divisionsschule.

Kestner, Medic. Gelehrt.-Lexic. Jena, 1740. S. 151 u. 52. Gauhe, II. S. 1663: im Ar-tikel: Löwenhaupt. N. Pr. A.-L. V. S. 294. Freih. v. Ledebur. I. S. 490 u. HI. S. 297.

Kunemann, Küuemaun. Böhmischer Adelsstand. Diplom vom27. Jan. 1677 für Peter Kunemann, Advocat bei der Ober-Landes-regierung zu Glogau. Von den Nachkommen desselben starb Ernst Ki-lian v. Künemann 3. Jan. 1736 als k. preuss. Oberst u. Gouverneur zuFrankfurt a. d. Oder.

r. Hellbach, I. S. 713. Freih. v. Ledebur , I. S. 490.

Knnheim, Künheim, Kiihnheim, auch Grafen. Grafenstand desKgr. Preussen. Diplom vom 5. Juli 1798 für Johann Ernst v. Kün-heim, k. preuss. Generallieutenant u. Majoratsherrn auf Juditten, für denBruder desselben, Erhard Alexander v. IL, Majoratsherrn auf Stollenu. für den Enkel des verstorbenen Otto Ludwig v. K.: Ernst WilhelmAlexander Friedrich v. IL, Majoratsherrn auf Spanden. Ein seit derMitte des 15. Jahrh. in Ost-Preussen blühendes Adelsgeschlecht, welchesmit dem deutschen Orden aus den westlichen Ländern in die Provinzenan der Ostsee kam, zu bedeutendem Grundbesitze gelangte u. in einemZweige auch in Schlesien begütert wurde. - Daniel v. Kunheim, einSohn des Ritters Vollmar v. IL u. einer v. Sessingen, kam aus der Ge-gend von Metz in Lothringen im 15. Jahrh. nach Preussen und wurdevon dem Hochmeister Ludwig v. Elrichshausen, wegen seiner Mitwir-kung bei der Vertheidigung von Marienburg, mit dem Dorfe Mühlhau-sen unweit Preussisch-Eylau belehnt, welche Besitzung der Familie be-reits 1492 zustand. Daniels Sohn, Georg (I.) v. IL , Geh.-Rath desHerzogs Albrecht von Preussen u. Amtshauptmann zu Tapiau, wurdevon dem genannten Fürsten mit vielen Gütern beschenkt u. nach sei-nem Tode vertrat der Herzog Vaterstelle bei dem hinterlassenen Sohne:Georg (II.) v. K. Letzterer, gest. 1611, Landrath in Preussen, HerraufMühlhauscn etc., hatte sich 1555, unter Zustimmung seines hohenPflegevaters u. Vormundes, mit Margaretha Luther, jüngsten Toch-ter des 1646 verstorbenen Reformators D. Martin Luther aus der Ehe