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dem Prädicate: v. Löwenstern. Derselbe, gebürtig aus dem Holstein-scben, machte sieb als Alchymist bekannt, lebte zuerst am fiirstl. lauen-burgischen - u. dann unter dem Kurfürsten Jobann Georg II. am kur-sächsischen Hofe als Director des chemischen Laboratoriums in Dresden,hielt 1677 zu Wittenberg Vorlesungen über Experimental-Chemie, gingbald nachher nach Berlin in die Dienste des Kurfürsten Friedrich Wil-helm, hatte sein Laboratorium auf der Pfaueninsel u. besass ein Besitz-tum zu Dreissigacker bei Berlin u. zu Cladow im jetzigen Kreise Ost-Havelland. Nach dem Tode des Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1688)begah er sich nach Schweden u. wurde vom Könige Carl XI. zum Berg-rathe ernannt u. bald darauf in den Kitterstand versetzt. Er lebtenoch 1694 in hohem Alter. — Zu den Nachkommen desselben wirdJobann Carl K. v. Loewenstern gerechnet, welcher in der ersten Hälftedes 18. Jahrh. k. schwed. General war. — Der Stamm blühte fort undSprossen desselben haben bis auf die neueste Zeit in der k. pr. Armeegestanden. Ein Major K. v. L. war 1839 Divisions-Adjutant zu Posenu. Director der dortigen Divisionsschule.
Kestner, Medic. Gelehrt.-Lexic. Jena, 1740. S. 151 u. 52. — Gauhe, II. S. 1663: im Ar-tikel: Löwenhaupt. — N. Pr. A.-L. V. S. 294. — Freih. v. Ledebur. I. S. 490 u. HI. S. 297.
Kunemann, Küuemaun. Böhmischer Adelsstand. Diplom vom27. Jan. 1677 für Peter Kunemann, Advocat bei der Ober-Landes-regierung zu Glogau. Von den Nachkommen desselben starb Ernst Ki-lian v. Künemann 3. Jan. 1736 als k. preuss. Oberst u. Gouverneur zuFrankfurt a. d. Oder.
r. Hellbach, I. S. 713. — Freih. v. Ledebur , I. S. 490.
Knnheim, Künheim, Kiihnheim, auch Grafen. Grafenstand desKgr. Preussen. Diplom vom 5. Juli 1798 für Johann Ernst v. Kün-heim, k. preuss. Generallieutenant u. Majoratsherrn auf Juditten, für denBruder desselben, Erhard Alexander v. IL, Majoratsherrn auf Stollenu. für den Enkel des verstorbenen Otto Ludwig v. K.: Ernst WilhelmAlexander Friedrich v. IL, Majoratsherrn auf Spanden. — Ein seit derMitte des 15. Jahrh. in Ost-Preussen blühendes Adelsgeschlecht, welchesmit dem deutschen Orden aus den westlichen Ländern in die Provinzenan der Ostsee kam, zu bedeutendem Grundbesitze gelangte u. in einemZweige auch in Schlesien begütert wurde. -— Daniel v. Kunheim, einSohn des Ritters Vollmar v. IL u. einer v. Sessingen, kam aus der Ge-gend von Metz in Lothringen im 15. Jahrh. nach Preussen und wurdevon dem Hochmeister Ludwig v. Elrichshausen, wegen seiner Mitwir-kung bei der Vertheidigung von Marienburg, mit dem Dorfe Mühlhau-sen unweit Preussisch-Eylau belehnt, welche Besitzung der Familie be-reits 1492 zustand. Daniels Sohn, Georg (I.) v. IL , Geh.-Rath desHerzogs Albrecht von Preussen u. Amtshauptmann zu Tapiau, wurdevon dem genannten Fürsten mit vielen Gütern beschenkt u. nach sei-nem Tode vertrat der Herzog Vaterstelle bei dem hinterlassenen Sohne:Georg (II.) v. K. Letzterer, gest. 1611, Landrath in Preussen, HerraufMühlhauscn etc., hatte sich 1555, unter Zustimmung seines hohenPflegevaters u. Vormundes, mit Margaretha Luther, — jüngsten Toch-ter des 1646 verstorbenen Reformators D. Martin Luther aus der Ehe