Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
305
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Krug von Nidda (in Gold ein mit einem silbernen Kruge beleg-ter Stei-n, dessen sechs Strahlen von Silber und Blau der Länge nachgetheilt sind. Der Varianten giebt es Viele). Reichsadelsstand. Diplomzu Anfange des 16. Jahrh. vom K. Maximilian I. für das gesammte Ge-schlecht; Erneuerungsdiplom des alten, der Familie zustehenden Reichs-adels vom 20. Febr. 1703 für Theodor Christoph Krug v. Nidda, lc.preuss. Hof- u. Ober-Bergdirector, wie auch ersten Leibmedicus (späterw. Geh. Rath), Friedrich Ludwig, Fürstl. Hessendarmstädt. Directorder Salzwerke, Johann Reinhard, Fürstl. Hessisch, u. Gräfl. StolbergschenRath und Ober-Amtmann, Conrad Jacob, Fürstl. Hessendarmst. Amts-rath und Andreas Krug v. Nidda, Brüder und Vettern, und K. Preuss.Anerkennungsdiplom vom 21. Juli 1704 für Theodor Christoph K. v.N., k. preuss. w. Geh. Rath. Altes, aus einem sehr angesehenen Pa-triciergeschlechte der Städte Basel und Erfurt stammendes Adelsge-schlecht. Aus Basel verbreitete sich die Familie im Elsass, und kam ge-gen Ende des 15. Jahrh. in die Wetterau, erwarb Güter zu Nidda, Mor-lau, Selters, Sultz, Wieselsheim etc. und schrieb sich nach ihren Be-sitzungen zu Nidda im jetzigen Grossherzogtimm Hessen: Krug v. Nidda.

Die Familie breitete sich in Preussen, Hessen und im Stolbergschenweit aus, kam auch nach Sachsen und gelangte zu grossem Ansehen.Dieselbe war bereits 1748 zu Döllnitz im Saalkreise und Hatterstedtim Querfurthschen, sowie 1801 zu Volckstädt im Mansfeider Seekreiseund zu Glitter, Parey und Rähsen im Kr. Jerichow II angesessen, hattedie letzteren drei Güter noch 1854 inne und sass auch in Ostpreussenim Kr. Mohrungen zu Altstadt, Münsterberg, Pachollen und Gröckel-witz. Friedrich Albrecht Franz K. v. N., geb. 1776 u. gest. 1841,Herr auf Gatterstedt, später k. pr. Regierungs-Director zu Arensbergetc. hat als Dichter sich namentlich um das deutsche Epos verdient ge-macht u. sein heroisches Gedicht; Skanderbeg, Leipzig, 1824. 2 Theile,erregte zu seiner Zeit besonderes Aufsehen. Der Bruder desselben, Lud-wig K. v. N., Major a. D. und Landrath des Kr. Sangerhausen, feierte1838 sein 50jähriges Die'nstjubiläum. In der k. säclis. Armee wurdeCarl K. v. N. 1854 Rittmeister u. Wirthschaftschef im 3. Reiter-Regi-mente uud Arnold K. v. N. war in neuester Zeit Hauptmann im lc. k.55. Infant.-Regim.

Leu, Schweiz. Lexic. XI. S. 226 u. 27. Strieder . Hessisch. Gelehrt. - Geschichte, II.S. 46369. Weinric/i, Nachrichten v. d. Stadt Erfurt: Verzeichn. des Adels etc. in Erfurt.

- N. Geneal. Handb. 1777. S. 276 u. 77 u. 1778. S. 329, v. Ilellbach, I. S. 707. N. Pr.A.-L. V. S. 290 und 91 und VI. S. 63. Freih. v. Ledebur , I. S. 4S6. W.-B. d. preuss.Monarch". III. 75. W.-B der Sächsisch. Staat. II. 85. Kneschke, I. S. 249 u. 50.

Kriigelstein (Schild geviert. 1 u. 4 quergetheilt: oben in Golddrei blaue Ziegelsteine und unten in Blau eine halbe, goldene Sonneund 2 und 3 in Silber ein rother Thurm). Reichsadelsstand. Diplom von1589 für Martin Krügelstein. Derselbe stammte aus einer Familie, auswelcher die Gebrüder Siegmund und Benedict Krügelstein auf Wandel-burg 1504 einen kaiserlichen Wappenbrief mit folgendem Wappen:Schild geviert: 1 und 4 in Gold drei blaue Ziegelsteine und 2 und 3Blau, ohne Bild, erhalten hatten. Als Sprosse dieses Geschlechtsmeldete sich in Preussen Jobann Gottfried Krügelstein, Eigenthümereiner Gold- u. Silber-Fabrik und bat um Erneuerung des Adels, erhielt

Kneschke, Deutsch. Adels-Lex. V. 20