Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
31
Einzelbild herunterladen
 

Karwat, Karwatt (in Blau über einem goldenen Sterne ein gol-dener Halbmond, zwischen dessen nach oben gekehrten Hörnern eingoldenes Kreuz schwebt). Ein seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrb.zudem ansässigen, westpreussischen Adel gehörendes, dem polnischenStamme Murdelio einverleibtes Geschlecht, in dessen Hand in neuesterZeit die Güter Jablonowo , Wychulec und Koszyrog im Kr. Strasburgwaren.

Freih. v. Ledebur , 1. 8. 417.

Karwath, Cliarwatli, auch Freiherren und Grafen (Stammwap-pen : in Blau drei übereinander fliessende Wasserströme. GräflichesWappen : Schild geviert mit rothcm, den Kopf u. Hals eines gekrönten,goldenen Greifs zeigenden Mittelschilde. 1 und 4 in Gold eine blaueLilie u. 2 u. 3 das Stammwappen). Böhmischer Freiherrn- u. Grafen-stand. Freiherrndiplom vom 6. Nov. 1702 für Johann Franz v. Karwathu. Grafendiplom vom 16. März 1715 (nach einer anderen Angabe vom16. Apr. 1716) für denselben. Altes, ursprünglich ungarischesAdelsgeschleclit, welches von den Herren v. Slawäta, deren Besitzungenzwischen den drei Flüssen Theis, Sau und Donau, (welche auch dasStammwappen darstellen soll) lagen, abstammte. Dasselbe, über welchesPaprocius nähere Auskunft giebt, kam auch" nach Schlesien und sassbereits 1593 zu Tworkau bei Jägerndorf. Johann Ferdinand v. Ch.,kais. Oberstwachtmeister des liolstein. Cuirassier-Regim., liess sich inMaywaldau bei Hirschberg nieder und baute das schöne dortige Schloss.Von ihm entspross der oben genannte Graf Johann Franz, k. k. Kam-merherr, welcher als Herr auf Maywaldau, Eichberg, Schildau etc.30. Mai 1730 starb. Der Sohn desselben aus der Ehe mit CatharinaCaroline Grf. v. Ilenckcl-Donnersmark, Graf Franz Maximilian, starbM in der Blütlie seiner Jahre u. schloss den Stamm.

Paprocius, Specul. Morav. S. 100. Sinapius, II. S. 118 u. 119. (iauhc , II. S. 517u. 518. Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bjl. S. 10 u. 69. N. Pr. A.-L. III. S. 77. Freiherr'f v. Ledebur , I. S. 417. I)orst, $llg. W.-B. U. S. 5154 u. Nr. 183.

Karwinski, Kanvinsky v. Karwin, auch Freiherren. Erbländ.-I österr. Freiherrnstand. Diplom vom 6. Aug. 18l'3 für Johann NepomukI Wenzel Karwinski v. Karwin, k. k. Generalmajor. Altes, ursprüng-lich polnisches, zu dem Stämme lvitlicz gehörendes Adelsgeschlecht,welches aus Polen nach Schlesien und später auch nach Böhmen kam.Das Stammschloss Karwin liegt im jetzigen oppelnschen Kreise Ober-schlesiens u. die Familie war auch im Tesclienschen mit Tscharnowitzangesessen. Pertzick Karhinski kommtl445, NiclasKarwinski v. Kar-win 1530 u. Peter v. Kanvintzki auf Karwin 1572 als der Fürsten zuTeschen Land - und Regierungsrath vor. Johann Joseph K. v. K. warI 1709 k. Hauptmann des schlauer Kreises in Böhmen. Von den späte-ren Sprossen des Stammes haben Einige in der k. preuss. Armee ge-I standen u. noch 1823 war ein v. K., k. pr. Hauptmann, Rendant beip flem Train-Bataillon in Graudenz. Ein Sohn des obengenannten Freih. Johann Nepomuk Wenzel, Wilhelm Friedrich Freiherr K. v. IL,| k. bayer. Kämm., früher k. spanischer Berghauptmann in Mexico, würdein die Adelsmatrikel des Kgr. Bayern eingetragen. Der Stamm hat1 Flitter wie im Freiherrnstande fortgeblüht u. in neuester Zeit war