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Jt 'IIauschcck v. Fichtenau, Ritter uiul Falle. Erbländ.-österr. Ritter-stand. Diplom von 1792 für Johann Georg Jellauscheek, Eigen-tümer des Gutes Praitenau in Krain, wegen Verbesserung derLand-wirthschaft, mit dem Prädicate: Edler v. Fichtenau.
Megerle v. Mühlfeld , S. 123.
Jemguml). Ostfriesisches, noch zu Anfange des 17. Jahrh. blü-hendes Adelsgeschlecht zu Eickel, Jemgum an der Ems, Norden undQuellenburg.
Freiherr v. Ledebur , Ii S. 395.
Jcninier. Fränkisches, erloschenes Adelsgeschlecht, welches imRittercanton Ottenwald ansässig u. demselben einverleibt war.
Biedermann, Canton Ottenwald, Tab. 381.
Jena. Reichsadelsstand. Erneuerungsdiplom des der Familie zu-stehenden, alten Adels von 1658 für die Gebrüder Friedrich u. Gott-fried v. Jena, s. unten, mit Vermehrung des Wappens: (Schild geviert:1 u. 4 vow Blau und Gold schräglinks getheilt mit einem, eine Wein-traube im Maule haltenden Fuchs und 2 und 3 in Roth ein silbernerQuerbalken). Ein seit dem 15. Jahrh. als Salzpfänner zu Halle undin städtischen Aemtern zu Zerbst und Calbe vorgekommenes Adels-geschlecht, welches im 17. und 18. Jahrh. im Magdeburgischen undBrandenburgischen u. im 19. Jahrh. auch in der Ost-Priegnitz begü-tert wurde. Dasselbe stammt, nach Annahme der Familie, aus demim 13. u. 14. Jahrh. in Thüringen aufgetretenen, ritterlichen Ge-schlechte, welches sich nach der Stadt Jena an der Saale nannteund ist im 17. Jahrh. durch die oben erwähnten Brüder Friedrich u.Gottfried v. Jena zu grossem Ansehen gelangt, Friedrich v. J., geb.zu Zerbst um 1620, war erst Professor Juris Ordinarius zu Frank-furt a. d. 0., wurde dann mit mehreren Gesandtschaften betraut undstarb 1683 als kurbrandenburgischer w. Geh.-Rath. Gottfried v. J.,geb. 20. Nov. 1620, wurde nach grossen Reisen Doctor Juris zu Hei-delberg und 1655 Prof. Juris Ordinarius zu Frankfurt a. d. 0., 1657kurbrandenb. Geh.-Rath, 1663 Kanzler des Fürsteuthums Minden,1674 wirkl. Geh.-Rath und 1680 Kanzler zu Magdeburg. Derselbestarb zu Halle 3. Jan. 1703 ohne Nachkommen u. hatte sein gegensechszigtausend Thaler betragendes Vermögen zur Gründung einesfreiweltlichen Fraulein-Stifts u. eines Hospitals für reformirte Armebestimmt. Beide Anstalten traten der Stiftung gemäss ins Leben undtragen den Namen ihres Gründers u. Wohlthäters. — Was den jetzi-gen Güterbesitz der Familie und die späteren Sprossen derselben be-trifft, so war Gottfried v. Jena, gest. 1831, Herr auf Döbbernitz imKr. Ober-Barnim, welches Gut schon 1639 dem Geschlechte zustand.Der Bruder desselben, Wilhelm v. J., k. preuss. Major a. D., wird inneuester Zeit als Herr auf Kothen u. Dannenberg im Kr. Ober-Bar-nim und auf Weitzke, im Kr. Birnbaum, Prov. Posen, u. Carl v. J., k.pr. Kammerherr, als Herr auf Nettelbeck (Majorat) in der Ost-Prieg-nitz aufgeführt.
Beckmann, Histflr. d. Fürstenth. Anhalt, 1'. VII. S. 344. — t>. Dreyhaupt, Beschr. desHerzogih. Magdeburg, II. S. '227 n. Beilage B. S. 69. — v. HeUbach, I. S. 609. - N. Cr. A.L. III. s. 31 Ii. 32. — Freiherr v. Ledebur, T. S. 395. — Knesclke, I. S. 218.