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Hiitstocker, lluetstocker, Ritter. Reichsritterstand. Diplom vom4. Dec. 1575 für Johann Huetstocker, Doctor der Rechte u. nieder-österr. Regimentsrath, für den Bruder desselben, Christoph, und fürdie übrigen Verwandten. — Ein aus Wien stammendes und daselbst. mehrere Jahrb. sesshaft gewesenes Geschlecht, welches 1585 u. 1595unter die neuen niederösterr. Ritterstandsgeschlechter aufgenommenwurde und im Mannsstamme um 1658 mit Johann Alexander v. H.erloschen ist.
Wissgrill, IV. S. 470 —472.
Hutten, auch Freiherren. Eins der ältesten, angesehensten u. be-rühmtesten fränkischen Adelsgeschlechter, welches durch seine Be-sitzungen dem reichsfreien fränkischen Rittercanton Baunach einver-leibt war u. zu welchem Simon v. EL, Fürst-Abt zu Hersfeld, Moritzv. II., Bischof zu Eichstädt, erwählt 1539 u. gest. 1552 u. ChristophFranz v. II., Fürstbischof zu Würzburg und Herzog in Franken, er-wählt 1724 u. gest. 1729, gehörten. — Nach Humbracht soll Ehren-reich H., Ritter, Hofmarschall des Abts zu Fulda, um 930 Heerführerdes K. Heinrich I. gegen die Hunnen gewesen sein, doch beginnt diefortlaufende Stammreihe erst mit Rudolph H. um 1179, von dessenNachkommen um 1329 Frowin H. die Steckeinbergische u. FriedrichH. die Franckenbergische Hauptlinie gründeten. Der Stifter derSteckelnberg'schen Linie, Frowin H., Ritter und Faut zu Schwartzen-fels, erhielt mit seiner Gemahlin Luckhart v. Steckeinberg den SitzSteckeinberg (Steckelberg) drei Meilen südlich von Fulda, nach welchemseine Linie sich nannte und zu seinen Nachkommen gehörte Ulrichv. H., geb. 1488 auf dem Stammschlosse Steckeinberg u. gest. 1523auf der Insel Ufnau im Zürichersee, welcher durch seine Gelehrsam-keit und seine Schriften so berühmt, wurde. In der Nachkommen-schaft des Bruders desselben, Hans v. H., Amtmanns zu Saleek u. inspäterer Zeit durch des Florian v.H., gest. 1627, Herrn zu Steckein-berg, drei Söhne blühte die Linie zu Steckeinburg fort. — DerStifter der Franckenbergischen Linie Friedrich v. H. war fuldaischerMarschall. Von den Söhnen desselben setzte Conrad v. H., fürstl.würzburg.Hofmeister u. später Hofmarschall zu Fulda, die Hauptliniefort, Frowein aber, s. unten, gründete die stolzenbergische Nebenlinie.Ein Urenkel des Ersteren war Cunz, fürstl. würzburgischer Rath undOberhofmeister, dessen Enkel, Bernhard, gest. 1539, Amtmann zuKönigshofen, drei Söhne hinterliess: Philipp, k. k. Obersten, Rath u.Gouverneur des Kgr. Peru, Moritz, Bischof zu Eichstädt, s. oben undWilhelm. Von Letzterem stammte Bernhard, k. k. und fürstl. bran-denb. Rath und Ober-Voigt zu Anspach, dessen Sohn, Georg Frie-drich, gest. 1630, fürstl. anspachischer Hofmeister, den Stamm fort-setzte. — Der Stifter der stolzenbergischen Linie, Frowein, blieb1373 in einem Treffen und von den Nachkommen desselben-war Fro-wein II., gest. 1529, kais. Kriegsrath u. kurmainz. Rath, Hofmeisterund Hofmarschall. Von dem Enkel desselben, Johann, gest. 1617,Herrn zu Stolzenberg, entsprossten zwei Söhne, Johann Hartmuth u.Friedrich. Johann Hartmuth, württemb. Rath u. Ober-Amtmann zu