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Hundelshausen, Huntelshausen. Altes, hessisches Adelsgeschlecht,welches in Niederhessen an d. P'ulda u. an der thüringischen Gränzebegütert war. Der Hauptsitz desselben, dessen Namen ein Dorf imAmte Witzenhausen trägt, war später Harmuthsachsen an derWohreim Amte Lichtenau und. auf demselben soll in der ersten Hälfte des18. Jahrb. die Familie noch geblüht haben. — Heinrich v. H. war1362 Castrensis des Abts zu Fulda; Hermann v. H. befand sich 1475unter der Besatzung der belagerten Stadt Neuss u. ein anderer Her-mann v. H. war 1546 fürstl. hessisch. Hofmarschall.
v. Seckendorf, Histor. Lutheran., L. 1IL §. 131. Nr. 10. — Schannat, S. 99. — Gauhe,I. S. 921 und II. S. 4S2.— v. Hattüein, III? S. 212.— Siebmacher, I. 134: v. Hundelshau-sen, Hessisch. — v. Meding, III. S. 300 und 301: Stammbuchszeiolinung von 1584. — Suppl.zu Siebm. W.-B. IV. 15.
Iliindcrtninrk. Ein früher in Ostpreussen vorgekommenes Adels-geschlecht, welches bereits 1426 Maldeiten und Wittehnen im Kr.Fischhausen besass, später noch andere Güter an sich brachte undnoch 1665 Wipenincken im Kr. Insterburg inne hatte. — Vermuth-lich stammte die Familie aus dem alten ritterlichen Geschlechte diesesNamens, welchesin münsterschen Urkunden d. 13.—15. Jahrb. auftritt.
Freiherr v. Ledebur, I. S. 385.
Ilmidhaiiscn. Altes, längst erloschenes, thüringisches, meistsehwarzburgischejf Geschlecht.
Fr. Chr. Lesser. histor. Nachr. von dem alten Geschlechte v. Hnndhausen, ehemals inder goldenen Aue im Amte Heringen. Nordhausen, 1752. — v. Ilellbach; I. S. 599 und 600.
Iliindliciui (Schild quergetheiltj oben in Blau ein springendesWindspiel mit goldenem Halsbande und unten Gold, ohne Bild) Einjetzt zu dem ritterschaftlichen Adel im Grossherz. Baden gehörende»,in dem A. B. Ladenburg und Weinheim begütertes Adelsgeschlecht,welches den Adel durch Diplom vom 6. Apr. 1600 erhalten hat undnicht mit der österr. Familie v. Hundsheim zu verwechseln ist.
Cast, Adelsb. des Grossh. Baden, Abtheilung 2.
Hundpiss v. Ratzctiricil, Hundpiss v. Waltrains, auch Freiherren.
Altes, schwäbisches Adelsgeschlecht, dessen Stammreihe Bucelini mitEitel Hundpiss um 1382 beginnt. Von demselben stammte Friedrichoder Fricke Hundpiss, welcher zwei Söhne hinterliess : Eitel II. undJost, welche zwei Linien stifteten. Jost's Linie wurde die weisse,oder die zu Ratzenried genannt, da derselbe 1480 das Schloss Ra-tzenried gekauft hatte, worauf er sich anfangs Hundpiss v. Ratzenried,später aber nur v. Ratzenried schrieb. Von seinen Nachkommenstarb 1611 Jodocus Ludwig v. Ratzenried, Erbkämmerer des BisthumsCostnitz. Die Linie desselben blühte fort und zu ihr gehörte JohannAnton Freih. v. Ratzenried, welcher 1729 der schwäbischen Reichs-Ritterschoft üirectorial - Ritter - Rath war. — Die Linie, welcheEitel (II.) gründete, hiess die schwarze, oder die Linie v. Waltrams.Der Sohn des Stifters, Fricke IL, vermählte sich mit Amalia Müleckv. Waltrains, der Letzten ihres Geschlechts und fügte zu seinemWappen das der Familie v. Waltrams. Aus dieser Linie war 1713Marquard Jacob II. v. W. Director der schwäbischen Reichsrit-terschaft in dem Hegau. — Die Familie hat fortgeblüht, schreibt