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verwechselndes Geschlecht, welches zu dem curländischen Adel ge-hört und früher auch in Ermeland, so wie in Schwedisch - Pommernvor 1777 ansässig war. Die Berechtigung der Familie zur Führungdes Barontitels ist in Curland 3. Apr. 1862 anerkannt worden.
Freih. v. Ledebur, S. 381 u. III. S. 279. — Curland. Gouvern. Zeitung vom 2. Juni 1862.
— Neimbt, Curland. W.-B. Taf. 17.
Howora, Grafen. Eins der ältesten und ansehnlichsten gräflichenGeschlechter in Böhmen , welches im 5. Jahrh. aus Slavonien nachBöhmen gekommen sein soll. Der Stammvater desselben war derSage - nach zu Anfange des 11. Jahrh. hei dem Herzoge Jaromir inBöhmen Jägermeister, rettete denselben aus Mörder - Händen , wurdewegen seiner Treue von dem K. Heinrich II. zum ersten Herrn unterden Ständen in Böhmen, oder zu dem Nächsten nach dem Herzogeerklärt und erhielt als Wappen in Gold zwei gekreuzte, oben u. untenabgehauene und auf jeder Seite drei- oder viermal geastete, schwarzeAeste. In der ersten Hälfte des 12. Jahrh. war Gesa Iloworez beidem Herzoge Sobieslaus Geh.-Rath und hinterliess drei Söhne, welchedrei nach ihren Schlössern genannte Hauptlinien des Stammes grün-deten. Der älteste, Zdislaus, Herr zu der Leipe, wurde Stammvaterdes Hauses Leipe, s. den Artikel: Leipa, Leippa, der Andere, Jaros-laus, Herr zu Ronow, Ahnherr der Grafen v. Ronow, s. den Artikel:Grafen v. Ronow und der Dritte, Smilo, Herr zu Lichtenhurg,Stifter der lichtenburgischen Linie, welche gegen Ende des 16. Jahrh.erlosch, worauf Wappen,und Titel auf die später ebenfalls erlosche-nen Grafen v. Nachodt überging. — Den Namen Howora haben übri-gens, da König Johann in Böhmen 1356 an Heinrich Herrn v. d.Leipadas oberste Erbmarschallamt in Böhmen für seine Nachkommen undim Falle des Aussterbens derselben für die aus dem Hause Howorastammenden Erben verliehen hatte und später unter denGeschlechts-verwandten Streit entstanden war, im 17. Jahrh. nicht nur die Her-ren v. der Leipa und die Grafen v. Ronow, sondern auch die Herrenv. d. Berka, s. Bd. I. S. 350 und 351: Berka, Bercka, welcheebenfalls zu dem Hause Howora gehörten, wieder auf - und ange-nommen.
P. BecJcler , liistor. Bericht von dem uralten Hause HoworaTh. 1 u. 2. Frankfurt undHof, 1694. — Baibin, Tab. Stemmat. II. — Seifert, Geneal. adel. Aelteru u. Kinder, S. 220.
— Gaulie , I. S. 903 u. 904.
Hoya, lloja, Grafen (in Gold zwei neben einander gestellte, aus-wärtsgekehrte, schwarze Bärentatzen). Altes, niedersächsischesGrafengeschlecht aus dem gleichnamigen Stammschlosse und derGrafschaft dieses Namens an der Weser, vier Meilen von Bremen,welches reich begütert wurde und viele adelige Familien zu Vasallenhatte. Dasselbe kam nach Einigen bereits um 1200, nach Anderenerst um 1320 auf und aus demselben gingen mehrere Bischöfe, Prä-laten etc. hervor, über welche Gauhe Nachrichten gegeben hat. DerStamm erlosch 1582 mit dem Grafen Otto, nachdem in 36Jahren siebenBrüder ohne Nachkommen gestorben waren und die Grafschaft Hoyafiel als frei gewordenes Lehen an die Lehnsherren, die Herzoge zuBraunsehweig, zurück. Herzog Wilhelm zu Lüneburg erhielt die nie-
Kneschke, Deutsch. Adels-Lex. TV. 32