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Houwald, auch-Freiherren und Grafen. Grafenstand des Königr.Preussen nach dem Rechte der Erstgeburt. Diplom vom 15. Octob.1840 für Heinrich Freih. v. Houwald, freien Standesherrn aufStrau-pitz in der Niederlausitz. — Ein aus Schweden stammendes, in altenUrkunden Plubald u. Huwald geschriebenes Adelsgeschlecht, welchesin der zweiten Hälfte des 17. Jahrb. in der Niederlausitz, im Havel-lande und in Ostpreussen begütert wurde. Als Stammvater allerspäteren Sprossen der Familie wird Christoph H. genannt, welcher1610 zu Grimma in Sachsen starb und aus dessen Ehe mit Ursulav. Löbenstein, genannt Völckel, Christoph der Jüngere entspross.Derselbe, geb. 1602 und gest. 1661, General erst in k. schwedischen,dann in kursächsischen, kurbrandcnburgischen und k. polnischenDiensten, erhielt 20. Aug. 1632 den Adel des Kgr. Schweden und28. Juni 1652, nach Anderen im Febr. 1658, das polnische Indigenatund kaufte, nachdem er schon vorher in Ostpreussen die Güter Mal-deuten, Triecken und Posorten erworben und dazu 1655 von den pr.Ständen das Jus Indigenatus erlangt hatte, die jetzige Standesherr-schaft Straupitz im Kr. Lübben in der Nieder - Lausitz. Aus seinerersten Ehe mit Floreutine v. d.Beecke stammten zwei Söhne, welcheden Stamm fortsetzten, doch ist die weitere Stammfolge nicht genaubekannt. Gauhe giebt nur an, dass Christophs d. J. älterer Sohn baldnach dem Yater in k. polnischen Kriegsdiensten gestorben und dassvon seinen Nachkommen Heinrich v. H. 1705 Amtshauptmann zuPreuss. Holland gewesen, so wie dass der jüngere Sohn, Wilibald v.IL,1707 als fürstl. me'rseburg. Geh.-Rath u. Präsident der Ober-Amts-Regierung zu Lübben mit Hinterlassung eines 9 jährigen Sohnes,Christoph Wilibald Heinrich, gestorben sei. — Später ist in die Fa-milie der Freiherrnstand gekommen. — Der jetzige freie Standesherrauf Straupitz und seit 1854 erbl. Mitglied des k. preuss. Herrenhau-ses ist: Heinrich Graf v. Houwald, geb.- 1807 — Sohn des 1832 ver-storbenen k. pr. Landgericktspräsidenten und Besitzers der Standes-herrschaft Straupitz Freih. v. H. — verm. 1841 mit Florentine Freiinv. Houwald, geb. 1815, aus welcher Ehe, neben einer Tochter, Jo-hanna, geb. 1849, drei Söhne stammen: Heinrich, geb. 1843, Ernst,geb. 1844 und Otto, geb. 1851.— Der bekannte dramatische DichterChristoph Ernst Freiherr v. H., gest. 1845, k. preuss. Landsyndicusder Niederlausitz, war der Bruder des Vaters des Grafen Heinrich u.der Vater der genannten Gräfin Florentine. — Als Herr auf Neuhausim Kr. Lübben kommt in neuester Zeit Carl Freih. v. H., k. preuss.Landrath, vor.
Grosser, Laus. Merkwürd., III. S. 39 und 40. — Gauhe, I. S. 3097 und II. S. 476 — 479.
— N. Pr. A.-L. II. S. 443 u. VI. S. 57. — Deutsche Grafenh. d. Gegenwart, I.. S. 381—3S3,
— Freih. v. Ledebur, I. S. 379. — Geneal. Taschenb. der gräfl. Häuser, 1857. S. 349. 1862.S.-3S0 u. histor. Haudb. zu demselben, S. 355. — Suppl. zu Siebra. W.-B. I. 9. —W -B. dersächs. Staaten, VI. 49. v. II. und IX. 16: Freih. v. H.
Hoverbeck und Hovelheck, genannt v. Schönaich, Freiherren. Reicks-freiherrnstand. Diplom vom 20. Aug. 1663 für Johann v. Hoverbeck,kurbrandenb. Geh.-Rath. etc. und kurbrandenb. Anerkennungsdiplomvom 20. März 1669. —Altes, aus Brabant nach Kur-Brandenburggekommenes Adelsgeschlecht. Der Empfänger der erwähnten Di-