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4 (1863) (Graffen - Kalau v. Kalheim)
Entstehung
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Wappen von 1350: im Schilde ein gepanzerter Arm mit einer Streit-kolbe; Wappen von 1568: Schild geviert: 1 und 4 in Silber ein ausblauen Wolken im rechten Oberwinkel des Feldes hervorkommender,gepanzerter Arm, der sich links kehrt u. in der geschlossenen Fausteine am Panzerhandschuhe durch eine Kette befestigte, silberneStreitkolbe drohend hält u. 2 und 3 in Schwarz ein gleichsam schräg-rechts liegender, goldener Bär: ererbtes Pernersches Wappen; frei-herrliches Wappen: Schild geviert mit silbernem, den geharnischtenArm, in der Hand einen Pusikan haltend, zeigenden Mittelschilde :"1und 4 in Schwarz, oder auch im von Silber u. Schwarz viermal quer-getheilten Felde ein aufrecht stehender, einwärts gekehrter, goldenerBär und 2 u. 3 acht - auch zwölfmal von Silber u. Blau quergetheiltmit einem silbernen über sich gekehrten Zepter zwischen zwei gleich-falls gerade in die Höhe stehenden, von einander oder auswärts ge-kehrten, goldenen Adlersköpfen). Reichsfreiherrnstand. Diplom vom8. Jan. 1582 für Hanns, Georg, Christoph u. Stephan die Haym zumReichenstein, Gebrüder. Die v. llaim, Haym, Haimb u. Hoym, wiesie sich nach geänderter Sehreib- u. Mundart von der zweiten Hälftedes 16. Jahrh. an nannten, hiessen bis Christoph Haimer, gest. 1571,sich zuerst Haym nennen liess: die Haimer oder Hainiber und kom-men dann mit dem Namen: Haim, Freiherren v. u. zu Reichensteinvor. Nach Urkunden wendeten sich dieselben aus Bayern nach Stei-ermark und Oesterreich, waren in Oesterreich ob u. unter der Ennsbegütert, also Landleute, besassen dann in Niederösterreich Oberse-barn, Heinrichschlag, Himberg am Wald, Streitwiesen, Feldmühl,Margarethen an der Wien, Nickolstorf, Trauttendorf etc. u. wurden alsFreiherren 1582 in den alten niederösterr. Herrenstand eingeführt.Otto Haym, in einer Urkunde von 1231 : Otto Haymo de Neoburgaad Oenum (Neuburg am Inn), lebte noch unter den Österreich. Her-zogen ßabenbergischen Stammes in Wien als einer der angesehenstenund reichsten Bürger und tritt 1247 als Otto de Neuburga, so wienoch 1258 als Otto antiquus, Judex, auf. Die Nachkommen desselbenführten noch 1290 und 1303 das oben angegebene älteste Wappender Familie. Als Stammvater der späteren Ritter und Freiherren v.Haim wird Benedict Haym oder Haimb, insgemein Benusch IL, Kriegs-oberst und zuletzt Feldherr des K. Ludwigs V., Herzogs von Bayernund von der Pfalz, welcher 1345 das erwähnte spätere Wappen derFamilie erhielt, und 1350 noch lebte, genannt. Die Söhne desselben,Johann und Andreas Haim, oder Haymer, wohnten 1367 u. noch 1389in Landshut und von Ersterem stammte Heinrich Haymer, Ritter,welcher nach Steyermark zog und hier 1400 und 1411 urkundlichvorkommt. Von Heinrich's Sühnen, Wilhelm und Andreas IL, setzteLetzterer, 1479 Landesfürstlicher Pfleger der Herrschaft Schwann-berg in Steiermark, den Stamm namentlich fort durch den Sohn auszweiter Ehe mit Barbara Schrampf: Johann, gest. 1567, welchersechsmal vermählt war. Von den Söhnen desselben aus erster Ehemit Felicitas Huefnagl zog Christoph Haimer, gest. 1571, nieder-österreich. Hofkammerrath, um 1565 mit seiner ganzen Familie aus