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4 (1863) (Graffen - Kalau v. Kalheim)
Entstehung
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des 13. Jahrh. in der niederländischen Provinz Geldern, GrafschaftZütphen, im Besitze des Hauses von Pleckenpoel und später auch in-Weslphalen auf den Rittergütern Loburg und üiepenbrock im Mün-sterschen auftritt. Das Haus Pleckenpoel kam im 16. Jahrh. durchVermählung der Ruthgera v. Grass zu Pleckenpoel mit Adrian v. Erdean den Stamm des Letzteren, worauf die niederländische Linie desStammes, welche noch jetzt zu der Ritterschaft in Westflandern ge-hört, die Baronie Nockern erwarb, aüs den Häusern Loburg und Die-penbrock aber entsprossten zwei weitere westphälische Linien, welchedauernd fortblühten und deren Sprossen bei der westphälischen Ritter-schaft immer als rittermässig aufschworen. Bernd v. G. lebte1410; Goswin v. G. war 1440 Domherr zu Münster; Ortwin v. G.,welcher sich mit dem lateinischen Namen: Ortvinus Gratius schrieb,und einer von den vornehmsten Magistris obscurorum virorum war,starb 1542 als Lehrer der Theologie und Philosophie zu Cöln; Jo-hann Heinrich v. Grass zu Coburg, starb 1669 als Domcapitular undScholaster zu Fritzlar in Kurhessen; Johann Anton Freih. v. G. zumDiepenbrock lebte noch 1755 auf diesem Gute; Maria Theodore undMaria Agnes schworen 1758 und 1759 als Stiftsdamen zu Borghorstauf etc. Aus dem Hause Loburg wendeten sieb nachgeboreneSöhne in Folge politischer und religiöser Streitigkeiten in die Graf-schaft Mark, in's Cölnisehe und in's Hessische. Die Nachkommen inHessen bekannten sich zur lutherischen Religion, alle gingen von derursprünglichen Schreibart Graes, ausgesprochen Gras, ab und schrie-ben sich, der oberländischen harten Aussprache des Namens gemäss,Grasz oder Grass. Der cölnisehe und märkische Zweig zählte zurniederrheinischen Ritterschaft und hatte, ausser mehreren Lehen-gütern zu Polheim, Geyen etc., die Herrschaft Fliehstädten inne, zuwelcher noch 1720 Degenhard Heinrich Freih. v. Glass, ein Sohndes 1682 verstorbenen Johann Werner v. Grass, Freih. zu Flieh-städten, Pfalzneuburgisclten Schultheissen zu Aldenhofen, aus derEhe mit Elisabeth v Coetzen den Edelhof zu Glessen erworbenhatte. Der hessische Zweig war in Folge seiner durch Vermählun-gen mit Sprossen der rheinländischen Familien v. Roth, v. Brambachetc., so wie durch Kauf von den Roishausen zu Staufenberg erlang-ten Besitzungen der mittelrheinischen, hessischen und trierschenRitterschaft einverleibt. Dieser hessische Zweig, gegründet von Al-bert v. G., vermählt mit Elisabeth v. Roth, gest. 1682, schied sichdurch drei Söhne aus dieser Ehe in dre ; Aeste, den älteren, mittlerenund jüngeren Ast. Den älteren Ast stiftete Johann Albert v. G.,gest. 1713, welcher sich 1684 mit Christina Brigitte v. Brambachvermählt hatte, aus welcher Ehe vier Töchter und zwei Söhne ent-sprossten und zwar folgende: Sibylle Albertine v. G., geb. 1687,verm. mit Franz Christoph Adolph v. Drachstedt, Fürstl. Ilessen-Darmstädt. Ober-Stallmeister; Eleonore Henriette, geb. 1689, verm.mit Isac du Bos Freih. du Thil, Obersten und Commandanten zuBraunfels; Ferdinand Wilhelm, geb. 1695 und gest. 1771, Fürstl.Waldeckscher Geh.-Rath und Ilofmarschall, verm. mit einer Freiin