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Gottsfelilen. Altes, fränkisches, dem Rittercanton Gebiirg ein-verleibt gewesenes Adelsgeschlecht ans dem Stammschlosse Gotts-felden oder Gottesfeld, eine halbe Stujide von Creussen am rothenMain, welches nach Erlöschen des Stammes an Brandenburg-Calm-bach zurückfiel. Arnold v. G., Ritter, kommt urkundlich 1376 vor;Georg v. G., Dr. und Domherr zu Bamberg und Augsburg, war 1493Ober-Pfarrer zu Hof und Wolf v. G. lebte noch 1580. Mit demselbenhören alle Nachrichten über das Geschlecht auf.
Biedermann, Canton Gebürg, Tab. 304. — Salver , S. 278.
Gnttsmaiin v. Timm. Altes, fränkisches Adelsgeschlecht, welcheszur reichsunmittelbaren Ritterschaft des Canton Gebiirg gehörte.Dasselbe stammte von dem alten Geschlecbte der Baben ab und wareines Stammes und Wappens mit den Dürriegeln v. Rigelstein, s.Bd. II. S. 600. Der Zuname: Thum entstand von einem Besitze die-ses.Namens unweit Forchheim, ausser welchem die Familie noch dieGüter Büg und Brand inne hatte. Heinrich G. z. Tli. war 1210 Dom-herr zu Bamberg und Conrad 1235 zu Eichstädt und Regensburg.Der nähere Stammvater des Geschlechts, Ulrich G. v. Tb., kommturkundlich 1303 vor. Der von ihm fortgepflanzte Stamm blühtenoch in die zweite Hälfte des 16. Jahrh. hinein. Der Letzte seinesGeschlechts im Mannsstamme, Hans Friedrich Gottesmänn zum Thumauf Neuenhauss, Büg, Brand und Stopfenheim, kais. Rath, Kammer-junker und Amtmann zu Heldrungen, zahlte noch 1575 im CantonGebürg die Rittersteuer. Aus seiner Ehe mit Anna Magdalenav. Ebeleben stammten eine Tochter und zwei Söhne, Ruprecht undJohann Friedrich, welche beide vor dem Vater starben: die Erbtoch-ter, Amalia, vermählte sich mit Heinrich v. Bünau, Herr auf Drebenund kursächs. Amtshauptmann.
Biedermann, Canton Gebürg, Tab. 305—308.
Gottwahl, Kitter. Böhmischer Ritterstand. Diplom von 1728für Johann Georg v. Gottwald. Schlesisches Adelsgeschlecht, aus\velchem Jobann Georg v. Gottwald 1690 Herr auf Kriegnitz unweitLüben war. Aus der Ehe desselben mit Hedwig v. Braun stammteJohann Georg der Jüngere, welcher 1728 im Besitze von Ifriegnitzfolgte und mit einer v. Bibran vermählt war. Der Sohn aus dieserEhe fiel als k preuss. Hauptmann in den schlesischen Kriegen in derSchlacht bei Breslau und mit ihm ging der Mannsstamm aus. DerName des Geschlechts erlosch später, 24. Juni 1791, mit der Ge-mahlin des Seniors Selbsherr zu Hainau, welche eine geborenev. Gottwald war.
Henel, Silesiogr. renov. S. 772. — Sinapius, II. S. 645 und 646. — N. Pr. A.-L. V. S.188. — Freih. v. Ledebur, I, S. 275.
Gutzkow. Ein in Ostpreussen und Litthauen in der zweitenHälfte des 18. Jahrhunderts reichbegütertes Adelsgeschlecht, vondessen Sprossen viele, von welchen Mehrere in der k. preuss. Armeestanden, das N. Preuss. Adelslex. nennt. Noch 1820 standen inOstpreussen im Kr. Gerdaunen die Güter Damerau, Popowken, Pröckund Gross-Sobrost der Familie zu.
N. Pr. A.-L. V. S. 188. — Freih. v. Ledebur, I. S. 276 und III. S, 265.
Kneschke , Deutsch. Adels-Lex. III. 39