Druckschrift 
3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
Seite
467
Einzelbild herunterladen
 

— 467 —

pfälzischer Adelsstand. Diplom vom 29. März 1774 für Joseph An-ton Geiger, kurpfälz. Geh. Regier.- und Ober-Appellations-Gerichts-Rath in Mannheim, mit dem Prädicate : Edler v. — Der Stamm wurdefortgesetzt und die Söhne des Diploms-Empfängers, Gottfried MariaEdler v. G-, geb. 1775, k. bayer. General-Secretair des Ministeriumsder Finanzen und Leopold Maria Edler v. G., geb. 1777 , k. bayer.Rentbeamter zu Bayreuth, wurden in die Adelsmatrikel des Königr.Bayern eingetragen.

v. Lang, S. 346. — W.-B. d. Königr. Bayern, V. 56. — v. Hefner , II. 89 und S. 78. —Kneschke, III. S. 157.

Geiger. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1789 für Jo-hann Adam Geiger, Magistratsrath zu Wien.

Megcrlc v. Mühlfeld, Ergänz.-Bd S. 295.

Geillierg, Freiherren. Erbländ.-österr. Freiherrnstand. Diplomvon 1713 für Franz Dominik v. Geilberg.

Megerle v. Mühlfeld, Ergänz.-Bd. S. 58.

Geilenkirchen. Gölnisches Patriciergeschlecht, aus welchem Cas-par Drach V .Geilenkirchen noch 1601 als kurcölnischer Greve lebte.Derselbe hatte Kinder.

Freih. v. Ledebur, I; S. 250.

Geisendorf, genannt Grösser. Ein in Nürnberg vorgekommenesAdelsgeschlecht, welches aus Böhmen zu den Burggrafen von Nürn-berg gekommen sein soll. Wolfgang v. Geisendorf kommt urkundlichschon 1294 vor. Arnold v. G., welcher in der zweiten Hälfte des14. Jahrb. dem K. Carl IV. diente, sass zu Cadolzburg u. Farrnbachund hinterliess drei Söhne, welche sich durch die Beinamen: derGrösser, der Mittler und der Kleiner unterschieden. Die Linien derbeiden Letzteren erloschen, die des Ersteren blühte fort und schriebsich : Geisendorf - Grösser. Die Sprossen des Geschlechts, welcheYoigte u. Pfleger zu Erlach, Mainbernheim u. Münchsteinach waren,hatten ansehnliche Güter und Lehen, wegen welcher sie oft uneinigwurden und mit ihren Unterthanen gegen einander zogen. — NachNürnberg kam zuerst Christoph v. G.-G., Beider Rechte Doctor undRath des Markgrafen von Brandenburg, welcher sich 1542 mit derTochter des Georg Ivötzels vermählte. Später kam das Geschlechtmit mehreren der angesehensten Patricier- Familien Nürnbergs inVerwandtschaft. Andreas Paul, gest. 1650, wurde 1032 Nürnbergi-scher Pfleger zu Reicheneck. Der Sohn desselben, Wolf Friedrich,zog mit den Fränkischen Kreisvölkern in den Türkenkrieg und blieb1664 in einer Schlacht u. der Sohn des Letzteren, Johann Sebastian,welchen Siebenkees zuletzt nennt, diente ebenfalls gegen die Türkenund starb später, 1717, zu Nürnberg. Doch hat der Stamm fortge-blüht und noch 1791 hat Tyroff das Wappen des Achat.ius WilhelmCarl v. Geisendorf genannt Groesser abgebildet.

Schiit:, Corp. hist. Brandehl). diplora., IV. \l,h..S. 151. — Suppl. zu Sielini. W.-B. VII.14. _ Tyroff, L. 27 und Siebenkees, r. S. 58 und 59: nach handschriftl. Nachrichten.

Geisler, Geissler, G. v. und zu Deining, auch Freiherren (Schild ge-viert mit Mittelschilde. Im gekrönten, von Silber und Schwarz derLänge nach getheilten Mittelschilde ein bis an den oberen Sehildes-

30*