— 415 —
sen des Stammes gehörte namentlich der 1837 verstorbene Major C.v. G. und der um diese Zeit im 1. Infant.-Reg. dienende Hauptmannv. G. — Ein v. G. gehörte übrigens zu den unglücklichen Officieren,welche 1809 wegen Antheils an der SchiH'schen Unternehmung inWesel von den Franzosen erschossen wurden und denen später einDenkmal errichtet worden ist.
N. Pr. A -1. II. S. 207 u. 20S. — treih. v. Ledebur, I. S. 241.
(Jabel. Ein ursprünglich aus Deutschland stammendes, dänischesAdelsgeschlecht, welches seit der Mitte des 17. Jahrb. in Dänemarkzu hohem Ansehen kam. Friedrich v. Gabel, k. dän. Geh.-Rath undStatthalter in Copenhagen, starb 1673, Woldemar v. G., k. dän. Geh.Rath etc., 1720, Friedrich der Jüngere, ein Sohn des Geh.-RathsFriedrich v. G., Herr auf Brantewitz, Barelsee etc., 1708 als Vice-Statthalter in Norwegen, Stifts-Amtmann zu Aggerhuus und Gouver-neur zu Ferwa und 1715 ein von Gabel, k. dän. Vice-Admiral. 1717lebte Christian Carl v. G., Herr auf Bregenwed und Gabelslacke, k.dän. Kammerherr und Ober-Kriegs-Secretair und ein v. G., k. dän.Staats-Rath wurde 1721 Präsident des Ober-Admiralitäts-Collegiumetc. So blühte, mit hohen Ehrenstellen betraut, der Stamm noch indas 19. Jahrh. hinein, zu dessen Anfange Christian Carl v. Gabel, k.dän. Geh.-Rath und Kammerherr, vorkam. — Nachweise, welche dieneuere Zeit betreffen, fehlen.
Gaulie, II. 1479 und 1480. — Lexicon over adel. Famil. i Danmark, Bd. 1. — Jakobi1800, I. S. 88.
(iabclcuz, v. d. (iabclcuz, r. d. (Jabelcntz., (Jablciiz (in Silber eineeingebogene, rothe, gestürzte Spitze, mit einer dreizinkigen, mit denäussern Zinken auswärts gebogenen, silbernen Streugabel ohne Schaftbelegt und auf dem Helme zwei Adlerflügel von Roth und Silber, derrechte schrägrechts, der linke schräglinks getheilt, oder auch eindie rothen Sachsen rechtskehrender, geschlossener Adlersflug mitsilbernen Schwingen). Eins der ältesten und angesehensten meissen-schen Adelsgeschlechter, dessen Stammhaus nach Allem das DorfGablenz bei Werdau ist, wenn auch Knauth dasselbe, gewiss unrich-tig, aus Schlesien herleiten wollte, da es erst aus Sachsen nachSchle-sien kam. Auf dem genannten Gute wohnte Georg v. d. G. schon 1221und stand bei dem Markgrafen Friedrich zu Meissen in grosser Gunst.Im Jahre 1315 lebte Eckhard v. d. G., nach dem Stadtbuche derStadt Sommerfeld an der sehlesischen Gränze, S. 1006, in dieserStadt und Horn, Fridericus Bellicosus, S. 679 und 680, führt zweiUrkunden von 1388 an, in welchen. Albrecht v. d. G. als Zeuge auf-tritt. Nach der zweiten dieser Urkunden gehörte derselbe zu denBurgleuten in Altenburg. Albertus v. d. G. war 1436 Abt desKlosters zu Altenburg und versah das Kloster Pforte mit mehrerenEinkünften und Georg v. d. G. verkaufte 1529 dem Kurfürsten Jo-hann dem Beständigen zu Sachsen das Burgle'nn zu Altenburg, aufwelchem er und seine Vorältern gelebt. Um diese Zeit war Hans vond. G. brandenburgischer Rath u. stiftetete, begütert mit Kietzwaldeetc. eine preussische Linie des Stammes, welche 1657 mit dem k.