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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
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mit derselben als Reichslehn belehnt und zugleich, 17. Juni 1514,geadelt und gegraft und erwarb auch noch anderen grossen Grundbe-sitz, welchen er, da er keine Nachkommen hatte, den Söhnen seinesBruders Georg hinterliess. Von Georg F. stammten aus der Ehe mitJohanna Imhof zwei Söhne, Raimund und Anton, welche, s. oben, denGrafenstand mit Privilegien aller Art, wie dieselben bisher nie vor-gekommen, in die Familie brachten und den Stamm in zwei Haupt-linien schieden, in die Raimundus-Linie und in die Antonius - Linie.Beide Linien schrieben sich Grafen v. Kirchberg und Weissenborn u.breiteten sich in mehrere Speciallinien aus. Die Raimundus-Haupt-linie zerfiel durch Raimunds Söhne, Johann Jacob und Georg, in zweiLinien: Johann Jacob gründete die Pfirtische oder die nach ihm ge-nannte Linie u. Georg die Kirchberg-Weissenhornische- oder Georgs-Linie. Von der Pfirtischen Linie hatten sich drei Aeste abgezweigt:derFranz-Benns'scbezu Göttersdorf, der Constantins-Ast zu Semedin-gen und der Johann-Friedrichs-Ast zu Zinneberg und Adelshofen;welche aber sämmtlich später wieder ausgingen. Die Kirchberg-Weis-senhornsche oder Georg'sche Linie bestand ungetheilt fort. DieAntonius-Hauptlinie wurde wegen ihres Stimmrechts bei dem schwä-bischen Kreise bis 1806 als eigentliche Reichslinie angenommen.Durch Anton's Söhne, Marx, Hans u. Jacob, breitete sich dieselbe indrei Linien aus. Die Marx Fuggersche Linie starb 1676 aus, die HansFuggersche u.'Jacob Fuggersche Linie blühten fort. Der Hans Fug-gersche Stamm schied sich in zwei Aeste: in den Johann-Ernst'schenoder Glött'schen u. in den Otto-Heinrich'schen oder Kirchheim'schenAst. Der Johann-Ernst'sche Ast trennte sich in den noch blühendenAnton-Ernst'schen Zweig zu Glött, welcher neuerlich als Zweig: Hans-Fugger-Glött oder Marx-Fugger-Oberndorf aufgeführt wurde und inden ausgestorbenen Ludwig-Xaver'schen Zweig zu Stettenfels. DerOtlo-Heinrich'sche Ast zweigte drei Zweige ab: den Zweig zu Mick-hausen, zu Kirchheim und zu Wörth, später Nordendorf. Von diesenZweigen wurde bis jetzt nur der Zweig zu Kirchheim fortgepflanzt,welcher jetzt Zweig Hans-Fugger-Kirchheim heisst. Die Jacob-Fugger'sche Linie trennte sich durch die Brüder Johann zu Baben-hausen und Hieronymus zuWüllenburg in die beiden Haupt-Aeste zuBabenhausen und zu Wöllenburg. Der Ast zu Babenhausen schiedsich durch die Brüder Rupert u. Johann Jacob in die Zweige Baben-hausen u. Boos. Der Ruppert'sche Zweig zu Babenhausen ging 1758und der Wöllenberg'sche Hauptast 1764 aus. Von der ganzen Linieblühte nur der Zweig zu Boos fort und in denselben brachte GrafAnselm, s. oben, 1803 den Reichsfürstenstand, bei welcher Erhebungdie damaligen Reichsherrschaften Babenhausen, Boos und Ketters-hausen unter dem Namen: Babenhausen zu einem Reich sfürsten-thume erhoben wurden. Nach diesem Fürstenthume wurde später u.wird noch jetzt der Stamm mit dem Namen: Fugger-Babenhausen auf-geführt. Aus dem Stamme, welcher sich, wie angegeben, weit aus-breitete, sind zahlreiche Sprossen hervorgegangen, welche zu hohengeistlichen und weltlichen Würden gelangten und der Name Fugger