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urkundlich 1365 u. Georg 1417. Mit Letzterem ist 1454 der Stammausgegangen.
Wigul Hund , III. S. 322. — Monum. boic. VIII. S. 553.
Füge, Fügen. Ein auf Rügen begütert gewesenes Adelsgeschlecht,zu welchem Otto Fuge gehörte, welcher 1450 Bürgermeister zuStralsund und Herr von sechs Dörfern war. Derselbe, ehrgeizig,herrschsüchtig u. grausam, widersetzte sich zuerst zu Gunsten Mek-lenburgs der vom Herzoge Wratislaw IX. verlangten Huldigung derStadt und lebte dann in offener Fehde mit dem Landvoigte Barnekow,den er auch umbringen liess. Er herrschte dann unbeschränkt inStralsund, doch bald wurden die Bürger seiner Macht überdrüssig u.,er musste die Stadt mit drei Rathsherren verlassen. Letztere fielenbald in die Hände des Herzogs Wratislaw und wurden nach kurzemProcesse gerädert. Wohin Otto Fuge gekommen, blieb unbekannt.Seine Güter wurden eingezogen u. der Stamm ist mit ihm erloschen.
Wackehroder, Altes u. Neues Rügen, S. 60 und 61. — Oauhe, II. S. 311—313. — N.Pr.A.-L. II. S. 206.
Fugger, Grafen u. Fugger-ltabenliauseii, Fürsten. Reichsgrafen - u.Reichs-Fürstenstand. Grafendiplom vom 14. Nov. 1530 für Raimundund Anton Fugger und Fürstendiplom vom 1. Aug. 1803 für AnselmGrafen v. Fugger-Babenhausen, nach dem Rechte der Erstgeburt. —Als Stammvater des berühmten Fugger'schen Geschlechts wird Hansoder Johannes Fugger, ein thätiger Weber im Dorfe Graben amLech-felde bei Augsburg, genannt. Der gleichnamige, älteste Sohn, eben-falls Webermeister, erhielt durch Heirath mit Clara Widolph 1370das Augsburger Bürgerrecht, trieb neben der Weberei Leinwandhan-del und betheiligte sich bei dem Bergbaue, wurde aus der Zunft derWeber einer der Zwölfer im Rathe und hinterliess, als er 1409 starb,seinen Sühnen, Andreas und Jacob, so wie seinen vier Töchtern einfür die damalige Zeit schon sehr ansehnliches Erbe von dreitausendGulden. — Die genannten Söhne setzten die väterlichen Geschäftemit grosser Umsicht und grossem Glücke fort u. stifteten zwei Liniendes Stammes. Die Nachkommenschaft des Andreas F., welcher schonvorzugsweise: der reiche Fugger hiess, erhielt 1452 einen kaiser-lichen Wappenbrief (in Blau ein goldenes Reh) u. nannte sich Fug-ger vom Reh, doch ging diese Linie 1583 wieder aus, Jacobs Nach-kommen aber bekamen 1473 einen kaiserlichen Wappenbrief (Schildvon Gold und Blau der Länge nach getheilt mit zwei Lilien von ge-wechselter Farbe) und hiessen nach ihrem Wappen: Fugger von derIlgen, Fugger v. d. Lilien. — Von Jacob stammten drei Söhne, Ul-rich, Georg und Jacob, welche in ihrem Edelsinne in der Jacober-Vorstadt zu Augsburg die s. g. Fuggerei erbauten : 106 kleine Häu-ser, welche armen Bürgern gegen geringen Zins überlassen wurdenund werden. — Ersterer hatte drei Söhne, doch setzten diese, vonwelchen der Letzte, Hieronymus , 1536 starb, den Stamm nicht fort.Jacob erwarb, nachdem die Familie zu dem grössten Reiehthume, wiedie dem kaiserlichen Hofe jederzeit gewährten , höchst bedeutendenVorschüsse bezeugen, gekommen war, die Grafschaft Kirchberg, wurde