Druckschrift 
3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
Seite
376
Einzelbild herunterladen
 

376

serburg ain Inn stammendes Adelsgeschlecht. Dasselbe kam spä-ter nach Salzburg, gelangte in dortiger Gegend zu hohem Ansehenund grossem Reichthum, besass Marzoll bei Berchtesgaden, nachwelcher Besitzung es sich nannte und hatte auch zu Reichenhallein gefreites Haus: zum Traunstein, welches in der Landtafel stand.

Peter F. zum Traunstein und Degenhard F. zu Marzoll kommen1490 vor. Christian Fröschl zu Marzoll, Marschall des HochstiftsPassau, starb 1508. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrb., in welcherSigmund F. u. Joseph F. lebten, sank der Wohlstand des Geschlechts.Letzterer, welcher sich auf die Alchemie gelegt, hatte aus der Ehemit Margaretha Pfeffenhauser Nachkommen, doch ging später derStamm aus.

Wigul Hund, III. S. 318. v. Hefner , Stammbuch, I. S. 388.

Krubberg, s. Elger v. Frohberg, S. 81.

Prolin. Reichsadelsstand. Diplom vom 11. Oct. 1762 für JohannPeter Frohn, fürstl. löwenstein-wertheimschen Hofrath und Amtmannzu Virneburg. Von demselben stammte Ludwig Volrath v. F., kur-trierscher Geh,-Rath und später Kammergerichts - Assessor zu Wetz-lar, welcher eine zahlreiche Nachkommenschaft hinterliess. Ausderselben wurden sechs Söhne in die Adelsmstrikel des Kgr. Bayerneingetragen: Johann Peter v. F., geb. 1773, k. bayer. Stadtgerichts-Assessor in Augsburg; Peter Ferdinand v. F., geb. 1775,'Protocol-lant des Stadtgerichts Kempten; Anton Daniel v. F., geb. 1777, k.bayer. Kreisrath und Kron-Fiscal zu Burghausen; Joseph v. F., geb.1784, k. bayer. Advocat.; Ludwig Joseph v. F., geb. 1785, k. bayer.Forst-Practicant und Albert Anton v. F., geb. 1786.

v. Lang , S. 340 und 341. Calender des k, u. Reicliskammergerichts zu Wetzlar, nach1782. Suppl. zu Siebm. W.-B. X. 13. Tyroff, II. 58.. W.-B. d. Kgr. Bayern, V. 48.

v. Hefner, bayer. Adel, Tab. 88 u. S. 78. Kneschke, III. S. 150 u. 151.

Frobnberg, s. Kraft v. Festenburg u. Frohnberg.

Frohiihofer, Frohnhölfer, Fronlioefer, Fronhofen Märkisches Adels-geschlecht, welches 1536 den Rittersitz Stolzenhagen unweit Anger-münde in der Uckermark kaufte u. später Lunow, Woiletz, Kartzow,Pannen und Stegelitz erwarb. Der Stamm blühte in die zweite Hälftedes 18. Jalirh. hinein und Pannen war noch 1756, so wie Stegelitz1781 in der Hand des Geschlechts. Nach dieser Zeit ist dasselbeerloschen.

Grundmann, S. 22. N. Pr. A.-L. V. s. 167. Freih. a. Ledebur , r. S. 237.

Froideville, Hon od de Froideville, Freiherren. Reichsbarone desKaiserthums Frankreich. Diplom vom 8. Mai 1811, nach dem Rechteder Erstgeburt. Ein aus dem Waadtlatide der Schweiz stammen-des Adelsgeschlecht, welches nach Preusscn und später auch nachBayern gekommen ist. In k. preussischen Kriegsdiensten zeichnetensich namentlich zwei Brüder aus: Gabriel Monod de F.. k. preuss.General -Major, gest. 1758 an den in der Schlacht bei Zorndorf er-haltenen Wunden und Franz Isaac v. F., gest. 1794 als Generalmajorund Mitglied des Ober-Kriegscollegiums. Dieselben waren Söhne desGabriel Monod de F., Herrn zu Ballens und Yens im Canton Bern,aus der Ehe mit Susanna v. Crousaz und nächst ihnen standen noch