Druckschrift 
3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
Seite
348
Einzelbild herunterladen
 

— 348 —

Blättern eine blaue Weintraube hält und links in Roth ein silbernerQuerbalken, mit einer rothen Rose an einem grünen, zweiblättrigenStiele belegt). Erbländ. - österr. Adelsstand. Diplom vom 25. April1681 für Georg Sigmund u. Hieronymus Freytag mit dem Prädicate:v. Freydenmuth zu Plazegg. Dieselben stammten aus einer Familie,ans welcher Andreas u.Abraham Freytag 5. Nov. 1590 vom HerzogeFerdinand in Tirol einen Wappenbrief erhalten hatten.

Kneschke, IV. S. 132 nach Handzeichnung und handschr. Notizeu.

Freytag v. Schöllleuten (in Schwarz eine silberne Glocke). Altes,bayerisches Adelsgeschlecht, dem Wappen nach eines Stammes mitdem im Artikel S. 347 besprochenen Geschlechte, welches sich nachnach dem Sitze Schönlcutcn bei Aichach nannte u. schrieb. Dasselbetritt in bayerischen Urkunden schon 1307 auf und noch 1618 kommtein Freytag v. Schönleuten als leuchtenberg'scher Hofmeister vor.

Hund , III. S. 314. — Monum. boica, V. S. 245.

Freytag zu Vfaldbaeh u. Oöltfritz, Freytager, Freytager (Schild vonSilber u. Roth durch eine aufsteigende, blaue Spitze, an welche einegrosse, silberne Glocke geheftet ist, getheilt). Niederösterreichisches,zum Ritterstande gehöriges Adelsgeschlecht, aus welchem WolfgangFreytager 1496 mit Gross-Göttfritz und Nonndorf begütert war undim genannten Jahre vom K. Maximilian I. die landesfürstlichen Lehenüber diese Güter erhielt. 1502 kommt derselbe mit dem Zusätze:Freytag zu Waldbach und Göttfritz vor und erscheint noch 1534 alsZeuge in einem Kaufbriefe. Später findet sich der Name des Ge-schlechts nicht mehr vor. — Mit Wolfgang F. zu Waldbach u. Gött-fritz waren die Herren v. Sinzendorff durch Vermählungen verwandtund dieselben beerbten den Nachlass.

Wistgrill, III. S. 95 und 96.

Freywalil, Fernwahl, Ilouat v. Freywahl, auch Ritter (Schild geviert:

1 und 4 in Gold ein einwärtssehender, gekrönter, schwarzer Adler u.

2 u. 3 in Schwarz ein einwärtssehender gekrönter, goldener doppeltgeschweifter Löwe. Das ererbte Wappen vor 1618 war: Schild derLänge nach getheilt: rechts in Roth ein blauer Globus mit Centrumund links in Gold ein rother Triangel). Böhmischer Adels- u. Ritter-stand. Adelsbestätigungsdiplom vom 28. Sept. 1618 für die Vettern:Donat Freywald, kaiserl. Rath, Leib-Medicus, Oomes Palat. Caes. etc.und Georg Donat Freywald und Ritterstandsdiplom vom 3. Februar1684 für Christoph und Donat Gottlieb v. Freywald. — SächsischesAdelsgeschlecht, welches schon 1550 mit Flöhe im Erzgebirge undin der Oberlausitz mit Kayna unvVeit Bautzen angesessen war. Gaubenahm an, dass das Adelsbestätigungsdiplom von 1618 ein Adelser-hebungsdiplom gewesen sei u. zwar weil in diesem Diplome die glück-lichen Curen des Donat Freywald erwähnt würden und die Formaliendes Diploms: Beilegung der gewöhnlichen Ahnen in aufsteigenderLinie etc. eigentlich eine Ertheilung des Adels anzeigten, doch ist indiesem Diplome mit klaren Worten gesagt, dass die beiden Empfän-ger desselben in den alten vorigen adeligen Stand erhoben und dassihnen erlaubt würde, ihr anererbtes adeliges Wappen und Kleinod