Druckschrift 
3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
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Freytag, Freitag, auch Freiherren 11. tlrafeu (Staramwappen : in Blaudrei, 2 und 1 , silberne Ringe. Wappen der v. Freytag v. Löringhofzu Gödens: Schild geviert: 1 und 4 das Stammwappen und 2 u. 3 inGold ein schwarzer, hinter grünen Bäumen hervorbrechender Löwe).Reichs- Freiherrn- und Grafenstand. Freiherrndiplom vom 3. Febr.1749 für Franz Jacob v. Freytag u. Grafendiplom vom 2. Jan. 1692für Haro Burkard, Franz Heinrich und Carl Philipp Freih. v. Freytag(Freydag). —Altes, westphälisches Adelsgeschlecht, welches, urkund-lich schon 1245, 1257 und 1287 vorkommend, sich zeitig in Nieder-sachsen ausbreitete und nach Cur- und Liefland kam. Dasselbe wirdin lateinischen Urkunden des 13. und 14. Jahrh. de Sexta seria ge-nannt u. erscheint dann in deutschen Urkunden mit den Namen: Fry-dagh, Vrydag, Fridag, Freytag etc. — Heinrich v. F. war 1402 Abtder Benedictiner-Abtei Brauweiler (im jetzigen Landkreise Cöln) u.Hans v. F. welcher von dem Schlosse Löringhof (im jetzigen KreiseRecklinghausen, Prov. Westphalen) den Beinamen Löringhof ange-nommen hatte, zählte 1491 zu den Ordensmeistern in Liefland. —Im 16. Jahrh. breitete sich ein Zweig des Stammes auch in Ostfries-land aus und besass die Herrlichkeit Gödens. Diese Herrlichkeitbrachte Franz Fridag v. Löringhof durch Vermählung mit Almet v.Oldenboccum, Erbtochter zu Gödens, in seine Linie. Von ihm stammtenzwei Söhne, Haro zu Gödens und Melchior Ernst, Häuptling zu Ustcr-tewehr, welche den Stamm in zwei Linien fortsetzten. Die Linie desLetzteren erlosch schon mit dem gleichnamigen Enkel, die des Er-steren aber, welcher mit einer Freiin v. Knyphausen vermählt war,blühte in zahlreichen Sprossen fort u. von seinen Söhnen, Franz Icozu Gödens u.Johann Wilhelm zu Emden, fingen zwei neue Linien desStammes an. Franz Ico, Drost zu Liere, wurde vom K. Ferdinand III.in den Freiherrnstand erhoben Der freiherrliche Titel war alsoschon vor dem oben erwähnten Reichsfreiherrndiplom in die Familiegekommen und findet sich in dem angegebenen Grafendiplome. Freih.Franz Ico war mit Elisabeth v. Westerholt vermählt, aus welcher Ehemehrere Söhne entsprossten. Von diesen wurde Carl Philipp, gest.1698, Malteser Ritter, Grossprior in Ungarn, Comthur zu Tobel, Roth-weil etc., Johann Ernst, Jco Wilhelm und Maximilian traten in denJesuiter-Orden und Haro Burkard, der Aelteste dieser Söhne, Herrder Herrlichkeit Gödens, k. k. Kämm, und Abgesandter in den Nie-dersächsischen u. westphälischen Kreisen, wurde mit seinen Brüdern,s. oben, in den Grafenstand erhoben. Letzterer starb 1692 unver-mählt und verfällte die Herrlichkeit Gödens auf seinen noch einziglebenden Bruder, Franz Heinrich, s. oben, k. k. Kämm., Reichshof-rath und Abgesandten am kurbrandenb. Hofe und später auch in denniedersächs.- und westphälischen Kreisen. Derselbe,gest. 1694, warmit Sophia Elisabeth Grf. v. Altenburg vermählt u. hinterliess mehrereSöhne. Von diesen starb Franz Wilhelm 1722 als k. poln. und kur-sächs. Oberstlieutenant und k. k. Kämm, und Burkhard Philipp, k. k.Kämm. u. Reichshofrath, vermählte sich 1708 mit Edel Auguste Grf.v. Bielcke, war 1720 und 1721 Abgesandter an den k. schwedischen