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Ferro, Ritter. Erbländ.-österr. Ritterstand- Diplom von 1805 fürD. Joseph Ferro, Niederösterr. Regierangsrath und Sanitäts-Iieferen-ten, wegen Beförderung gemeinnütziger Anstalten und wohlthätigerErfindungen. — Derselbe, geb. 1753 und gest. 1809, war zu seinerZeit in der medicinischen Litteratur sehr bekannt und angesehen. Erverfasste, unter anderen Arbeiten, mehrere Schriften über: Lebens-luft, trat durch die Schrift: über den Nutzen der Kuhpocken-Im-pfung, auf Allerhöchsten Befehl gedruckt, Wien 1802 für JennersErfindung ein, stellte die Sanitäts-Verordnungen in Niederösterreichzusammen etc. '
Megcrle v. Mühlfeld, S. 109.
Ferrum v. Eichciikron, Etile. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplomvon 1819 für Josepli Carl Ferroni, jubilirten Rechnungs-Rath der k.k. Hofkriegsbuchhaltung, mit dem Prädieate: Fidler v. Eichenkron.
Megerle v. Mühlfckl, S. 182.
Ferry, Freiherren. Altes, französisches Adelsgeschlecht, dessenName in der Ahnentafel der Grafen v. Seiboltsdorf, RitterswörthischenHauptstammes, jüngerer, oder hessischer Linie, vorkommt. FelicianeChristine Freiin v. Ferry war die Gemahlin des 1774 verstorbenenAlbrecht Grafen v. Seiboltsdorf, Herrn zu Fidemühl bei Marburg etc.
Freih. v. Krohne, T. S. 290. — Jacobi, 1800, II. S. 212.
Fersen, Versen, auch Freiherren und Grafen. Schwedischer F'rei-herrn- und Grafenstand. "Freiherrn-Diplom vom 4. Nov. 1674 fürHans Fabian, Otto Wilhelm und Hermann v. Versen! mit dem Prädi-eate Freiherren v. Cronenthal und Grafen-Diplom vom 28. März 1712für Reinhold Johann Freih. v. Fersen, k. schwedischen F'eld-Zeug-meister etc. -— Die in Pommern sich Versen, in Schweden sich Fer-sen schreibende Familie ist ein altes, ursprünglich pommernschesAdelsgeschlecht, welches namentlich im Stettinschen und im StifteCamin ansehnliche Besitzungen erwarb, früher sich Vertze und For-cen schrieb, und aus welchem Conrad Versen bereits 1304r herz.Pommernscher Rath war und Curt Vertze, auf dem Siegel: Curt Fer-cen, 1423 urkundlich auftritt. Dasselbe kam in der 2. Hälfte des15." Jalirh. mit Joachim v. Fersen a. d. Hause Burtzlaff bei Belgardaus Hinter-Pommern nach Liefland, wo der genannte Joachim in derEhe mit einer v. Woppersnau den Stamm fortsetzte. Von seinenNachkommen wurde Johann Wolthusen v. V. von einer Anzahl Rit-tern des Schwertordens 1475 zum Heermeister in Liefland gewählt,während Andere einen v. der Burg wählten, welcher den Ersteren inlebenslänglicher Gefangenschaft hielt. Im 17. Jahrh. kam das Ge-schlecht nach Schweden, wo es zu hohem Ansehen gelangte und brei-tete sich später auch in Dänemark aus. — Die Angabe, dass derStamm ursprünglich ein hessischer sei, ist nicht erwiesen und überein in Hessen vorgekommenes Adelsgeschlecht v. Fers, genanntSteuermeister, fehlen genaue Nachrichten, so dass ein etwaiger Zu-sammenhang dieser Familie mit dem hier in Rede stehenden Ge-sehlechte nur Vermuthung bleibt. — Als Ahnherr der Familie inSchweden wird Reinhold v. F. genannt, welcher im Heere des Königs